Meine Mutter --> nach Tod des Vaters - Teil 2

    • (1) 16.04.18 - 15:52

      Hallo Ihr!

      Ich muss nochmal schreiben, weil das Thema oben immer absurder wird und ich mich echt so langsam frage.

      Den Ausgangsthread könnt ihr bei Bedarf weiter unten lesen auf dieser Seite... möchte nicht nochmal alles schreiben.

      Mein Vater ist nach langer Krankheit im Januar verstorben, meine Mutter dreht seitdem am Rad. Wie es bereits eine Schreiberin formuliert hat, es war quasi die nie durchgezogene Scheidung meiner Eltern, von Liebe, Ehe und alles was Menschlichkeit so bereithält war nämlich schon lange nichts mehr über. Im Gegenteil sie haben sich bis aufs Blut zur "Sau" gemacht und uns immer schön dran teilhaben lassen.

      Ich habe auch eher ein gespaltenes Verhältnis zu ihr, da sie mich in der Vergangenheit oft zur Schnecke gemacht hat, kein Lob, Anschreien auch in der Öffentlichkeit und vor meinen Kindern, schlechtes Gewissen machen usw.

      Auch frage ich mich manchmal warum ich nicht tieftraurig bin über den Tod meines Vaters. Ja er war sehr krank und es wäre nicht besser geworden, er fehlt schon zumindest so wie er früher mal war aber im Grunde bin ich wenigstens die Streitereien jetzt zwischen meinen Eltern los. Wir waren ja immer froh als sie im Urlaub waren, da hatten wir URLAUB!

      Naja meine Mutter geht jedenfalls seit kurz vor dem Tod von ihm auf Drängen meinerseits zur Psychotherapeutin (ich war früher schon mal bei ihr, weil ich Probleme hatte, da sich meine Mutter einfach nicht abnabeln konnte, bin Einzelkind!), jede Woche einmal. Ich habe das Gefühl, dass es mit ihr immer schlimmer wird, sie hascht nahezu nach Mitleid, zittert hat mittlerweile fast 15 Kilo (in 3 Monaten!) abgenommen, kratzt sich dauerhaft und ist teilnahmslos. Ich würde sie als depressiv bezeichnen. Im Grunde nutzt sie jede Gelegenheit um mitzuteilen, wie schlecht es ihr geht....
      Nun kam sie gestern wieder und meinte sie müsse nochmal mit mir sprechen, kündigt sie ja gern an und dann darf man erstmal ne Woche schmorren um sich so richtig nen Kopf zu machen. Ich habe dann gestern gesagt, sie soll es jetzt sagen oder garnicht und das machte sie dann auch. Die Psychotante hat gesagt ihr würde es guttun, wenn ich mit ihr zum Friedhof gehe und wir da zu Zweit uns drücken.
      Wir wohnen im selben kleinen Vorort und ich würde gern allein mal zum Grab gehen, auch möchte ich da nicht wieder neben ihr stehen und wieder bemitleiden. Ich kann es einfach nicht... warum weiß ich nicht?! Vielleicht weil alles gelogen ist und sie jetzt alles verdreht. Auch mag ich endlich auch mal Ruhe habe und habe einfach keine Kraft mehr. Manchmal würde ich am liebsten unbekannt verziehen ;-).

      Ich habe schon überlegt die Psychologin anzurufen und um einen Termin für mich zu bitten. Ich denke meine Mutter verdreht dort die Tatsachen und stellt mich hin wie der Eisblock, der sich nicht um sie kümmern mag und den Papa garnicht lieb hatte.... .Was meint ihr?

      Wäre wirklich dankbar für ne Meinung eh ich da anrufe...

      DANKE #winke

      • ich finde das traurig und schlimm dieses ganze Theater und gegenseitige in die Schuhe geschiebe. Mal ehrlich, ihr müsst beide akzeptieren das jeder anders damit umgeht. Vielleicht tut euch Abstand mal gut. Hört auf euch zu zerfleischen. Deinem Papa zuliebe.

        Deine Zeilen: Ich würde sie als depressiv bezeichnen. Im Grunde nutzt sie jede Gelegenheit um mitzuteilen, wie schlecht es ihr geht........
        Du erkennst das sie depressiv ist und möchtest sie nicht mehr bemitleiden oder auf sie eingehen????#schock das ist ja grausam.

        Meine Mama ist seit der Diagnose meines Papas auch depressiv. Ich sag dir mal was. Wir alle versuchen sie es gut es geht zu stützen. Unsere ganze Familie steht seitdem Kopf. Ich selber bin auch völlig durch den Wind. Da muss man doch zusammenhalten und jeder der in dem Moment Kraft hat hilft dem anderen.

