Meine Mama will uns nicht sehen 😢

    • (1) 21.11.17 - 17:11

      Hallo zusammen,
      Ich bin sehr verzweifelt.
      Ich finde dieses fast schlimmer als einen Todesfall, denn ich kann nicht abschließen.
      Die Vorgeschichte ist lang. Daher nur der aktuelle Stand. Meine Tochter wird in 2 Wochen 5 Jahre alt. Als sie ein Baby war und auch noch vor nem Jahr waren wir sehr regelmäßig bei meiner Mama. Meine Tochter liebt ihr Omi.
      Meine Mutter hat einen Freund, der schon länger in Rente ist. Er ist 74. Es wird immer schlimmer mit ihm. Er ist der Grund, warum wir nicht mehr zu ihr können. Er vereinnahmt meine Mama zu 100% für sich. Wenn meine Tochter da hin will, muss ich mir ständig Ausreden einfallen lassen. Ich versuche es immer schön zu reden, von wegen Oma muss doch arbeiten etc. Aber eigentlich will sie die Zeit gar nicht einrichten, weil ihr Freund dann Stress macht. Der Freund von ihr und ich verstehen uns überhaupt gar nicht.
      Es ist sooo unsagbar schlimm für mich die Sutuation. Ich bin heimlich nur noch am Weinen. Ich kann meiner Tochter doch nicht sagen, Omi will uns nicht sehen, weil sie sonst Stress mit ihrem Freund kriegt. Das würde sie doch nicht verstehen und wäre zutiefst traurig.
      Mich belastet es so sehr. Ich würde sagen, ich bin richtug verzweifelt. Sonst finde ich immer eine Lösung. Ich habe eben als meine Tochter nach der Kita wieder bettelnd vor mir stand und zu Omi wollte sie gefragt: oder sollen wir eine neue omi kennenlernen? Puuuh ich musste selber fast heulen und meine Motte fast weinend NEIN!
      Dabei hätte ich auch gar nicht gewusst, wo ich eine Ersatzomi herkriegen sollte???
      Was soll ich nur machen? So kann es nicht weitergehen.

      • Krieg das bitte nicht in den falschen Hals, aber ich finde es ganz ganz schlimm was deine Mutter da macht. Wie kann sie ihrem Freund den Vortritt geben? Du bist ihre Tochter! Ich bin selber eine starke Frau (keine krasse Emanze) und ich bin auch nur von starken Frauen (Familie) umgeben und den Besuch der Tochter und Enkelin würde sich keine dieser Frauen nehmen lassen. Da würde der Mann aber im hohen Bogen aus dem Haus fliegen. Ich bin da echt platt, was deine Mutter da macht. In solchen Fällen der Unterdrückung durch den Mann muss ich immer automatisch an häusliche Gewalt denken. (ohne ihm jetzt etwas unterstellen zu wollen) aber anders kann ich mir das im 21. Jahrhundert nicht mehr vorstellen.
        Vllt bin ich da aber eh der falsche Ansprechpartner, da ich mit einer alleinerziehenden Mama aufgewachsen bin, die nicht mal finanziell von meinem Erzeuger unterstützt wurde. Ich stand immer an erster Stelle und Männer waren nie ein Thema. Deswegen bin ich bei deinem Post wirklich platt. An deiner Stelle würde ich das Gespräch mit deiner Mutter suchen. Und sagen, wie es dir und deiner Tochter geht. Wie lange ist sie denn schon mit dem Mann zusammen?

        • Meine Mama hat früher als Alleinerziehende viel falsch gemacht. Sie hat Alkohol getrunken und war keine vorbildliche Mutter. Aber ich kam klar.
          Es belastet mich nicht, ich habe ihr verziehen für meinen Teil.
          Jetzt geht es um meine Tochter. Das macht mir sehr stark zu schaffen! Sie ist mit ihm fest zusammen wieder seit 15 Jahren. On off seit 30 Jahren. Meine Mama ist 15 Jahre jünger.
          Meine Mutter war noch nie in der Lage sich durchzusetzen. Sie hat sich schon immer fernsteuern lassen.
          Ich brauche nur dringend einen Rat.
          Wenn meine Tochter bei ihr anruft, kommt aus dem Hintergrund schon ein: "leg auf da"
          Was soll ich meiner Tochter sagen?! Jeden Tag, wenn ich sie von der kita abhole, habe ich Angst, dass wieder der Satz kommt: ich will zu Omi. Wenn sie dann auch noch was gebastelt hat für ihr Oma, zerfrisst es mich innerlich und ich kann nur unter höchster Anstrengung meine Tränen zurück halten. Nur beim Schreiben jetzt laufen einfach die Tränen raus. Das ist so heftig.

