3ter Junge.....

    • (1) 22.03.18 - 11:12

      Hallo ihr lieben,

      Ich bin zZt zum 8 ten mal schwanger. Habe 2 Jungs, und meine SS waren immer sehr schwierig und hatte auch schon Kinder verloren.
      ....habe mir ein letztes mal das Mädchen so sehr gewünscht..... bin überhaupt keine Jungsmama...

      Leider läuft das leben nicht wie man sich wünscht.... es ist ein gesunder Junge, ich bin tot unglücklich, akzeptiere die Tatsache gar nicht, dass ich schwanger bin.... es ist ein Alptraum was ich jetzt innerlich durchmache.....
      Ich bitte nicht um die Beurteilung.... ich bin einfach am Ende...bin nur am Weinen
      Was soll ich tun... das ist definitiv meine letzte Schwangerschaft.

      Vielen Dank euch, sorry fürs Chaos:-[

      • Hey,

        warum glaubst du keine Jungs Mama zu sein ?
        Wie alt sind deine Jungs ?

        Was wäre bei einem Mädchen anders ?


        LG
        Tanja

        Trauern ist die Art, wie man Verluste verarbeitet - bei dir ist es der Verlust jemals eine Tochter zu haben. Das ist ein verständlicher Grund, weil du dir so sehr eine Tochter gewünscht hast. Die Trauer richtet sich aber nicht gegen deinen Sohn, und deshalb musst du dich auch nciht schuldig fühlen. Wie gut, dass du RECHTZEITIG trauern kannst und nicht erst nach der Geburt, wenn dein Sohn in die Trauer mit verwickelt werden würde!
        Bis dahin hast du dich an den Gedanken gewöhnt, dass es anders gekommen ist als ursprünglich erhofft, und wenn du ausreichend getrauert hast, wirst du dich auf deinen dritten Sohn freuen können. Ganz sicher!

        Ich würde allerdings nicht mit anderen groß darüber sprechen, außer vielleicht mit deinem Mann. Denn bis er geboren wird, wirst du anders empfinden als jetzt.

        Ich hatte meine zweite Schwangerschafte nicht gewollt, fühlte mich vollkommen überfordert und hatte in den ersten Wochen sogar gehofft, dass ich das Kind verliere. Irgendwann war es dann ok für mich. Und dann war es die schönste, sanfteste Entbindung, die ich überhaupt erlebt habe, und gerade dieses Kind wurde zu meinem absoluten Herzekind, weil er so ein feinfühliger, friedfertiger, offener Mensch ist. Nachträglich war ich sehr froh, dass ich niemanden in meine Zweifel eigeweiht hatte. Es hat sich alles gefügt. Und ich bin einfach nur uneingeschränkt glücklich, dass es damals anders gekommen ist, als ich gehofft hatte!
        Ich finde es ein Glück, dass du den Verlust des "Mädchen-Mama-seins" jetzt verarbeiten kannst und dann wenn es auf die Geburt zuläuft, offen sein kannst für dein Baby. (Aus dem Grund hätte ich z.B. auch vorab wissen wollen, ob ich ein Down-Kind erwarte, einfach um genung Zeit zu haben mich darauf einstellen zu können, denn manche Lebensplanänderungen brauchen Zeit für die Bewältigung.)

        Trauere. Aber vertraue auch darauf: du wirst durch die Trauer gehen, und danach bist du gestärkt und offen für das Neue.
        LG d.

      Tja, was soll ich sagen...ein paar Tränchen habe ich beim 3. Jungen auch geweint, allerdings nicht, weil ich keine "Jungsmama" bin (was auch immer das heißen soll), sondern weil ich um meine "Tochter" getrauert habe, die ich halt nicht haben kann.
      Aber du steigerst dich da grade total rein und was für einen Rat willst du denn hören? Zieh dem Jungen rosa Kleidchen an und tu einfach so, als sei er ein Mädchen?
      Beruhige dich, freu dich auf dein Baby, kauf schön ein (ich habe damals wahnsinnig süße Jungssachen gekauft) und genieße deine letzte Schwangerschaft.

    • Ich finde das echt hart, es gibt Frauen die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind..oder ein gesundes Kind.. !!!War dir nicht bewusst das es zu 50 % ein Junge wird????
      Es tut mir leid aber ich habe null Verständnis für dich. Für mich ist das ein absolutes Luxusproblem mehr nicht.
      Ich würde dir schleunigst raten ein Psychologen aufzusuchen. Denn es ist für ein Kind sehr sehr schlimm und traumatisch wenn es nicht geliebt wird, und das Kind wird es spüren.
      Warum hast du dich nicht für eine Adoption entschieden? Dann hättest du zu 100% ein Mädchen bekommen.

      Ps So jetzt könnt ihr mit Steinen nach mir werfen, aber bei sowas kann ich nicht nett sein.

      • (8) 23.03.18 - 08:44

        Es gibt immer andere Personen, du sich etwas anderes wünschen.

