Nach der Beerdigung

    • (1) 10.03.18 - 19:43

      Hallo meine Lieben,
      kurz zu mir und meiner Familie: ich bin 22 Jahre alt und lebe mit meinem Partner und unserer 2 1/2 Jährigen Tochter zusammen. Im August letztens Jahres erfuhren wir von unserer schwangerschaft und dem verbundenen wunschkind. Alles schien so perfekt.. Doch dann nach vielen negativen Nachrichten erfolgte am 14.12.2017 die Stille Geburt in der 24+2 ssw. Diese war in einer anderen Stadt und daher fand erst eine Überführung in unsere Stadt und dann Wartung bis zur nächsten sammelbestattung statt (Was für uns alles so der beste Weg war und ist). Am Dienstag dem 6.3. War dann endlich die lang "erwartete" Beerdigung, um auch endlich richtig trauern zu können. Es war und ist so schmerzhaft.. Ich merke von Tag zu Tag dass die schlimmeren Tage wieder kommen, meine Tochter war an dem Tag bei einer Freundin und durfte am Abend dann einen Ballon in den Himmel steigen lassen den wir zuvor gemeinsam gestaltet haben. Sie versteht es sicher noch nicht, aber wir sagen ihr dass ihr Bruder nun im Himmel bei uroma ist..
      Immer wieder im Alltag sind da Momente wo ich denke ich brech zusammen.. Ich weiss nicht weiter wenn meine Tochter das Wort Bruder kommt oder ähnliches brech ich in Tränen aus.. Ich muss doch stark sein, oder ? Ich muss ihr doch zeigen dass ich stark bin..
      Ich fürchte mich vor Montag wenn mein Partner wieder arbeiten geht und ich den Alltag allein bewältigen muss...
      Es ist alles so unvorstellbar das es wieder besser wird... gibt es nicht Tipps und Tricks...
      Ich war auch schon in einigen Therapie stunden allein und gemeinsam aber dannach fühlte ich mich immer noch schlechter :(

      Mein herzlichstes beileid.

      Leider kann ich dir nicht wirklich tipps geben. Ich denke, da musst du/müsst ihr irgendwie einen weg finden, wie ihr mit der trauer umgehen könnt. Vielleicht wird es dir helfen, aufs grab gehen zu können?

      Was ich dir aber sicher sagen kann: du musst nicht immer stark sein! Auch wenn du deine kleine Tochter hast, darfst du um deinen Sohn trauern und auch weinen.
      Ich habe vor zwei jahren meine Mama verloren und ich habe auch Kinder. Sie haben da auch mitbekommen, dass ich traurig war und bekommen es heute natürlich immer noch mit. Ich erkläre ihnen dann, was mich so nachdenklich macht. Jeder Mensch darf mal traurig sein, weinen und schlecht drauf sein.
      Deine Tochter wird dich da aber auch immer wieder aufmuntern. Ob du möchtest oder nicht, sie wird dir täglich ein lächeln über deine wangen bescheren. Mir ging das immer so. Mir war überhaupt nicht zum lachen zumute, trotzdem huschte mir oft ein lächeln übers gesicht. Und das tat auch irgendwie gut.
      Ich wünsche dir/euch alles gute und dass die zeit ein bisschen heilen wird.

      Ps: warst du schon im "frühen ende" forum? Da haben dir vielleicht paar leute hilfreiche tipps.

    • Hallo liebes, leider kann ich deine Trauer nur zu gut nachempfinden. Vor fast genau 1 Jahr haben wir unseren Maxi in der 23 ssw still zur welt gebracht. Es war eine sehr schwere Zeit für uns. Auch ich habe eine Therapie in Anspruch genommen die mir nicht wirklich geholfen hatte. Danach war ich immer noch fertiger als vorher. Das einzige was mir half war meine damals 2 jährige Tochter. Die mir wieder ein lächeln zauberte und für die ich aufstand. Wäre sie nicht gewesen wäre ich aus diesem Loch nicht mehr raus gekommen. Wir sind dann letztes jahr 2 mal in den urlaub gefahren was uns auch sehr gut getan hat. Fahrt ein paar tage weg im Sommer. Und genießt die zeit mit eurer Tochter so intensiv wie ihr nur könnt. Mir half und hilft es auch noch über unseren Maxi zu reden. Ich möchte nicht das er vergessen wird. Er bleibt immer unser zweites Kind und der Bruder unserer heute 3 Jahre Sofia. Letztes jahr im Oktober haben wir uns dann das ja Wort gegeben und danach wollten wir es nochmal versuchen. Ich wurde auch direkt wieder schwabger und bin momentan in der 29 ssw. Es wird dieses mal ein Mädchen. Eine Luisa. Wir freuen uns riesig, dennoch war die angst der stätige Begleiter in der schwangerschaft. Die zeit hat uns sehr geholfen damit umzugehen. Doch es gibt immer noch tage wo ich einfach nur traurig bin. Ans grab schaffe ich es nicht immer zu gehen. Doch das ist für mich ok. Ich denke jeden tag an ihn. Ich wünsche dir ganz viel kraft. Ihr schafft das. Du kannst mir auch gerne privat schreiben. Lg mit sofia an der Hand, #stern Maxi tief im #herzlich und Babygirl Luisa 29 ssw inside

Top Diskussionen anzeigen