Tod am Bahnsteig und das Niederlegen von Blumen

    • (1) 09.02.18 - 08:38

      Bei unserem Bahnhof wurde gestern eine Frau von einem Zug erfasst und getötet. Ich steige täglich in den Zug. Aufgrund diverser Vorgeschichten nehmen mich tödliche Unfälle immer sehr mit. Wäre es angebracht Kerze und Blumen nieder zu legen? Heute Morgen war nichts der gleichen zu sehen. Ich denke kaum einer weiß schon von dem Unglück. Es passierte spät abends.

      • Es kann sein, dass das Bahnpersonal angehalten ist, solche Sachen sofort zu entfernen. Die Bahn will keine Gedenkstätten. Weiß ich von einem gut bekannten Bahnmitarbeiter, weil an unserer Zugstrecke sich regelmäßig Leute vor den Zug werfen. (Über die Weihnachtsfeiertage auf einer Strecke von ca 25 km drei Menschen)Sollte hier was niedergelegt werden, muss es entfernt werden. LG Moni

        Hallo,
        auch wenn sich das jetzt vielleicht hart anhört aber bei uns in Berlin passiert sowas ständig (von Unfällen über Suizid bis hin zu geschubst alles dabei). wenn jetzt jeder x beliebige dort überall blumen und zeugs hinlegen würde könnte man kaum noch treten.
        mal davon ab finde ich es fehl am platz.
        beste grüße

        Ich kann in diesen Fällen wirklich verstehen, dass das unerwünscht ist...

        Ich finde es schon auf Straßen grenzwertig. Hier hat es wenigstens noch den "warnenden" Charakter, da die meisten Unfälle dort ja eher "unfreiwillig" sind.

        Andersherum gedacht: Hast du schonmal Blumen an einem Baum gesehen, an dem sich jemand aufgehangen hat? Ich nicht. Und das hat einen guten Grund.

        Und ähnlich sehe ich das bei der Bahn, auch wenn nicht alle Unfälle einen Suizid-Hintergrund hat, so ist es doch sehr häufig. Es ist in meinen Augen also nicht angebracht.

        Mit der Vorstellung, dass jemand den "Todesplatz" eines Menschen "huldigt", habe ich so oder so ein Problem. Ich meine, man legt doch auch keine Blumen in einem Restaurant ab, wenn dort jemand an einem Herzinfarkt gestorben ist, oder?!

        • Den Vergleich mit dem Restaurant halte ich jetzt nicht für angebracht.
          Die Bahn ist ein "Verkehrsweg", ähnlich wie Straßen, an denen auch Gedenkstätten errrichtet werden, Kreuze, Blumen, Inschriften... So was gab es schon immer, dass Menschen sich an Unglücke erinnert haben. Ich kenne Gedenksteine an Unglücke, die sich vor 60 oder 100 Jahren ereignet haben, wo jemand tödlich abstürzte, mit der Kutsche verunglückte etc.

          Aber die Bahn hat natürlich Hausrecht und wird so was nicht wollen.

          • Die Tatsache, dass es an "Verkehrswegen" üblich ist, macht es nicht "besser"...

            Das schrieb ich aber. Ich finde es immer grenzwertig! So steht bei uns zum Beispiel seit über 2 Jahren ein weißes Fahrrad an einer Kreuzung, an der eine volljährige Schülerin von einem abbiegenden Laster überrollt wurde. Den warnenden Charakter finde ich gut. Nicht gut finde ich, dass die "Gedenkstätte" immer mehr verkommt, man quasi sieht, wie das Mädchen nach und nach in Vergessenheit gerät. Außerdem ist der warnende Charakter endlich... Es gehen nun 250 Kinder von 1000 auf diese Schule an der Kreuzung, die dieses Mädchen gar nicht kannten.

            In unserer Innenstadt (Hauptstadt eines Bundeslandes) steht dagegen ein Mahnmal, welches die Anzahl der verkehrstoten Kinder seit 1995 (glaube ich) anmahnt, an einer Kreuzung, an der ich selbst mit 12 in einen Radunfall verwickelt war...

            Und wer legt denn fest, dass an den Verkehrstoten auf der Kreuzung dort auch gedacht werden darf, an den Herzinfarkt-Toten im Restaurant aber nicht? #kratz

      Vermutlich habt ihr recht. Ich habe es sein lassen.

      Hallo Kiki-2000,
      Das klingt ja schrecklich!
      Bei uns ist im Januar 2015 ein 11jähriger Junge unter die Straßenbahn geraten und noch am Unfallort gestorben. Seitdem haben wir bei uns Aufkleber an den Bahnen,die anzeigen,dass man nicjt über die Kupplung steigen soll..
      Viele Menschen haben Blumen und Fotos am Unfallort hinterlegt, es gab Traueranzeigen in der Zeitung etc. Die Sachen waren nach 1 halben jahr weg, aber ich denke es hat Freunden und Verwandten beim Trauern geholfen,einen Ort zu haben,an dem sie Sachen,die an ihn und sein Andenken erinnern. Wenn es sich für dich ricjtig anfühlt,dann mach es! Es wird dich bestimmt niemand schräg angucken und vllt folgt ja jmd deinem Beispiel!
      LG Wurst23

      kann auch sein das die meisten davon wissen, aber es als unangebracht sehen weil sie diese Person nicht kannten. ich zum beispiel legte spielzeuge nieder in den ein Mädchen von ihrem eigenen vater getötet wurde, und später hörte ich das dieses Mädchen auch oft bei uns war konnte mich aber nicht erinnern da ich noch bissichen Jünger war.

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