Meine zwei Fellnasen 😭

    • (1) 07.02.18 - 12:08

      Gestern musste ich einen sehr schweren Weg gehen und musste meine zwei geliebten Chinchilla gehen lassen.

      Sie hatten beide starke Zahnprobleme (genetisch bedingt) was nun immer schlimmer wurde und nachdem sie die letzten Tage auch nichts mehr fraßen/nicht mehr konnten obwohl sie wollten (was mir das Herz brach) und ich sie dadurch mit FlĂŒssignahrung zufĂŒttern musste, was auch nicht wirklich klappte und sie dadurch auch immer mehr Gewicht verloren, habe ich sie gestern erlöst.

      Es tut einfach nur weh.. sie waren meine zwei Lieblinge die ich seit 10 Jahren hatte.
      Ich tat natĂŒrlich alles, dass sie ein schönes Leben haben.
      Wir bauten damals einen riesen Kleiderschrank in ein zuhause fĂŒr sie um.
      Und ganz oft bekam ich zuhören "bei dir wÀre ich auch gern Chinchilla".

      Ich fĂŒhlte mich gestern aber einfach nur schuldig und schrecklich, ihnen das Leben zu nehmen auch wenn mir natĂŒrlich jeder sagt, es war besser so.
      NatĂŒrlich, aber wer will schon sein geliebtes Tier gehen lassen.

      Ich vermisse sie so sehr 😭

      In 5 Wochen werden wir zum ersten mal Eltern von einem kleinen Buben, worĂŒber ich natĂŒrlich ĂŒberglĂŒcklich bin und mich freue, aber die Trauer stellt sich momentan in den Vordergrund.

      Wir haben noch eine kleine Mieze zuhause, mit der ich heute ganz viel schmuse (sie liegt stÀndig bei mir).

      Ich wollte einfach mal meine Trauer von der Seele schreiben 😞

      Liebe GrĂŒĂŸe Steffi

      • Das tut mir sehr leid :(

        als Tierbesitzer hat man diese furchtbare Verantwortung, auch, wenn es einem das Herz bricht. Denk dran, dass du ihnen zusÀtzliches Leiden erspart hast - da hast du aber recht, als ich meinen Hund einschlÀfern lassen musste, wollte ich das auch nicht mehr hören, aber was kann man sonst schon sagen? - mehr kann man ja leider kaum tun, als sie bis zur letzten Sekunde begleiten und sie immer lieben.

        Ich wĂŒrde jetzt gerne sowas schreiben wie "ich hoffe, es geht dir bald besser", aaaaaber zumindest mir ging es so, dass ich das gar nicht gewollt hĂ€tte, weil ich mich dann meinem Hund gegenĂŒber mies gefĂŒhlt hĂ€tte. Also lass dir Zeit zum Trauern, und lass dir bloß nichts von Leuten erzĂ€hlen, die sagen "es waren ja nur Tiere, komm mal wieder klar" (solche Leute finde ich ganz schrecklich :-[ )

        Ich wĂŒnsche dir ganz viel Kraft!
        Liebe GrĂŒĂŸe

        Hallo Steffi,
        ein geliebtes Tier zu verlieren ist sehr schmerzhaft und man weiß ersteinmal nicht wie es weitergehen soll.
        Mein Pferd ist vor 8 Wochen ganz plötzlich tödlich verunglĂŒckt, er war noch jung und war in der Form seines Lebens. Ich habe jeden Tag mit ihm verbracht und es tut immer noch weh , dass er jetzt nicht mehr da ist (und das wird es noch fĂŒr eine ganz lange Zeit). Mir hat es geholfen zu wissen, dass er nicht viel leiden musste, das war der einzige Trost.
        Und genau das hast du deinen Tieren auch ermöglicht. Du hĂ€ttest sie auch noch behalten können, damit du diese Entscheidung nicht treffen musst. Das wĂ€re aber nur egoistisch gewesen und sie hĂ€tten sich quĂ€len mĂŒssen. So hast du ihnen ein wunderschönes Leben geboten und hast den Schlussstrich rechtzeitig gezogen, bevor sie stark leiden mussten.
        Genau das ist fĂŒr ,mich die Verantwortung, die ein Tierbesitzer hat und der sich jeder stellen muss. Du hast alles richtig gemacht, du brauchst absolut kein schlechtes Gewissen zu haben.
        Auch wenn es schwerfĂ€llt, versuche nicht zu viel zu trauern. Denk an die schöne Zeit zurĂŒck und mach dir bewusst, dass du das einzig richtige fĂŒr deine Tiere getan hast. Sie werden es dir danken.
        Lg

        Ich kann dir nachfĂŒhlen.
        Ich habe mich auch mies gefĂŒhlt als ich unseren Kater erlösen lassen musste, als ich entscheiden musste "Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen".
        Was mir geholfen hat, das ganze von einem anderen Blickpunkt aus zu sehen. Ich habe ja nicht entschieden das er sterben muss. Das war unausweichlich denn er war lange Nierenkrank, wir haben ihm jahrelang Medikamente gegeben etc. Aber irgendwann waren die Nieren dann zu geschÀdigt. HÀtte ich nicht gesagt "Hier ist schluss" hÀtte er zwar noch ein paar Tage gelebt, vielleicht auch eine Woche. Aber zu welchem Preis? Er hÀtte sich gequÀlt, hÀtte immer schlechter Luft bekommen weil sich bei Nierenversagen Wasser ansammelt, wÀre innerlich vergiftet weil Harnstoff etc. nicht mehr ausgeschieden worden wÀren. Ich habe also nur entschieden das er gehen darf ohne sich noch Tagelang zu quÀlen.
        Und genau so ist es bei dir. Du hast nicht entschieden das sie sterben mĂŒssen. Das war der Gendefekt der ihnen die Zahnprobleme gemacht hat. Du hast vieles getan um ihnen so lange wie möglich ein tolles Leben zu bieten. Und wenn selbst FlĂŒssignahrung mit Spritze eben nicht mehr geht hast du nur die Entscheidung getroffen sie nicht qualvoll verhungern zu lassen sondern ihnen das zu ersparen. Denn das wĂ€re die Alternative zu deiner Entscheidung gewesen

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