        Du musstest eine Therapie zur Abnabelung deiner Mutter machen ? Im ernst ? Entweder hat diese Therapie euch sehr weit auseinander gebracht oder es war nie notwendig.

        Vielleicht geht ihr wirklich mal auf Abstand und sammelt euch. Aber du schriebst ja anfangs das es schon immer schwierig war. Und das du die Streitereien der beiden los bist. ich weiss nicht was ich von all dem halten soll. ich finde es einfach traurig. Dir alles gute

        • Hallo!

          Ich hätte gegen etwas Abstand nichts einzuwenden aber sie würde es vermutlich nicht aushalten. Ich habe mich schon zurückgezogen, weil ich das einfach so alles nicht mehr aushalte.

          Auf ihre eventuelle Depression gehe ich ein. Ich sage ihr klar, dass Vater sicher nicht gewollt hätte, dass sie sich Vorwürfe macht usw. usw. aber bemitleiden tue ich sie nicht mehr. Was bringt das denn bitte. Ich habe ihr bei allem geholfen und helfe auch immer noch aber es gibt auch Grenzen und ich kann mich nicht nur mit trüber Laune aussaugen lassen. Außerdem sehe ich das allgemein alles anders. Meine Eltern haben sich jahrelang geärgert. Mein Vater hat mich sogar angerufen gehabt und mir unter Tränen gesagt, sie würde ihn ins Grab bringen. Du weißt nicht, was sie sich alles an den Kopf geknallt haben und mich immer schön mit einbezogen haben. Jahrelang ging das so, da habe ich nun gerade sehr große Probleme mit dem Zusammenhalt.

          Was die Therapie betrifft. Ich habe diese damals wegen einer Angststörung gemacht, hatte Probleme mit dem Autofahren. Und im Zuge dieser Therapie habe ich gemerkt, dass meine Mutter sich einfach nicht abgenabelt hat und mich damit unter Druck setzt. Würde jetzt den Rahmen sprengen alles hier zu erläutern.

          Was meine Mutter nun betrifft, habe ich ihr kurz vorm Tod meines Vaters nahegelegt dahin zu gehen und einen Termin ausgemacht. Sie kam damit nicht zurecht, dass er immer nur rumlag und in ihren Augen eigentlich garnicht so krank war. Er hat es jahrelang versucht sie zur Therapie zu bewegen, auch hätte er ne Partnertherapie gemacht aber sie meinte immer er wäre verrückt und nicht sie.
          Sie ist wirklich speziell... ihre Meinung ist das einzig Wahre, hat man eine andere Meinung ist die Sache quasi gegessen. Sie ist exremer Ausländerhasser obwohl sie keinen Kontakt zu Ausländern hat. Sie hat mir nie gesagt, was ich in ihren Augen gut gemacht habe.Statt dessen nur Vorwürfe... Erst musste der Hund nicht sein, dann hätte ein Kind auch gereicht, mein Mann ist eh der Falsche und in so einer Assifirma wie ich würde sie eh nicht arbeiten (war noch nie da...)... .

          Ich möchte gern nur in Ruhe meinen Vater in Erinnerung behalten. Freue mich über die gemeinsam verbrachte Zeit und die Erinnerungen.
          Ich lass sie ja trauern wie sie mag aber ständig zu erzählen, sie wäre lieber auch tot alles einzufordern und am Ende noch ihre Enkel zu belasten, sorry das kann und will ich nicht.
          Wenn sie ihn wirklich geliebt hätte, könnte ich das alles verstehen aber das war seit Jahren ein Zweckgemeinschaft voller Respektlosigkeit.

          VG

            • Nein zum Glück nicht aber Fußweg max. 15 min. Manchmal denke ich wäre es besser man würde nicht so nah beieinander wohnen. Naja...

              Wie gesagt man kann helfen aber man muss sich auch selbst schützen....

              VG

      Ich habe mir das jetzt nochmal alles durchgelesen. Ihr habt ein völlig zerstörtes Verhältnis zueinander. Weswegen hast du sie zur Therapie gedrängt ? Wie hast du das begründet ? Deine Eltern haben anscheinend keine gute Ehe geführt und dich ebenfalls psychisch sehr belastet. Das hat hier alles nichts mehr mit Trauer und Trost zu tun. Ihr solltet entscheiden ob ihr nochmal eine Bindung aufbauen könnt oder euch lieber trennt. Hier geht es null um die Trauer. Die kommt wahrscheinlich erst dann wenn ihr beide einen Weg zueinander findet

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