        Sie hat sich eben ein Mädchen gewünscht, auch ich habe mir immer ein Mädchen gewünscht........nach meiner Trauerzeit um ein Mädchen, freute ich mich noch in der Schwangerschaft auf meinen 2 Jungen.
        Ich brauchte nie ein Psychologen und meine Jungs werden sehr geliebt.

        Warum hat sie sich nicht für eine Adoption entschieden? Mh, ganz einfach, sie kann Kinder bekommen. Und stell dir vor, wenn jetzt noch die Familien Babys adoptieren wollen, dann haben die die keine Kinder bekommen können, noch kleinere Chancen.

        Spricht aus dir eher der Neid, das du jetzt so lieblos daher schreibst?

        • (9) 23.03.18 - 11:36

          Nein , nicht der Neid, ich hab selbst 2 Kinder.
          Es geht hier nicht um einen Gegenstand, sondern um ein Kind. Und so wie die Te schreibt, hört es sich für mich nicht danach an das sie ohne Hilfe klar kommen wird. Man kann sich nunmal besser jetzt Hilfe holen als später. Fakt ist auch das es nun mal nur eine 50% Chance ist.
          Ich hätte auch gern ein 2 Jungen gehabt ( aus medizinischen Gründen) .
          Ich hab weder getrauert noch sonst was .....Es ist und bleibt ein Kind und solange es gesund ist sollte man mehr als dankbar dafür sein egal ob Mädchen oder Junge.
          Ist halt meine Meinung

          • (10) 23.03.18 - 14:23

            Und ich zucke immer bei der unsäglichen Floskel zusammen "Haupsache gesund". Und wenn nicht? Dann wird man sein Kind ebenso lieben oder sogar noch mehr, weil es besonderer Unterstützung bedarf. "Hauptsache geliebt", das trifft es ja wohl eher.

            Wenn jemand bei Trauer und Trost schreibt und man kann die Trauer selbst nicht nachvollziehen, dann sollte man es gut sein lassen, und einfach nicht antworten, finde ich.
            Gerade wenn man verzweifelt ist, braucht man keine Anfeindungen. (Sonst auch nicht, aber dann ganz besonders nicht.)

            • (11) 23.03.18 - 14:28

              #pro

              (12) 23.03.18 - 17:39

              Man trauert weil man jemanden verloren hat oder jemand verlieren wird, wenn man in einer scheiss Lebenssituation steckt, aber garantiert nicht wenn man ein Kind unterm Herzen trägt das das falsche Geschlecht hat.
              Ich Klink mich hier raus, werde wohl nicht verstehen wieso man so wenig Respekt vom Leben haben kann!!!!!

              • (13) 25.03.18 - 13:52

                Das sind mir immer die Liebsten - lauthals vom "Respekt vom Leben" keifen und dabei anderen Menschen (= LEBEN) in psychischer Not absolut fies eine nach der anderen vor den Latz knallen. Ekelhaft.

      (14) 23.03.18 - 09:33

      Meine Meinung!

(15) 23.03.18 - 08:38

Hallo,

Auch ich kann dich verstehen, ich wollte auch gern ein Mädchen und habe keines.
Als ich es erfahren habe, war ich auch lange Zeit traurig und bin im Kopf durchgegangen was ich nie haben werde. Einfach ein Kleines Ich. Ab und an bin ich immer noch traurig, aber es ist halt so und ich liebe meine Jungs. Ich würde sie auch nie eintauschen und dennoch fehlt mir mein Kleines Ich.
Eine Mutter Tochter Bindung wird immer etwas anderes sein, als eine Mutter Sohn Bindung.

Trauere ruhig und lass dir von anderen Frauen nicht erzählen, das du das nicht darfst oder gar ein luxusproblem hast. Die haben eben andere Probleme und heulen wegen diesen.

Lg

  • (16) 24.03.18 - 18:49

    Ein kleines Ich?
    <<<nd dennoch fehlt mir mein Kleines Ich<<<<

    Klingt irgendwie schräg.


    DU KANNST MICH NICHT ENTTÄUSCHEN !
    „Nichts, was aus dir wird, kann mich enttäuschen; ich habe keine
    vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
    Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
    mich nicht enttäuschen.“

    Mary Haskell



    Aus dem Baby Tagebuch meines ersten Kindes.

Also in meiner Linie mütterlicherseits waren die Mutter/Tochter Beziehungen über Generationen total kompliziert und gestört, während die Mutter/Sohn Beziehungen sehr harmonisch waren. Inklusive meiner eigenen, zu der ich keinen Kontakt mehr habe, während mein Bruder sehr gut mit meiner Mutter auskommt.

Ich kann mich nicht tiefer in dich reinversetzen, weil ich deine Gefühle nicht nachempfinden kann.

Aber vielleicht mal als Denkanstoß:

Meine Schwester hat 3 Kinder geboren.

Das Erste: ein Sohn
Das Zweite: eine Tochter
Das Dritte: wieder eine Tochter.

Die zweite Tochter ist verstorben. Was war die Freude groß, als dann nochmals ein Mädchen auf die Welt kam.

