Mein Sohn lebt nicht mehr

    • (1) 28.11.18 - 22:22

      Guten Abend ins Forum,

      seit vielen Jahren bin ich nun in diesem Forum unterwegt, habe viel gelesen, mitgehofft, mitgelacht und mitgetrauert. Jetzt hat es unsere Familie getroffen..... Es ist tatsächlich so, dass man immer denkt, das betrifft nur andere, aber so ist es nicht.....

      Mein ältester Sohn verstarb am vergangenen Freitag infolge eines Suizid.... Die Welt steht still und es ist wie ein Alptraum, aus dem ich nicht mehr erwache. Er war doch erst 27 Jahre alt, mein ältester Sohn. 3 jüngere Brüder trauern mit mir, sein Vater steht noch immer unter Schock. Eigentlich verstehe ich das Ganze noch gar nicht, und weiß mit meiner Trauer und gleichzeitigen Wut gar nicht wohin - professionelle Hilfe erhalten wir als Familie in der Trauerbegleitung, aber das, was dort gesagt wird, will ich doch als Mama gar nicht hören.... Sie müssen akzeptieren, dass er diesen Weg gewählt hat, denken sie an ihre anderen Kinder, lassen sie die Trauer zu - ja, er ist nicht mehr zu ändern, aber all die Beileidsbekundungen - es ist grauenvoll - niemand, der sein Kind verloren hat, kann nachempfinden, wie es mir und der Familie geht - nichts bringt mir mein Kind wieder. Ich weiß einfach nicht mehr, wie es weitergehen soll, in einem Moment bin ich einfach nur total geschockt, dass mein Kind ohne Abschied einfach gegangen ist, im anderen Moment einfach nur fassungslos und wütend, dass ich keine Möglichkeit gehabt habe, zu verhindern, dass all das passiert ist. Wie soll das Leben nur ohne mein Kind weitergehen?

      Traurige und verzweifelte Grüße
      Crabby08

      • (5) 30.11.18 - 08:41

        Mein tiefes Mitgefühl! Ich kann mir vorstellen das es keiner nachvollziehen kann wie schrecklich das im Moment für Euch ist! Ich wünsche viel kraft es auszuhalten

        Es tut mir so leid für dich und deine Familie. Ich weiß ich kann nichts sagen was deine Trauer auch nur ein wenig mindern könnte. Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für diese schwere Zeit.

      • Mein tiefstes Mitgefühl gilt Dir und deiner Familie.

        Ich kann nicht im entferntesten nachempfinden, wie es wirklich ist, aber von Berufswegen her weiß ich: Niemals dürft ihr die Schuld bei euch suchen!

        LG 🌱 und viel Kraft für die nächste Zeit

        Ganz viel Kraft sende ich Dir!

        Auch von mir mein aufrichtiges Beileid!
        Mehr kann ich gar nicht schreiben, denn mit fehlen die Worte.

        Sei umarmt

        Es tut mir unendlich Leid!

        Und zu eurer Trauerbegleitung fällt mir auch nicht viel ein.

        Sei umarmt :(

        (11) 05.12.18 - 19:13

        Es ist nicht leicht und kaum einer kann nachempfinden wo ihr jetzt durch müsst.
        All diese Beileidsbekundungen tun weh, nerven und bringen einem auch nichts.
        Ihr müsst zusammen halten und euch gegenseitig unterstützen und auch nach der Trauerbegleitung auf psychologische Betreuung setzen, so einen Schock verarbeitet man nicht in ein paar Wochen.

        Irgendwann wirst du realisieren was passiert ist und irgendwann wirst du lernen damit zu leben. Mach eine Pause, wenn dir was zu viel ist und schäm dich nicht für deine Schwäche. Es ist egal was andere sagen oder denken, die meisten haben nicht den Funken einer Ahnung was das mit einem macht.
        Ich wünsche euch von Herzen ganz viel Kraft, haltet zusammen, glaub mir ihr steht das durch, auch wenn es nicht selten aussieht.

        Fühl dich gedrückt....

