Oma verstorben..

    • (1) 05.06.18 - 13:00

      Hallo,

      Am Samstag ist meine Oma verstorben, leider ziemlich plötzlich im Alter von 68 Jahren. Sie hatte Schmerzen am Herz und musste operiert werden, was sie leider jedoch nicht geschafft hat. Das ist mein erster Todesfall in der Familie. Ich hatte mit meiner Oma eine bessere Bindung sag ich mal wie zu meinen Vater.. das trifft mich sehr stark. Gestern wollte ich meinen Vater helfen, bei Vorbereitungen und fuhr zu ihm. Meine Oma wohnt auf einen Berg neben meinen Papa . Das viel mir sehr schwer, konnte aber vor meinen Papa und vor den Bruder meiner Oma sehr stark sein.

      Sie war jung und sie war Bäuerin, war also ziemlich fit. Und kann es schwer glauben. Gestern fiel es mir daheim besonders schwer so das ich geredet hab, wie als sie war da wäre.. Gestern wo ich im Bett gelegen bin hatte ich das Gefühl als würde mich wer am Hals streicheln kurz.. Ich kann gar nicht klar denken.. bin ich verrück oder kann es ein Anzeichen sein? Ich hatte mit sowas noch nie zu tun. Hattet ihr auch mal so erlebnisse?

      Vielleicht hättets ihr Tipps für mich, ich weiß das jeder anders mit Schmerz und Trauer umgeht..

      Ich vermisse sie sehr und der Schmerz ist untragbar ich konnte mich nicht einmal verabschieden.. ich würde ihr am liebsten noch soviel sagen. Hab auch Angst vor den Begräbnis muss ich zugeben.

      Mach mir auch vorwürfe, sie meinte vor 1 ½ Wochen das ich vorbeikommen soll, jedoch hab ich es aus Arbeitsmäßigen Gründen nicht geschafft.. und jetzt kommt mir halt hoch, wenn ich sie noch besucht hätte, hätte ich sie wenigstens noch einmal gesehen.

      Wäre über Tipps dankbar. Ich hoffe ihr sehts mich nicht als verrückt an.

      • In der russischen Tradition gibt es eine Legende, dass die Seelen noch eine Zeit bei ihren Lieben bleiben, bevor sie in die Ewigkeit eingehen. Ich krieg nur die Zeiträume nicht mehr zusammen ....aber wer will wissen, ob es stimmt oder nicht? Ich bin ganz sicher, Deine Oma hat Dich liebgehabt und war Dir nicht böse, ich könnte meiner Enkelin auch nicht ernstlich böse sein. Schreib ihr einen Brief und sag ihr alles, was Du möchtest. Den Brief versteckst Du in einem Blumenstrauß, den Du ihr beim Begräbnis mitgibst. Oder auf einem anderen Weg. Trauer ist schwierig und jeder geht anders damit um. Lass sie zu und rede ruhig mit Deiner Oma. Mein Mann ist schon drei Jahre tot und ich rede auch mit ihm. Warum auch nicht? Er war soviele Jahre Teil meines Lebens. Alles Liebe für Dich. Liebe Grüße von Moni

      Verrückt bist du ganz sicher nicht. Du trauerst, und das ist gut so.

      Vor fast 8 Wochen habe ich meine Oma (sie war meine Mutter, die ich nie hatte) verloren. Der Schmerz ist immer noch so unsagbar groß. Ich weiß das er mich immer begleiten wird, das habe ich mittlerweile akzeptiert. Es braucht Zeit. Du darfst weinen, du darfst auch wütend sein und du darfst weiterhin lachen und glücklich sein!

      Du findest deinen Weg mit der Trauer umzugehen. Ich zb habe eine kleine Gedenkstätte, oft sitze ich davor und rede mit ihr. Erzähle ihr von meinem Tag, wie es ihren Urenkeln geht usw. Manchmal habe ich aber Tage, da kann ich nicht ohne Tränen am Bild vorbei gehen. Und dennoch hat dieses Erlebnis mich zum Teil positiv verändert. Ich schätze mein Leben mehr und bin dankbar über jeden Tag mit meinen liebsten... Meine Oma hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und da bleibt sie, für immer.

      Rede mit deiner Familie. Mit Freunden. Leute die ihr beide kennt. Mir tut es unheimlich gut.

      LG hope

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