Fassungslos und traurig (nichts für schwache Nerven)

    • (1) 25.10.17 - 10:02

      Gestern habe ich einen Artikel gelesen, über Kinder, die ihre Abtreibungen überlebt haben.
      Es ging um die USA und "saline abortion", wo noch wie dort in anderen Ländern mit Salzsäure abgetrieben wird. Die wird ins Fruchtwasser gespritzt und vom Kind getrunken, dass es innerlich verätzt. Das dauert Stunden bis es tot geboren wird. Manche überleben sogar.
      Wie kann sowas zugelassen sein???? Es wird hauptsächlich bei älteren Babys benutzt.
      Als ich das meiner Freundin sagte, reagierte sie zwar geschockt, aber meinte, dass in Holland Babys bis zum 6.Monat abgetrieben werden dürfen - ohne medizinische Gründe - und es genug Kliniken gibt, die es sicher auch später machen. Das fände sie mindestens genauso krass. ICH WUSSTE DAS NICHT!
      Wie kann sowas in der EU erlaubt sein? Ich habe bereits einen Sohn, der ein Frühchen war und nur bisschen älter als diese Babies. Er wollte LEBEN, hat gestrampelt, hat Liebe empfunden, hat Angst gehabt....
      Ich habe gerade Tränen. Wir möchten unbedingt später noch ein Kind und ich verstehe diese Dreckwelt nicht. Die einen sind zu sowas fähig, ihr Kind zu töten, die anderen versuchen Jahre und haben eine Fehlgeburt.
      Tut mir leid, aber ich heule grad.

      • (2) 25.10.17 - 10:11

        Hi,

        ja darüber habe ich auch mal gelesen.

        In Philadelphia z.b darf man legal bis zur 24.Woche abtreiben..........es ist nicht überall so wie in Deutschland leider..

        • (3) 25.10.17 - 10:15

          ja.. das ist es ja. man kann sich über das thema abtreibung klar streiten. aber hallo? 6.monat.. da strampelt es doch. mein kleiner wurde paar wochen später geboren. vielleicht nimmt mich das thema deshalb grad so mit. :(((((

          • (4) 25.10.17 - 10:18

            Ich finde 6.Monat auch echt unmöglich aber manchmal kennt man die Hintergründe ja nicht wieso eine Frau diesen drastischen Schritt geht.

            Wobei ich mich frage welches Land dies gesetzlich überhaupt zulässt

            Da müssten meiner Meinung strengere Gesetze her , die ungeborenes Leben schützen.

            • Ganz meiner Meinung!!! Mein Sohn (12 jahre) war auch ein frühchen...ich hatte in der 24.Woche starke Blutungen....(konnte noch bis 33. gehalten werden)wir haben beide gekämpft😊😊😊 Ich denke,wenn festgestellt wird das ein Baby nicht überlebensfähig ist aufgrund bestimmter Krankheiten dann wäre eine Abtreibung ok...aber ansonsten und in den Monat...das ist Mord!!!! Und Salzsäure ???? Bestialisch😤😤😤😤

              • Was kennzeichnet für dich einen Mord, wenn man ihn an einem unheilbar kranken begehen darf?
                Wenn es Mord wäre, dürfte man auch einen schwerstbehinderten Fötus nicht abtreiben.

      (7) 25.10.17 - 10:26

      Einfach unfassbar...
      Mord.

      • Es mag moralisch verwerflich sein und auch methodisch fragwürdig.

        Mord ist es nicht, und die Verwendung des Begriffs trägt außer eine weiteren Emotionalisierung nichts zur Diskussion bei.

        O.K., für manche heißt "diskutieren" eben, die eigene Meinung möglich laut rauszubrüllen.

        • ja wir können jetzt philosophieren ab wann Leben beginnt... für mich *persönlich* bereits mit dem Herzschlag. Und ein Lebewesen mit Vorsatz zu töten ist (für mich) Mord.

          Spezielle Fälle mit Krankheitshintergrund ausgenommen. Ich bin kein Abtreibungsgegner.. Allerdings würde ich selbst nicht abtreiben & schon gar nicht in so einem weitem Stadium.

          My opinion.

          (10) 25.10.17 - 13:00

          Ach und noch was.. es ist nun mal ein emotionales Thema & meine Meinung „rausgebrüllt“ hab ich auch nicht.

          • (11) 25.10.17 - 15:32

            Es wird immer Leute geben, die von eigenen Fehlern auf andere ablenken wollen. Ich finde das Thema auch schlimm.

            • (12) 25.10.17 - 15:38

              Wohl wahr :-/
              vielleicht spricht da das eigene schlechte Gewissen 🤷🏻‍♀️

              • (13) 25.10.17 - 15:53

                richtig. ich denke, die TE wollte sich die Trauer niederschreiben, aber natürlich müssen sich Abtreibungsbefürworter wieder rechtfertigen.

                (14) 27.10.17 - 13:24

                Ich muss dich enttäuschen: Ich habe nie abgetrieben.

                Aber ich befürworte Abtreibungen in der Tat, und gebe jeder Frau das Recht dazu.

                • Dem schließe ich mich kommentarlos an!