        Dieser Seelenkrebs - furchtbar einen geliebten Menschen daran zu verlieren!
        Ich selbst habe vor etwas über einem Jahr meine beste Freundin durch Suizid verloren. Ich habe sie gefunden. Es war und ist furchtbar. Aber leider stimmt die Floskel - man lernt damit zu leben. Aber nicht jetzt und nicht morgen. Dafür ist es zu früh. Gib dir Zeit und zeige auch offen, dass du die ganzen Beileidsbekundungen gerade nicht möchtest. Das ist nicht verwerflich!
        Ich drücke dich aus der Ferne und denke an dich. Wenn du reden möchtest, melde dich gerne!
        Von Herzen alles Liebe!

        Liebe Crabby08,

        ich habe zwar kein Kind verloren Aber meine Schwester. Sie war genauso alt wie dein Sohn.
        Sie ist bei einem Verkehrsunfall unverschuldet ums Leben gekommen und hatte ein 10 Monate altes Baby.
        Das Ganze ist nun 20 Jahre (!) her. Und doch irgendwie wie gestern.
        Und gerade deshalb möchte ich dir schreiben:

        Es ist unfassbar und nicht in den Kopf zu bekommen. Das Herz zerspringt. Und man bekommt keine Pause von diesem unsagbaren Schmerz. Dauernd hat man das Gefühl, dass der geliebte Mensch doch gleich um die Ecke kommt.. Man hätte sich doch so viel zu sagen, zu erleben.

        Meine Mutter ist nie mit dem Verlust klar gekommen.Sie kennt nur die Trauer um ihr verlorenes Kind und klammert an deren Tochter. Meine Mutter hat zwei weitere Kinder. Mich und meinen Bruder. Und einen Mann. All das hat nichts mehr bedeutet. Ich habe zwei Kinder; ihre Enkelkinder. Meine Mutter hat bis zum heutigen Tag keinerlei Bindung zu ihnen aufbauen können. Darunter leiden wir sehr.

        Ich möchte dir sagen: Trauere und weine. Sprich für dich mit deinem Sohn. Lass dir von Ärzten helfen, wenn du möchtest. Damit du nicht zerspringst!
        Aber verliere nicht die Menschen, die noch bei dir sind.

        Ich verstehe dich und das was du sagst und fühlst.
        Ich wünsche dir sehr viel Kraft

        (15) 10.12.18 - 21:44

        Hallo
        Es tut mir unendlich leid dass dein Sohn diesen Weg gewählt hat.
        Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit.

        vergiss nie:
        Die Liebe bleibt!!!
        Faxl

        (16) 12.12.18 - 20:07

        Ich danke euch von Herzen für eure lieben Worte. Am 05.12. haben wir unseren Sohn in einer sehr bewegenden Trauerfeier verabschiedet, anschließend wurde seine Urne zu Grabe getragen. Ich weiß bis heute nicht, wer alles daran teilgenommen hat, alles lief wie in einem dunklen Tunnel vor mir ab. Bis heute habe ich keine einzige der Trauerkarten geöffnet - ich schaffe das einfach nicht. Der Schmerz ist unbeschreiblich..... Ja, ich weiß, es muss irgendwie weitergehen, und die ganze Familie zusammenhalten - das machen wir.... Mein 2.jüngster Sohn zieht sich gerade sehr zurück, ihm macht das alles sehr zu schaffen - wir reden sehr viel, doch jeder von uns trauert auf seine Weise. Wir müssen jetzt irgendwie Weihnachten überstehen und am 31.12. wäre der 28. Geburtstag unseres Großen gewesen. Es stehen also noch ein paar harte Tage an.

        Euch danke ich nochmals von Herzen für die lieben und tröstenden Worte, wünsche Euch allen friedliche Weihnachten und für 2019 alles Liebe.

        Gruß Crabby

        Unfassbar schrecklich! Gegenüber von uns hat sich Anfang des Jahres ein 30jähriger Mann das Leben genommen. Scheinbar immer fröhlich, aktiv in diversen Vereinen. Seine Mutter hat ihn dann Neujahr gefunden. Sie haben sich alle komplett aus dem aktiven Leben zurück gezogen. Er hatte Depressionen und da sieht man tatsächlich keine Hoffnung, kein Licht mehr. Da kann einem auch niemand helfen, das kann man nur selber schaffen.
        Viel Kraft euch allen und mach dir bitte keine Vorwürfe #kerze

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