Behandlung der Exekutive nach Vergewaltigung

    • (1) 20.09.18 - 15:39

      Liebes Forum,

      dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, deshalb hoffe ich, euch nicht mit meiner Geschichte zu nerven. Ich muss jedoch diese Zeilen schreiben, um endlich (wieder) ruhig schlafen zu können.

      Zu meiner Geschichte: Wurde im Jahr 2017 von meinem Exfreund bedroht und vergewaltigt, nachdem ich mit ihm Schluss gemacht habe. Er hat zu diesem Zeitpunkt mir auch noch gedroht, was ich davon haben werde. Eine Woche später passierte mir dieses Unglück... Durch diese Vergewaltigung habe ich eine Geschlechtskrankheit erhalten, da er mich ungeschützt vergewaltigt hat. War danach beim Frauenarzt(dieser hat keine Anzeige erstattet) und er meinte, dass die Geschlechtskrankheit durch diese Vergewaltigung zustande kam. Musste mich auch eine Operation unterziehen und habe deswegen meinen damaligen Job verloren.
      Habe seit Herbst 2017 wieder einen Freund, habe ihm die Geschichte erzählt und er meinte sofort, dass ich Anzeige bei der Polizei machen soll. Gesagt, getan, ich ging zur Polizei, wurde von zwei sehr netten Beamtinnen vernommen. Nach ca 6 Wochen nach meiner Vernehmung haben sie meinen Exfreund vernommen und ich wurde wieder zur Polizei bestellt. Dann der Schock: Mittlerweile bearbeitet ein Mann diesen Fall, der mich seeehr in die Mangel genommen hat. (Meine Mutter war dabei, meine Anwältin war darüber informiert). Der Polizist steht nun auf der Seite meines Exfreundes. Er hat mich als drogensüchtige Arbeitslose beschuldigt(was nicht der Wahrheit entspricht, gehe arbeiten und konsumiere keine Drogen).
      Außerdem hat er gemeint, dass meine Mutter mich mit der Geschlechtskrankheit bei der Geburt angesteckt hat und dass ich nur Geld von meinem Exfreund will, der laut Polizist kein Geld hat und nicht einmal eine eigene Wohnung besitzt. Der Polizist hat mir auch angedroht, dass ich, wenn ich keinen Drogentest mache, der Fall geschlossen wird und ich Pech gehabt habe. Auch hat er gesagt, dass meine Geschichte nie passiert ist und mir ich zitiere: einfach langweilig im Kopf ist.

      Ich bin fertig, ich habe Angst, dass mein Exfreund mich umbringt. Er hat nach der Vergewaltigung mir gedroht, wenn ich zur Polizei gehe, dass ich sterben werde. Dass er mich umbringt. Bin dann umgezogen, habe nun eine neue Arbeit und sogar ein neues Auto gekauft, nur damit ich unsichtbar bleibe.

      Nächster Schock: Habe in meinem Briefkasten eine Ladung zur Beschuldtigenvernehmung erhalten, solle einen Drogentest machen, da mein Exfreund ja angegeben hat, dass ich Drogen- und Tablettensüchtig bin und mir deswegen die Geschichte nur ausgedacht habe. Meine Anwältin hat mittlerweile mit diesem Polizisten Kontakt aufgenommen und ihn so richtig eine Ansage gemacht. Er hat nur trocken gesagt, dass ich alles missverstanden habe. Auf ihre Anschuldigung, dass er diesen Fall nur schließen möchte, weil er keine Arbeit will, hat er nicht einmal eine Antwort gegeben, nicht einmal verneint!

      Dies ist nur ein Auszug aus meiner grauenvollen Geschichte, meine Frage an euch:
      Was kann ich gegen diesen Polizisten machen? Was kann ich gegen meinen Exfreund machen? Wird mir das Gericht glauben oder sind die genauso, dass mein Exfreund, welcher vorbestraft ist und mehrmalige Anzeigen kassiert hat, als Unschuldslamm dargestellt wird?

      Mittlerweile lauert mir mein Exfreund vor meiner neuen Arbeit auf. Kommt mir seit meiner Anzeige fast täglich entgegen, immer mit einem fetten Grinser und schön Mittelfinger hoch..

      Ich bin nur mehr verzweifelt, kann nicht mehr schlafen, habe Angst um mein Leben und muss mich wegen meinem tollen Exfreund bedeckt halten. Habe wie gesagt meine Wohnung, Auto gewechselt und meide große Menschenmassen, da ich sein Gesicht überall sehe. Überall. Dieses dämliche Grinsen die er während der Vergewaltigung hatte, dieses Lachen was mir Schmerzen bereitete und ich davon noch lange Alpträume haben werde.

      Was kann ich tun?

      • Hol Dir sofort Unterstützung über eine Frauengruppe vor Ort - die helfen. Gilfe findest Du als erstes hier:
        https://www.hilfetelefon.de/ Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist 24 Stunden jeden Tag erreichbar.Telefon: 08000 116 016

        Es müsste bei euch eine Beschwerdestelle geben, da kannst du eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. Lass dich nicht abwimmeln, sei hatnäckig, geh notfalls bis zum Polizeipräsidenten und zur Presse.
        Desweiteren würde ich mich bei einer Beratungsstelle wie der weiße Ring o.ä. erkundigen, was du für Möglichkeiten hast.
        Deine Anwältin soll mal aus dem Quark kommen und eine einstweilige Verfügung erwirken, dass der Typ nicht mehr in deiner Nähe sein darf.
        Werde aktiv, lass dich nicht fertig machen!
        Es ist eh ungewöhnlich, dass der Sachbearbeiter von Sittendelikten ein Mann ist.
        Alles Gute #klee

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