Hätte ...hätte.. hätte..

    • Ich traue mir mal, Dir sehr direkt zu antworten, da ich nun weiß, worum es geht.
      Du sitzt in einem tiefen Trauerloch und kommst nicht heraus. Und jetzt schreibe ich was ganz Schlimmes - Du pflegst Deine förmlich Trauer immer und immer wieder - und das ist sowas von ungesund, Du bist auf dem besten Weg in eine behandlungsbedürftige Depression abzurutschen. Du darfst trauern, das ist keine Frage, aber was Du machst, macht Dich kaputt.
      Ich schreibe Dir das nur, weil ich selber weiß, wie das ist. Ich bin innerhalb von 6 Monaten an zwei Totenbetten gesessen, bei den liebsten Menschen, die ich hatte, bei meiner besten Freundin und meinem Mann. Schlimmer geht kaum mehr. Wem hilft das ewige "hätte"?
      Deiner Mutter nicht und Dir ganz sicher sowieso nicht, es reißt Dich immer tiefer rein.

      Deine Mutter würde Dir wahrscheinlich gehörig den Kopf waschen, wenn sie es könnte - Du hast ein Kind, sieht das nur eine weinende, nicht mehr lachende Mutter? Das ist das, was eine liebe Oma und Mutter garantiert NICHT will.
      Das geht so nicht. Sich Gedanken zu machen, wie lange man nun ohne Mutter leben muss, ist einfach nur selbst zerstörerisch - das müssen wir alle, die einen früher, die anderen später.
      Entweder Du schließt Dich ganz schnell einer Trauergruppe an oder lässt Dir von Deinem Hausarzt helfen mit einem leichten Antidepressivum - oder Dein Kind leidet unter Dir, was Du sicher nicht willst.
      Ein leichtes Mittel zu nehmen ist absolut keine Schande, habe ich auch getan - und es hat mir wirklich sehr gut geholfen, endlich wieder einen klaren Gedanken zu fassen.
      Ich meine es wirklich nicht böse mit Dir, aber Du brauchst jemanden, der nicht nur dauernd "du Arme" sagt, sondern der Dich mal wieder in die Realität zurückholt - mit Deiner Familie, die Dich braucht.
      Liebe Grüße von Moni

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