Diagnose für ein Schwangerschaftsabbruch ?!

    • (1) 08.12.17 - 14:05

      Hallo
      Nun erst mal zu uns.. wir sind eine kleine Junge Familie mit einem Kind im Alter von 2 Jahren. Die ss meiner Tochter verlief damals trotz Bluthochdruck und Gedtationsdiabetes recht komplikationslos und wir bekamen einen gesunde Tochter geschenkt. Nun haben wir beschlossen gehabt das der Wunsch nach einem zweiten gemeinsamen Kind groß ist und dieses uns vervollständigen würde.. auch unserer Tochter hätten wir gern ein kleines geschwisterchen geschenkt.. leider ist das Glück von uns gegangen.. vor ca einer Woche bekam ich in der 24 SSW die Diagnose die alles zerplatzen ließ und uns aus der Bahn wirft.. Unser kleiner Sohn hat eine Fehlbildung am Gehirn (semilobäre holoprosenzephalie) wir waren darauf hin nochmals bei einem Oberarzt, Fruchtwasser Untersuchung und in einer Klinik bei einem Spezialisten..
      Unser Kind würde laut Ärzten zwar sehr wahrscheinlich Leben.. hätte jedoch sehr starke Einschränkungen (von selbstständig schlucken bis hin zu sprechen, laufen, geistig mal ganz ausgenommen...) vor welcher Entscheidung wir nun stehen können sich einge wahrscheinlich denken.. gemeinsame Gespräche haben uns gezeigt das wir dieses Kind solch ein Leben nicht antun möchten unter Anfällen, Schmerzen und evt. Koma. Vor allem weil wir auch an unsere Tochter und allem was sich generell ändern würde denken müssen..
      Ich habe eine Entscheidung getroffen das es besser wäre uns gegen dieses Kind und dessen Qualen zu entscheiden und es zu erlösen.. jedoch setzte ich mir fest im Kopf das es doch abnormal ist einem Arzt die Erlaubnis zu geben mein Kind zu töten (er würde eine Spritze bekommen durch die bauchdecke ins Herz und dann würde die Geburt eingeleitet werden..) naja auch wenn die Entscheidung quasi fest steht denke ich einen richtigen und falschen Weg gibt es da nicht evt nur einen besseren.
      Meine Frage jetzt... wie läuft es dannach ab wie viel Zeit bleibt mir mit meinem still geborenen Kind? Darf ich ihn halten und zeit für uns haben ? Wann darf ich die Klinik verlassen ? Welche Kosten kommen auf uns zu ? Wie wird unser Kind bestattet ? Der Abbruch würde in einer Stadt knapp 2 Std von uns statt finden.. wird er auch dort beerdigt ? Einfach der generelle Ablauf dazu.
      Ich denke es ist das richtige so zu handeln und bitte euch mir keine Vorwürfe zu machen.. evt hab ich ja hier die Chance auf jemanden zu treffen der fast so etwas durch hat und kann mir sagen wie man im Nachhinein damit umgeht.. zur zeit schaff ich es einfach nur stark zu sein wegen unserer Tochter...
      Danke euch sehr...

      • ach je, das tut mir so leid für euch.
        Wenn du magst, hier etwas zum Thema, auch ein Erfahrungsbericht einer Frau
        http://www.deutschlandfunkkultur.de/qualvolle-entscheidung-was-spaetabtreibungen-fuer-eltern.976.de.html?dram:article_id=318076
        alles Gute euch

        Hallo,

        es tut mir sehr leid das ihr vor dieser Entscheidung steht....

        Ich habe schon einige Mütter betreut die sich in eurer Situation befanden....

        Zu deinen Fragen..... es sollte euch ermöglicht werden einige Zeit mit eurem Kind zu verbringen, dies müsst ihr vorher besprechen.
        Ihr habt die Möglichkeit euch zu verabschieden, und dies auch für mehrere Stunden wenn ihr das so wollt.

        Eine Bestattung kann dann an eurem Heimatort erfolgen, da solltet ihr euch mit einem Friedhof in Verbindung setzen. Vlt. kann ja auch eine Freundin oder eine Oma zu einem Bestatter gehen und sich im Vorfeld erkundigen.
        Euer Baby würde dann von diesem abgeholt werden.

        Möglich ist auch eine Bestattung im Friedwald wenn ihr einen solchen in der Nähe habt. Es gibt dort Sternenkinder-Bäume....

        Ich wünsche euch für die kommende Zeit ganz viel Kraft und Unterstützung!

        Wenn du Fragen hast dann kannst du mir gern schreiben.

        Alles Liebe und Gute für euch!

        Sandra

        Hallo,
        es tut mir sehr leid was ihr durchmachen müsst.

        Meine Tochter ist nicht tot geboren, sondern erst mehrere Wochen nach ihrer Geburt gestorben , daher weiß ich nicht sicher, wie es in eurem Fall abläuft.
        Bei uns war es so, dass wir ganz viel Zeit bekommen haben, Abschied zu nehmen, nach ihrem Tod.
        Der Bestatter hat sie dann am nächsten Tag aus dem Krankenhaus abgeholt, in die Leichenhalle unseres Wunschfriedhofs.
        Die Beerdigung haben wir gemeinsam mit dem Bestatter und dem Pfarrer geplant, Ronja wurde im Familiengrab bei ihren Urgroßeltern beerdigt.

        Was ich zu dem Zeitpunkt leider nicht wusste, es gibt Sternenkindfotografen, die ehrenamtlich tot geborene oder in der Klinik verstorbene Babys fotografieren. Das gibt euch die Möglichkeit unwiederbringliche Erinnerungen zu schaffen.

        Wie gesagt, unsere Geschichte ist eine andere als eure, ich glaube aber, dass das „danach“ ähnlich ist.

        Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit!

        Lg, mokli

      • Hallo,

        Es tut mir sehr leid. Eine solche Entscheidung treffen zu müssen, ist sehr schwer.

        Wendet Euch an die Klinikseelsorge.
        Es gibt Sternenkindfotografen, die sehr schnell kommen können. Bitte googeln und auf den roten Button klicken und das Formular ausfüllen.
        Bestattungspflicht ist dann, wenn das Kind noch lebt oder die Nabelschnur noch pulsiert oder mehr als 500g wiegt. Sollte es weniger als 500g wiegen, so könnt ihr es beerdigen lassen. Hierzu bitte auch die Klinikseelsorge fragen.
        Vielleicht gibt es bei Dir auch eine Sterbeamme, die Dich begleiten kann.
        Du darfst mit Sicherheit Dein Kind im Arm halten. Vielleicht findest Du jd. der Kleidung für Frühchen nähen kann.
        Mutterschutz hängt leider auch vom Gewicht ab. Unter 500g gibt es keinen, glaube ich.
        Ich hatte 2 Totgeburten, Kinder wogen ein vielfaches mehr als 500g.
        Einen Namen sollte das Kind auch bekommen und kann bzw. muss bei einer Totgeburt beim Standesamt gemeldet werden.
        Wie lange Du im Krankenhaus bleiben musst, hängt davon ab, wie lange die Geburt dauert und wie fit Du bist.
        Viel Kraft!

        Hallo,

        als Mutter verstorbener Frühchenzwillinge möchte ich den anderen Beiträgen noch hinzufügen, dass ihr von eurem Sohn Fotos machen solltet.
        Es hört sich erstmal Strange an, aber diese Erinnerung kann euch keiner nehmen.

        Ihr müsst sie ja nicht entwickeln lassen, aber allein das Wissen darum ist ein Schatz.

        Ich wünsche euch alles Liebe und Menschen an eurer Seite, die euch beistehen.

        LG Maxi

        • (7) 18.12.17 - 10:04

          Hallo!

          Dem kann ich mich nur anschließen. Die Krankenschwestern habe sehr viele Fotos unser verstorbenen Tochter gemacht. Am Anfang dachte ich die spinnen doch. Aber danach war und ist es eine wunderschöne Erinnerung an unsere Maus.

          LG Gabi

      Hallo,

      es tut mir sehr leid, was euch gerade passiert.

      Es mag hart klingen - aber diese Zusage zur Spritze ist in meinen Augen ein Liebesbeweis an das Kind.

      Und auch ich möchte euch die Sternenkindfotografen ans Herz legen.

      Ich wünsche euch ganz viel Kraft.

      Lg

      • Danke schön,
        Er würde am 14.12. Bereits still geboren. Der Aufenthalt und die Geburt waren alles andere als schön.. leider.
        Im Moment bereue ich die Entscheidung und zweifle wieder an der Diagnose... bzw Diagnosen. Er sah so normal aus...

        Naja wir haben wirklich alles sehr schön vorbereitet. Ein fotograph war da und auch die Seelsorge hat uns toll zur Seite gestanden.

        Ich habe die Geburt als sehr schrecklich empfunden weil ich mir gedacht habe solang er in mir ist, darf ihn mir keiner nehmen.. Ich habe die Wehen so sehr unterdrückt.. und das schlimmste die Krankenschwestern und Hebammen hätten null Verständnis und kein bisschen Einfühlungsvermögen...
        LG marina

    (10) 30.01.18 - 12:21

    Ich kann dir deine Fragen nicht beantworten. Möchte dir nur sagen, dass ich genauso entscheiden würde.

    • danke schön, es ist nun 7 Wochen her wo wir die Entscheidung geltend gemacht haben und zwei Tage darauf sprich am Donnerstag 7wochen her wo wir den kleinen still geboren haben. der Aufenthalt und der Schritt war alles andere als schön. selbst die Geburt an sich wurde runtergespielt und ich hätte es mir schöner vorgestellt. aber das "kennenlernen" und persönliche verabschieden war Wunder schön und traurig zu gleich. es war sehr sentimental da auch sein Papa bei allem dabei war und er erst nach der Geburt vollends realisiert hat was nun ist. dennoch haben wir es zu einem schönen Schicksal gemacht. die seelensorge hat sich Zeit genommen und unseren kleinen Miran gesegnet. dann kam ein fotograph von deinsternenkind und hat uns schöne Fotos gemacht die am selben Tag noch uns zu Verfügung standen. ich hatte mir zuvor ein Set von sternenwutz zu kommen lassen das war leider zu groß doch er hat eine schöne einschlagdecke vom kh bekommen und dieses Andenken haben wir mit genommen. er hat das Andenken von unserem Set bekommen und seine samdmannspieluhr die ich immer an meinem Bauch gehalten habe. im kh selbst haben wir so viele Andenken wie möglich erbeten (ein letztes Ultraschall Bild, armbändchen, eine wilkommenskarte mit einem ersten Foto und abdrücken von hand und fuß) er war wirklich hübsch und man konnte ihm seine Krankheit nicht ansehen.. gerade das Schmerzte umso mehr. im vorher ab hab ich mich um die Überführung in unsere Stadt die 80 km entfernt liegt gekümmert. nun würde er vor zwei Wochen hier in die pathelogie gebracht und wir warten auf den Termin der sammelbestattung für sternenkinder. für uns der richtige Weg. diese möchten wir jetzt ebenfalls so schön wie möglich gestalten. und sind auf der Suche nach ideen und inspirationen.
      mittlerweile kann ich besser mit umgehen und der Alltag hat uns wieder fest in der Hand.. die Welt dreht sich nunmal leider weiter..

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