                  LG

                  • Vor allem aber bin ich der Meinung, dass man Frauen, die diesen schweren Weg gehen, nicht noch mit hehren Sprüchen kommen muss. Die haben's auch so schon schwer genug.

                    In meinen Augen ist das wieder so ein Thema, wo man sich mal eben ganz leicht moralisch über andere erheben kann. Wenn man nie in der Lage war, dann schreibt sich das alles so leicht. Und dann ist der "Einsatz" für ungeborenes Leben ja auch etwas, wo man leicht Applaus bekommt, Babys sind ja niedlich und mit deren Schutz gewinnt man immer.

                    Wäre mir das ungeborene Leben so wichtig, dann würde ich ehrenamtlich da mitarbeiten, wo Frauen Alternativen zu Abtreibungen geboten werden. Und nicht mich bequem von zu Hause aus über (angebliche?) Grausamkeiten bei einzelnen Abtreibungsmethoden auslassen.

                    • Wäre mir das ungeborene Leben so wichtig, dann würde ich ehrenamtlich da mitarbeiten, wo Frauen Alternativen zu Abtreibungen geboten werden. Und nicht mich bequem von zu Hause aus über (angebliche?) Grausamkeiten bei einzelnen Abtreibungsmethoden auslassen.

                      Kennst du mich? Oder meine Arbeitsstelle? Oder was ich mache?
                      Nein! Dann würde ich auch keine Vermutungen hier aufstellen!

                "Abtreibungen befürworten" klingt in meinen Ohren irgendwie komisch. Aber die Entscheidungsfreiheit von Frauen, die befürworte ich auf jeden Fall..

(19) 25.10.17 - 10:32

Soweit ich richtig informiert bin ist es in Deutschland bei gravierenden Fehlbildungen der Kinder auch weit nach der 12 SSW gesetzlich erlaubt ein Baby abzutreiben.

Ich habe von einem Fall gelesen, bei welchem ein Abbruch aufgrund von Trisomie 21 in der 25 SSW stattgefunden hat. Das Kind hat auch überlebt, jedoch mit starken Behinderungen, weil man es erst liegen gelassen hat anstatt es medizinisch zu versorgen.

  • (20) 25.10.17 - 10:39

    Ja, in Deutschland ist das noch quasi bis zur voll ausgetragenen Schwangerschaft möglich. Ich wüsste gerne ab wann eine Behinderung als "gravierend" eingeschätzt wird, wer das entscheidet.

    Für mich käme ein Abbruch nur bei "nicht lebensfähig" in Frage. Und auch das ist für viele ein No Go, während Andere wiederum ein Baby mit z.b. "nur" mit körperlicher Behinderung nicht bekommen möchten.

    • (21) 25.10.17 - 12:07

      Ob die Behinderung gravierend ist entscheidet die Mutter - leider. Ich hatte mal eine Patientin, da hat man erst in der 36. SSW die Trisomie 21 entdeckt. Sie hat echt noch einen Abbruch vornehmen lassen, obwohl das Kind nur leichte Einschränkungen hatte. Aber so ist eben leider, wenn die Mutter meint, sie kann das Kind auf keinen Fall austragen, dann kann man bis zur Geburt einen Spätabbruch vornehmen lassen.

      Gott sei Dank gibt es in Deutschland kaum Ärzte, die es in so einem späten Stadium der Schwangerschaft noch machen (das darf nämlich jeder Arzt selbst entscheiden). Unsere Patientin musste damals knapp 600km bis nach Bonn fahren, um den Abbruch durchführen zu lassen.

      • (22) 25.10.17 - 21:59

        In der 36.ten Woche? - da bin ich gerade völlig fassungslos - boah das ist ja.... Mir fehlen die Worte!

        (23) 26.10.17 - 10:33

        Ich finde eher „zum Glück“ entscheidet es die Mutter. Die entscheidet, womit sie weiterleben kann, ob du und ich das nachvollziehen können oder nicht.
        Die Vorstellung, irgendwelche Außenstehende entscheiden, ob das Leben meines Kindes wert ist, gelebt zu werden oder nicht, ist für mich unerträglich.

        Ich finde es (auch wenn es mir bei T21 aus persönlichen Gründen immer einen Stich versetzt, es zu hören) grundsätzlich richtig, dass die Mutter entscheidet, und genauso richtig, dass Ärzte entscheiden, ob sie es durchführen können.

        (24) 27.10.17 - 13:33

        Wer außer der Mutter sollte das denn in deinen Augen entscheiden? Der liebe Gott?

        Ich finde es übrigens eher unzumutbar, dass eine Schwangere für diesen schweren Schritt dann gezwungen wird, noch größere Strapazen auf sich zu nehmen.

        Wie so oft vergehen sich die, die ein gar so hehres Weltbild propagieren, am allerliebsten selbst am Mitmenschen.

        • (25) 27.10.17 - 13:46

          Ab der 37ssw ist das Baby kein Frühchen mehr. Was spricht dagegen es zu bekommen (es wird ja eh geboren, ob tot oder lebendig!) und es dann abzugeben. Es gibt genug Menschen, die auch einem Downsyndromkind ein glückliches Leben bieten können. Die Mutter muss ja keinen Kontakt haben.

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