Als der Junge 14 war, hat er sich als schwul geoutet. Wir wußten es schon immer. Alles andere wäre eine Überraschung gewesen. Er ist sehr weiblich. Hatte stets nur weibliche Freundinnen. Ist total feminin und hat, außer der Optik, im Grunde nichts von einem "klassischen" Jungen. Er wird natürlich geliebt, genauso wie er ist. Er ist toll.

Das zweite Mädel hingegen, ist sehr wenig Mädel und viel mehr Raubauke. Röcke und Kleider? Wollte sie nie. Rosa und pink? Niemals. Sie spielt Schlagzeug und Basketball.

Es ist in letzter Zeit ein wenig besser geworden, Langsam wächst das Interesse an Jungs und sie merkt, dass sie ein Mädchen ist.

Aber bei diesen Geschwistern gab es die klassische Rollenverteilung nie.

Ein Mädchen ist keine Garantien auf pink und Zöpfe und Prinzessinenkinderzimmer und ein Junge ist keine Garantie auf Fußballschuhe und cooles Jungszeug.

Was du tun solltest? - Erwachsen werden und begreifen, dass dieses Kind eine Leihgabe an dich ist, und zwar als Junge. Kein Besitz, sondern eine Leihgabe. Du darfst diesen Jungen großziehen und ihn dann wieder abgeben. Wenn du ihm eine gute Kindheit gegeben hast, dann gibt es eines Tages die Chance, dass er ein Mädchen, eine Schwiegertochter ins Haus bringt.

Du bist kein Mädchen mehr, dass weint, weil es unter dem Weihnachtsbaum das falsche Geschenk bekommen hat.

Wenn du dein Kind nicht als Jungen annimmst, dann wirst du seine Seele verbiegen. Der Junge wird sich dann auch nur schwer als Jungen annehmen können.

Denke die richtigen Gedanken, und die richtigen Gefühle werden folgen.

  • Da schreibst du etwas sehr Wahres. Meine Mutter wollte immer einen Sohn und war mehr als enttäuscht, dass ich ein Mädchen wurde (Details lasse ich hier weg). Ich kann nur sagen, es hat mich in meiner Identitätsfindung sehr stark belastet. Bis heute habe ich mit einigen Nachwirkungen meine Probleme, obwohl ich viel daran gearbeitet habe.:-(
    Sie weiß bis heute nicht, was sie angerichtet hat und kann zwischen bestimmten Dingen in der Vergangenheit übehaupt keine Zusammenhänge erkennen. Sie erzählt auch frei heraus, was sie damals dachte und kommt überhaupt nicht auf die Idee, dass das schlimm für mich ist/ war. heute ist sie froh, dass ich eine Tochter bin (warum auch immer, ich begreife es einfach nicht), aber das macht die ergangenheit nicht wett.
    Das wünsche ich wirklich niemandem.

Als der Arzt mir nach zwei Mädchen sagte, dass ich einen Jungen bekomme, war ich geschockt. Ich dachte, einen Jungen kann ich nicht wirklich lieb haben und er ist bestimmt nicht so schön wie ein Mädchen.
Heute sagen ich: ein Baby ist ein Baby und ich liebe den kleinen Mann über alles. Er ist anders als ein Mädchen. Aber nicht weniger toll. Im Gegenteil.
Du bist seine Mama und er liebt dich und er braucht dich!

Meine Mutter sagt von sich selbst sie ist eine Mädchenmama.
Zum Glück hat sie keinen Jungen bekommen, sondern zwei Mädchen.

Als ich ihr dann erzählte, dass ich zum 2. Mal schwanger bin und es diesmal ein Junge wird sagte sie:
Scheisse! Mädchen wäre besser

Das tat so weh! Ein Baby ist ein Baby.

Mittlerweile hat sie ihn lieb, aber nicht so wie meine Tochter. Es ist unterbewusst in ihr drin ...sie bekommt immer mehr Geschenke und das Verhältnis zu meiner Tochter ist herzlicher.

Lass deine Söhne niemals spüren dass du lieber Mädchen gehabt hättest und geh mit diesem Wunsch nie so offen um... das hat zwischen meiner Mutter und mir viel kaputt gemacht, dass sie auf mein 2. Kind so reagiert hat, nur weil es ein Junge ist...

Wir hatten in der Familie eine Totgeburt. Freunde von uns haben ein körperlich beeinträchtigtes Kind.
Das Kind von Bekannten kam mit einem schweren Herzfehler auf die Welt und musste operiert werden. Das Kind einer anderen Bekannten hat einen schweren Gendefekt mit Missbildung der Schädelplatten.

Du solltest dich schämen, dass du hier das falsche Geschlecht deines Kindes als eine Tragödie darstellst. Da krieg ich echt so einen Hals. Man kann sich ein Geschlecht wünschen, aber man sollte sich doch bewusst sein, dass es immer eine 50:50 Chance ist. Wenn du so derart gegen einen 3. Jungen bist hättest du kein Kind mehr bekommen dürfen. Sei dankbar über gesunde Kinder und lies dir bitte deinen Text nochmal durch. Unmöglich. Echt.

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