Freund meiner Mutter bei Autounfall gestorben - Tipps zur Unterstützung?

    • (1) 19.08.16 - 09:05

      Hallo,

      leider befasst sich dieser Beitrag mit einem traurigen Thema. Vor kurzem ist der Freund meiner Mutter bei einem schweren Autounfall sein Leben verloren. Nachdem er zwei Wochen lang künstlich beatmet wurde, konnten die Ärzte dann nichts mehr für ihn tun.

      Wie es aussieht steht meine Mutter immer noch unter Schock. Sie ist dauerhaft abwesend, reagiert nicht mehr auf andere Personen und hat sich komplett in sich zurückgezogen.

      Für uns, also Familie und Freunde, ist dieser Zustand ziemlich unerträglich und wir machen uns ziemliche Sorgen, dass sie sich etwas antun könnte.

      Wenn es bloß einen Weg gäbe, wie wir sie dazu bringen sich zu öffnen. Irgend ein Zeichen von Trauer!

      Habt Ihr Hinweise, wie wir damit umgehen sollten?

      Danke

      • Das ist wirklich schwierig, weil Trauer sehr individuell abläuft. Schwer einzuschätzen, in welcher Phase deine Mutter gerade steckt.

        Würde sie sich von einem Arzt helfen lassen? Erkennt sie selbst, wie traumatisierte sie ist?

        Es gibt Trauerbegleiter in fast jeder Stadt, die Gespräche etc. anbieten. Sie sind entsprechend geschult und professionell im Umgang mit Trauernden. Vielleicht könntet ihr euch an solch eine Stelle wenden und um Rat fragen. Letztlich muss deine Mutter sich aber helfen lassen wollen, denn sie ist erwachsen und kann nicht dazu gezwungen werden. Wirklich aktiv einschreiten könnt und solltet ihr dringen, wenn sie Suizitgedanken äußert oder sich so verhält oder sich vernachlässigt, so dass sie sich gesundheitlich damit schadet. Dann würde ich sofort einen Arzt einschalten oder bei Suizitversuch bzw. - Äußerungen sofort den Notruf wählen. Dann wird sie erst einmal psychologisch betreut (zumindest kurzzeitig).

        http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/trauer.html

      Hallo
      du musst Sie dringend zum Arzt schleppen.
      Es gibt Medikamente.

      • Hallo, zumindest lässt sie sich jetzt wieder auf gemeinsame Zeit mit der Familie ein. Der Tipp mit dem Trauerbegleiter ist gut, vielen Dank. Ob es tatsächlich sinnvoll wäre auf psychologische oder medikamentöse Hilfe zurückzugreifen bleibt abzuwarten. Und das Thema Suizidalität versuchen wir erstmal intern abzuwenden. Momentan ist sie ganztags von Menschen umgeben. Danke nochmal.

          • Habt ihr evtl. noch Tipps für Unternehmungen oder Ausflüge, mit der wir sie ablenken/zurückbringen können und die sie nicht überlasten
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            Ich finde das - zumindest bezogen auf deine wenigen Infirmationen - nicht gelungen. Würde sie sich überhaupt darauf einlassen, wenn Sie recht in sich gekehrt ist?

            Und zum anderen sollte man m. M. n. den Trauernden auch die Zeit zum Trauern lassen, die sie brauchen. So wie du schreibst, hat sie nicht wirklich getrauert, eher lethargisch reagiert. wenn. Es mir schlecht geht, dann möchte ich nicht von A nach B geschleppt werden, dann möchte ich manchmal sogar einfach nur meine Ruhe haben und so wenig Menschen wie möglich sehen, weil mir das sogar zu anstrengend ist.

            Vielleicht genügt es ihr, von Menschen umgeben zu werden, die sie liebt und die gut mit ihr umgehen und nichts von ihr erwarten und ihr nicht vorschreiben, wie sie zu sein hat. Jeder benimmt sich möglichst normal, schleicht nicht ständig beobachtend um sie herum und sie nimmt es wahr, entschiedet aber selbst, wann sie sich daran beteiligen möchte.

            • Hallo guest 70,

              ich kann deine Argumente gut nachvollziehen. Die Zeit zum Trauern ist sicherlich wichtig und die hat sie ja auch verdient, nur wollen wir ihr eben auch etwas von dem Stress - mit dem Haus usw. - ersparen. Und deshalb empfanden wir es als eine gute Idee sie zumindest ab und zu aus den vier Wänden zu holen und ihr andere Eindrücke zu geben. In so einer Situation ist es eben auch schwer zu beurteilen, welche Hilfe richtig ist.

              Dazu kommt, dass sie sich seit einigen Tagen viel mit Hellseherei, Handlesen und Karten legen beschäftigt. Und auch in dem Punkt wissen wir nicht, wie das zu beurteilen ist.

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