Schwiegervater plötzlich verstorben

    • (1) 05.12.16 - 23:36

      Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll!

      Letzte Woche ging es ihm noch gut. Am Sonntag ist er einfach so zusammengebrochen und mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gekommen. Gestern Abend notoperiert, heute morgen nochmal. Mittags in eine andere Klinik geflogen worden, nochmal operiert. Er hatte einen Darmdurchbruch. Vor 1 1/2 Stunden der Anruf: Er hat es nicht geschafft.
      Mein Mann ist total fertig. Er will morgen zu seiner Mutter fahren. Sie wohnt aber 250 km weit weg. Ich möchte ihn nicht allein fahren lassen. Aber ich kann nicht mit, weil ich bei den Kindern bleiben muss. Die Kinder wissen noch nichts weil es so plötzlich war. Wie bringen wir Ihnen bei, dass ihr Opa tot ist? Was machen wir mit der Weihnachtsfeier in der Schule? Beide Kinder haben nächste Woche eine Schulaufführung. Was ist wenn genau dann die Beerdigung ist?
      Mein Mann ist nächste Woche auf einem Seminar. Er ist die ganze Woche nicht da.
      Ich bin mit der ganzen Situation gerade total überfordert. Ich bin total traurig und auch wütend! Warum gerade jetzt?!!
      Ich weiß es ist egoistisch! Aber ich kann gegen die Gefühle nichts machen. Er hätte nicht sterben sollen. Er war erst 59! Das ist nicht richtig so.
      Sorry, das es so lang geworden ist.
      Es war gut das so zu schreiben.

      • Mein herzliches Beileid - aber das Warum wird Dir nie jemand beantworten.
        Lass Deinen Mann alleine fahren zu seiner Mutter, ich glaube, das wäre für beide in Ordnung.
        Für seine Mutter vielleicht im Moment besser, als wie wenn die gesamte Familie kommt.

        Bleib bei den Kindern und erkläre ihnen liebevoll und in aller Ruhe, was geschehen ist. Kinder sind verständiger als man manchmal glaubt.
        Dein Mann wird sich unter diesen Umständen vom Seminar freistellen lassen können, das sieht doch jeder ein.
        Zu der Weihnachtsfeier der Kinder gehst Du selbstverständlich mit ihnen hin. Wenn es eine Urnentrauerfeier ist, kann man den Termin sowieso selber bestimmen.
        Sollte es sich überschneiden, ist es klar, dass die Beisetzung wichtiger ist - eine Weihnachtsfeier können die Kinder noch oft erleben.
        Ich habe versucht, Dir möglichst rational Wege aufzuzeigen, weil ich in den letzten Jahren selber zwei Todesfälle in der Familie zu bewältigen hatte; meinen eigenen Mann und den Vater meines Schwiegersohns. Es geht alles - Trauer ist selbstverständlich und in Ordnung - aber wütend brauchst Du auf niemanden sein. #liebdrueck
        Liebe Grüße von Moni

        (3) 07.12.16 - 18:44

        Hallo!

        Wir haben letztes Jahr ähnliches durchgemacht.

        Allerdings handelte es sich um meinen Opa, der mit 94Jahren 10 Tage vor Weihnachten gestorben ist.

        Die Beisetzung fiel auf den 22.12.

        Tja wir hatten die Weihnachtsfeiern schon hinter uns.

        Durch viele Komplikationen und weite Wege, sind wir am 21.12. 600km durch D gefahren.
        Mein Sohn hat nach einigem Hin und Her eine Schulbeurlaubung, kurz vor der Ferien schwierig, weil ich hatte nix schriftliches vorzuweisen. Meine Cousine hat ihren Sohn "krank schreiben lassen", weil ihre Schule das nervig war.

        Tja und am 23.12. bin ich alleine zurück nach Hause ( war nicht zu ändern wegen der Arbeit) und habe mein letztes Weihnachten alleine und trauernd verbracht.

        Ja ich war alleine, aber ich habe noch viele Weihnachten mit meiner Familie vor mir. Mir war und ist diese Beisetzung sehr wichtig gewesen und auch für meine Kids.

        Trauerarbeit und Abschied nehmen ist schwer zu verschieben. Meine Oma war sehr glücklich, das ihre Familie um sie war.

        Ich habe meinen Kindern übrigens gleich nach dem Anruf erzählt was los ist. Unter Tränen und beide waren traurig und haben geweint. Aber wir haben darüber geredet und tun es immer noch.

        Mein Beileid! Ihr packt das schon.

        LG

        Das tut mir sehr leid zu hören #blume

        Lass es erstmal sacken und überlege dann gemeinsam mit deinem Mann, wie ihr die Prioritäten setzt. Ich würde dem Todesfall erstmal alles andere hinten anstellen. Informiert die Kinder - sie werden natürlich sehr traurig sein, aber werden damit klarkommen. Kinder sind da meist widerstandsfähiger, als wir glauben. Dann überlegt euch einen Plan, sprecht mit dem Bestatter etc. Dann wird sich der Rest, auch terminlich, schon regeln. Meine Oma starb damals an einem 14.12., die Beerdigung war zwei Tage vor Heiligabend. Natürlich bleibt das ein Leben lang Teil der Erinnerung, aber das gehört dazu und fügt sich ein.

        Ich wünsche euch viel Durchhaltevermögen und alles Gute

      • Bei mir ist zwar nicht der Schwiegervater verstorben sondern mein Vater plötzlich an einen Herzinfarkt . Ich bekam den Anruf nachts um 3:40uhr von meiner Oma die ihn gefunden hat. Mein Partner war nicht zuhause der war auf ein Geburtstag von seinen Chef. So saß ich da alleine und die kleine wurde wach. Und sie hat es gleich mitbekommen das ich geweint habe . Mein Freund kam dann auch kurze Zeit später und nahm mir Mausi ab ( 2 Jahre alt) und haben ihr gesagt das Opa Stefan jetzt im Himmel ist und Papa und Mama sehr traurig sind und deswegen weinen . Ich weiß nicht ob sie das versteht aber wenn die Sterne leuchten ruft sie immer gute Nacht Opa . Sie hing sehr an ihm. Und lass dein Mann alleine fahre ich hätte das auch lieber gehabt wenn ich mit mein Großeltern und mein Onkel alleine gewesen wäre aber es kam die ganze Familie ( Cousin , Cousine Kumpels und die Kinder von mein Vaters Cousin , Cousine) klar war das gut das mein Freund da war aber ich hätte gern ein bisschen mit denen alleine gehabt .
        Wünsche deiner Familie und dein Mann viel Kraft die schwere Zeit zu überstehen es ist nicht leicht das alles zu verstehen :-(

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