          • Oh Gott, da kommen mir selbst fast die Tränen. Wie kann ein Mensch so eklig sein und verlangen, dass bei einer 5 jährigen aufgelegt wird? Ich bin entsetzt. Tja, was kann man da machen? Ich bin kann anderen ganz gut Schuldgefühle einreden und nutze das dann für mich aus. Also eigentlich mache ich das nur bei meinem Partner, wenn er schon wieder Freiraum braucht 😜
            Ich würde zu meiner Mutter fahren, ihre Tür eintreten und ihr erstmal dafür "danken" was für eine beschissene Kindheit ich hatte und was für eine miese Mutter sie war (auch wenn es nicht so schlimm war, bei sowas muss man übertreiben) und dann würde ich ganz stark auf die Tränendrüse drücken und von meiner Tochter erzählen wie schlecht es ihr geht und auch davon, dass sie ständig was bastelt für ihre Omi die sie nicht sehen will. Und ein paar nette Worte für ihren Freund würde ich auch noch finden.
            Das wäre die extreme Tour. Ich kenne deine Mutter nicht, ich weiß nicht, ob es bei ihr Früchte tragen würde. Aber das ist vllt gar nicht der entscheidende Punkt. Wahrscheinlich müsste sie das so oder so mal hören.
            Eine mildere Lösung wäre vllt sie einfach zu euch einzuladen ohne Freund? Oder euch in einem Park treffen? Oder darf sie sich nicht mal ohne ihn aus dem Haus bewegen?

          • Du solltest mit deiner Mutter unbedingt Reden sie kann ja nicht so umgehen mit euch du bist ihre tochter und deine Tochter liebt ihre Oma da sollte sie mal überlegen was ihr wichtiger ist, ich würde da einfach mal hinfahren und ein gespräch führen, aber so wie ich es lese bringt es mich als werdende Mutter zum weinen :c auch ich verliere hier gerade echt die tränen

      Dass das weh tut verstehe ich. Aber die Frage, ob du eine neue Omi beschaffen sollst finde ich schon mehr als schräg. Kein Wunder, dass deine Tochter da so stark reagiert.

      Wir haben auch mal einen Totalkontaktabbruch erlebt, seitens der Patin meines Sohnes. War für mich damals sehr schlimm. (Trotzdem hat sie dann jedes Jahr ein Geburtstagsgeschenk für ihr Patenkind viorbeibringen lassen. Das fand ich total daneben. Sozusagen ein sich in Einnerung rufen wollen, aber trotzdem den Kontakt auf null fahren.)
      Ich fürchte da bleibt nur trauern, sich daran gewöhnen und nach einiger Zeit wächst das Vergessen. Auch und gerade bei Kindern. Irgendwann ist die Omi nicht mehr wichtig und es tut nicht mehr weh.

      Ich denke du kannst deine Tochter nur unterstützen, indem du selbst mit der Situation ins Reine kommst.
      Take it, change it or leave ist. Akzeptiere es, ändere es oder lass es liegen.

      Deine Tochter wird sich an deinem Umgang mit der Situation orientieren.
      Es liegt in deinen Händen, dass sie den mangelnden Kontakt nicht als Kränkung ihrer Person empfindet. Leicht ist das nicht und es dauert seine Zeit. Aber du wirst weder deine Mutter noch ihren Freund ändern können. Du kannst nur deine Gefühle und deinen Umgang mit der Situation in eine Richtung lenken, dich dich und deine Tochter nicht mehr belastet. Natürlich nicht von heute auf morgen. Mittelfristig schon.
      Alles Gute, d.

      P.S. Ein"Versuch" fällt mir noch ein: trefft euch in der Stadt oder bei Euch zuhause, also sozusagen ohne dass der Freund es mit bekommt. Oder ihr verlegt Euch auf einen Briefkontakt oder Skypen. Wenn das auch nicht geht, dann hilf' deiner Tochter beim Loslassen. Nicht schlecht reden. Eher in dem Sinn: "Omi mag dich, aber hat keinen Kraft für den dauernden Streit mit ihrem neuen Mann. Der kann mich nicht leiden und mag deshalb keinen Besuch von uns. Aber wir können Omi schreiben (oder telefonieren).
      Und vielleicht ändert sich das irgendwann auch wieder." Und nur dann schreiben oder telefonieren, wenn die Tochter von sich aus damit kommt. Nach und nach wird das im Sande verlaufen, einfach weil sie immer weniger dran denkt.

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