Trauer um meine vier Sternenkinder

    • (1) 13.02.17 - 00:56

      Hallo,

      ich bin Ela, 21 Jahre alt und dachte eigentlich schon früh, mein Leben könnte nicht mehr schlimmer werden. Als Kind missbraucht. Mit 6 verlor ich meine Oma und eine Tante. Als Jugendliche starb meine beste Freundin.
      Ich selbst bin schwer krank. Mehrfach fast gestorben. Irgendwann denkt man ja, dass es genug ist.
      Aber ich glaube das Schicksal meint es einfach nicht gut mit mir.
      2012 hatte ich eine spontane Fehlgeburt in der 10SSW. Ich war am Boden zerstört.
      2014 dann MA in der 12SSW. Ich dachte wirklich, dass Leben will mich verarschen.
      2015 wieder MA. In der 11SSW.

      Ich war völlig fertig mit den Nerven. War wegen der Geschehnisse von früher eh in Therapie, aber das half nicht.
      Der große Untersuchungsmarathon ging los. Hormone, Humangenetik, Gerinnung etc. Das volle Programm. Alles unauffällig.

      Hatte trotzdem mit der Familienplanung abgeschlossen.

      Oktober 2016 kam bei Untersuchungen nach einem Autounfall raus, dass ich in der neunten Woche schwanger war. Ich bin fast umgekippt vor Schock.
      Es war auch immer alles gut.
      Bis meine Tochter am 14.01 das letzte mal trat und strampelte. Ich spürte sie vorher täglich. Bei der Feindiagnostik am 17.01 konnte nur noch ihr Tot festgestellt werden. Ich brachte sie bei 20+5 still nur Welt. Seitdem bin ich ein Wrack. Ich weine fast die ganze Zeit, ich esse nicht mehr, mein Borderline-Syndrom ist wieder ausgebrochen. Ich fühle einfach nur eine unfassbare Leere in mir. Da Jelena zu leicht war gilt sie nur als Fehlgeburt, also darf ich nicht in den Mutterschutz. Bin aber zur Zeit krank geschrieben. Heute vor einer Woche war die Beerdigung und wir haben sie heute besucht. Mir geht es einfach so schlecht. Ich bin absolut am Ende meine Kräfte. Sowohl körperlich als auch psychisch. Ich habe das Gefühl, ich bin in ein Loch gefallen, dass immer tiefer wird. Und nichts hilft.

      Tut mir leid, dass ich hier so rumheule. Beim Schreiben weine ich auch schon wieder. Aber ich komme halt garnicht damit zurecht. Das Leben der anderen geht weiter. Nur meines nicht. Ich bin am Boden zerstört.
      Danke fürs Lesen.
      Ela mit vier Sternenkindern fest im Herzen

      • Ohje deine Verluste tun mir sehr sehr leid.
        Mir ging es ähnlich.
        Meine Oma starb, erste Fehlgeburt, Mutter erkrankt an Krebs, ich erkranke an Krebs, zweite Fehlgeburt, geliebte Tante verstirbt, in meiner Beziehung würde ich jahrelang vergewaltigt und schaffte aus Angst den Absprung nicht.
        Mir Ging es wie die.
        Dieses riesige schwarze Loch und man fällt immer tiefer.....

        Nun ich habe dann einen wunderbaren neuen Partner gefunden, und halte grade mein Folgewunder im Arm.
        Auch wenn es sich grad nicht so anfühlt.
        Aber auch bei dir wird es wieder bessere Zeiten geben.

        Meine "Fehlgeburten" (ich hasse den Ausdruck) wurden im sammelgrab bestattet. Je nach Bundesland sollte es das bei dir auch geben.

        Wurde deine Schilddrüse untersucht und vit D, B12 und Progesteron?

        Liebe Grüße.

        • Ohje das tut mir sehr leid.
          Meine Fehlgeburten im ersten Trimester sind natürliche Abgänge gewesen. Es gab somit nichts, was man hätte bestatten können.

          Und meine Jelena haben wir selbst beerdigt.
          Ja es wurde alles untersucht. Es gibt keine Auffälligkeiten. Weder bei mir noch bei meinem Partner.
          Ich seh einfach momentan kein Licht am Ende des Tunnels.
          Aber danke für's Mut machen.
          Ich wünsche dir alles Liebe

            • Aber woher nimmt man die Kraft dafür?

              Ja das tut er. Hat mir sogar einen Antrag gemacht nachdem das passiert ist. Ohne ihn käme ich garnicht mehr zu recht

              • Herzlichen Glückwunsch <3

                Du musst versuchen dir woanders Kraft zu holen. Du brauchst etwas was dir Spaß macht ....

                wenn es die Arbeit nicht ist, ne Weiterbildung, oder vielleicht nen Entspannungskurs oder Sport?
                Ein Instrument lernen, oder ähnliches?

                Oder fahrt ein paar Tage weg, Kraft tanken.....

                Aber denk an Dich und pass auf dich auf.

                Meine Therapeutin meinte es würd vielleicht auch eine Selbsthilfe Gruppe für verweisste Eltern helfen.....

                • Dankeschön :)
                  Momentan kommt weder Arbeit noch Sport in Frage, da ich einen Wirbelbruch habe. Lieg also zuhause und hab schön Zeit mir Gedanken zu machen. Das macht es nur noch schlimmer.
                  In Therapie bin ich auch. Aber eine Selbsthilfegruppe kommt für mich nicht in Frage. Mur helfen die Foren hier sehr

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