Meine Mama ist fĂŒr immer weg...😱

    • (1) 22.06.18 - 17:10

      Gestern mittag kam der Anruf, dass meine Mama eingeschlafen ist 😱. Sie bekam vor einem Jahr die Diagnose Lungenkrebs. Zu dem Zeitpunkt ohne jegliche Metastasen...bekam dann Bestrahlung und Chemo und wurde Ende letzten Jahres mit guter Prognose erfolgreich operiert (keine Tumorzellen mehr nachweisbar). Das Hoch hielt jedoch nur wenige Tage/Wochen. Im Januar bekam sie GefĂŒhlsstörungen im Bein und es wurden Hirnmetastasen entdeckt 😭. Schnell war klar, dass Heilung nun nicht mehr möglich ist. Sie war fortan eigentlich stĂ€ndig in irgendeiner Klinik...
      Ihr Zustand verschlechterte sich - kurz vor Entlassung lag sie nur noch im Bett und schlief viel. Vor ca zwei Monaten organisierten wir eine Verlegung nach hause zu meinem Vater, dort hat sie sich super gemacht - saß viel im Rollstuhl, war wieder den ganzen Tag wach, hat gemalt und mit Fimo gearbeitet 😊. Es war schön zu sehen, dass sie das Zuhause sein so genießen kann.
      Und dann erging es ihr am Mittwoch plötzlich so schlecht, dass der Pflegedienst sie in die Klinik einweisen wollten - sie war schwach, appetitlos und kurzatmig. In die Klinik wollte sie nicht, also kam der Hausarzt und sie bekam ein SauerstoffgerĂ€t. Ich wollte heute oder morgen zu ihr fahren (wohne etwas weiter weg 😱) und eben gestern ist sie, nahezu plötzlich, eingeschlafen. Sie war vom Kopf her bis zuletzt ziemlich fit.

      Ich bin 31 Jahre alt, habe eine zweijĂ€hrige Tochter und einen einmonatigen Sohn. Ich stand meiner Mama immer sehr sehr nah! Es zerbricht mir das Herz, dass ich nicht bei ihr war in den letzten Stunden und dass ich sie nun nie wieder hören oder sehen werde. Sie war noch so jung. Es fĂŒhlt sich alles so ungerecht an.
      Auch weiß ich nicht, wie ich meiner Tochter das alles erklĂ€ren soll...Oma nicht mehr da und Mama weint immer wieder 😕...
      Ich habe auch Angst wie es nun weiter gehen soll.

      • Mein herzliches Beileid. Es wĂ€re viel schlimmer, wenn Du nicht so fĂŒhlen wĂŒrdest, wie Du gerade fĂŒhlst, denn dann wĂ€re es wohl kein gutes VerhĂ€ltnis gewesen. Lass die Trauer zu - wahrscheinlich ist dieses GefĂŒhl noch fremd fĂŒr Dich, Du bist ja noch jung. Sie hat entschieden, einzuschlafen, daran hĂ€tte auch Deine Anwesenheit nichts geĂ€ndert. Ich saß am Todestag meines Mannes so lange an seinem Bett, als ich kurz das Zimmer verließ, ist er gegangen....ist sehr oft so.
        Wenn der erste Schmerz nachlĂ€sst, mach ein Fotoalbum fĂŒr Deine Tochter mit Fotos von der Oma - oder ein Fotobuch. das ist egal. Aber etwas, was man in die Hand nehmen kann, umblĂ€ttern kann und kleine Geschichten dazu erzĂ€hlen. Man kann auch kleine Ereignisse mit reinschreiben, was hat die Oma gesagt, als sie erfuhr, dass sie Oma wird, wann hat sie ihre kleine Enkelin zum ersten Mal auf dem Arm gehabt. Hatte sie einen Kosenamen fĂŒr sie? Es gibt sovieles, wie Du die Erinnerung wachhalten und weitergeben kannst. Weinen kann man erklĂ€ren, dass man traurig ist. Ich wĂŒnsche Dir viel Kraft fĂŒr die nĂ€chste Zeit.
        Liebe GrĂŒĂŸe von Moni

    Mein herzliches Beileid! Tut mir wirklich Leid 😓

    Mein herzliches Beileid, leider weiß ich wie du dich fĂŒhlst. Meine Mutter ist vor 10 Monaten gestorben, wir hatten ebenfalls einen 2,5 JĂ€hrigen und ein Baby.
    Ich habe unserm Grossen gesagt, das Mama viel weint weil Oma jetzt im Himmel ist und auf ihn aufpasst. Am Anfang hat er noch nach Oma gefragt, das hat sich aber inerhalb der ersten 2 Wochen erledigt. Kinder denken da einfach noch anders. Freu dich darĂŒber , das deine Mutter die beiden noch kennengelernt hat. Deine Mutter wird dir immer fehlen, auch nach 10 Monaten Weine ich regelmĂ€ssig , weil mir wieder eine Erinnerung eingefallen ist oder ich sie brauche . Aber es wird weniger.
    Du wirst StÀrke aus deinen Kindern gewinnen um irgendwie damit klar zu kommen. Das Leben ist einfach unfair, aber ich bin sicher das ich irgendwann meine Mama und meinen Papa wieder sehe.
    Irgendwann wirst du auch das Leben wieder geniessen können, aber es dauert. Ich kann jetzt langsam wieder ĂŒber meine Mama reden ohne das ich Weine.
    Ich wĂŒnsche dir ganz viel Kraft fĂŒr die nĂ€chste Zeit. Lass die Trauer zu und sprich mit Familie und Freunden.
    Irgendwann wird die Sonne wieder scheinen.
    Das Leben geht halt einfach weiter. đŸ˜„

    • Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber irgendwann hört es auf Weh zu tun!!!

      • Vielen Dank fĂŒr deine Worte! Emotional kann ich mir derzeit noch nicht vorstellen, dass es besser wird aber rational gehe ich auch davon aus.
        Alles Gute auch dir weiterhin!

        • Es wird auch noch eine Weile dauern bis es ertrĂ€glich wird. Ich tröste mich immer noch damit, das meiner Mama vermutlich eine Menge Leid erspart geblieben ist.
          Sie war immer mein Hafen, aber die Kinder geben mir Kraft.
          Wenn ihr irgendwie die Möglichkeit habt, fahrt nach der " stressigen" Zeit in Urlaub, gönnt euch Ruhe.
          Ich trage im ĂŒbrigen etwas Asche meiner Mutter in einem Amulett um den Hals, das gibt mir auch viel Trost
          Ich wĂŒnsche dir und deiner Familie alles erdenklich gute!!!

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