Beerdigung?

    • (1) 08.12.18 - 13:17

      Hey ihr

      Ich bin so froh wenn das Jahr 2018 endlich vorbei ist...
      Im März habe ich meinen Sohn verloren und gestern dann noch meine über alles geliebte uroma..
      Bei meinem Sohn ging es mir einige Zeit sehr sehr schlecht aber das habe ich inzwischen in den Griff bekommen.

      Bei meiner Oma war es innerhalb einer Woche klar, dass es jetzt sehr schnell geht, also konnte Ich mich schon gut drauf
      einstellen..
      Die Beerdigung von ihr soll diesen Monat noch stattfinden, allerdings in ihrem Heimatort der 8 Stunden mit dem auto entfernt ist also kein katzensprung.

      Dazu bin ich in der 32 Woche schwanger.
      Die Autofahrt würde evtl mit sher viel Pausen gehen aber wenn dann noch Schnee ist und ich muss fahren naja ich Weiss nicht. Fliegen will ich auch nicht unbedingt.

      Ich hab bei dem Gedanken an die Beerdigung sowieso ein schlechtes Gefühl, ich bin mir ziemlich sicher dass ich zusammenbrechen würde und das alles nicht aushalten würde.
      Zuerst mein Sohn und jetzt noch meine Oma...
      Ich bin am überlegen ob ich überhaupt mit zu der Beerdigung soll. Ich meine ich hab mich schon von ihr verabschiedet und jeder Weiss dass ich sie sehr geliebt habe.
      Das einzige was wovor ich ein bisschen Angst habe ist, dass meine Mutter und ihre Mutter dumm machen werden weil ich nicht mit gehe. Aber ich kann es einfach nicht. Denke auch dieser ganze Stress wäre nicht so gut für mein Baby..

      Daher dass die Beerdigung so weit weg ist kann ich auch nicht einfach schnell wieder heim wenn es mir nicht gut geht.

      Würdet ihr es okey finden wenn ich einfach zuhause bleibe, oder findet ihr das geht garnicht?
      Ich hab einfach Angst vor den Reaktionen der anderen eben vorallem von der meiner Mutter und Oma...

      • Hallo :)

        weist du, du kannst diese Beerdigung nicht nachholen. Die ist nur einmal. Wenn Du keinen besonderen Bezug zu ihr gehabt hättest, dann würde ich sagen bleibe zu Hause und gut ist. Egal was andere sagen. Du schreibst aber dass ihr eng miteinander wart und ich denke daher dass Du es bereuen könntest wenn Du nicht dabei bist.

        wenn Du weist die Fahrt wird lang und anstrengend, dann fahrt doch zeitig genug los um viele Pausen einzulegen. Das würde ich auch völlig unabhängig von der Schwangerschaft so machen. Und auch nach Möglichkeit eine Übernachtung einplanen. So kannst Du sie ganz in Ruhe auf ihrer letzten Reise begleiten.

        Die Fahrt ist lang und nervig klar aber Du sprichst von totalem Stress... sooo viel Stress macht eine Beerdigung nicht. Der Ablauf ist in aller Regel ruhig und sentimental, danach meist ein zusammen sitzen bei Kaffee und Kuchen.
        Das ist ja kein Umzug oder ein Rockkonzert;-)

        Entscheiden musst letztendlich Du selbst :)

      Ich bin ja immer pro Beerdigungsbesuche usw
      Aber! Du hast selbst erst einen schweren Verlust erlitten umd bist hochschwanger. Der Weg nicht mal eben ums Eck.
      Ich hätte absolutes Verständnis!
      Trauer ist nicht sichtbar. Dh du kannst auch traurig sein ohne die belastende Anreise.
      Wenn Dein Baby da ist und Ihr Euch eingelebt habt, kannst Du immer noch anreisen um an ihrem Grab innezuhalten.

      Bei DEM Wetter, der Schwangerschaft und der langen Anreise und dass Du ohnehin schon einen Verlust hattest, dürfte Dir keiner, aber auch niemand böse sein.

      Und wenn, dann fehlen den ein paar Tassen im Schrank.

      Ich bin absolut pro Beerdigung, aber man möge bitte auch die ganze Sache sehen.

    Hallo,

    in anbetracht der ganzen Situation und vorallem wegen der fortgeschrittenen Schwangerschaft würde ich auf keinen Fall fahren. Und ich bin sonst auch immer pro Beerdigung aber nicht auf biegen und brechen...

    Die Autofahrt ist auch nicht ohne in der Woche und fliegen würde ich auch niemals in der schwangerschaft.

    Wer da für dich kein verständnis hat, der hat null feingefühl.

    Alles gute für Dich!

Hallo
Es ist meine persönliche Meinung

Für mich wäre es ein No Go nicht zu fahren.

Ich würde einen Tag vorher anreisen und gegebenenfalls auch erst einen Tag nach der Beerdigung wieder fahren und das ganze mit dem Zug.

Ich denke, es hätte bestimmt jeder Verständnis, wenn Du nicht kommen würdest!
Aber für MICH an Deiner Stelle wäre es undenkbar, nicht hinzufahren. Notfalls mit dem Zug, wenn Dir das Autofahren nicht behagt.
Die Beerdigung ist nur ein einziges mal und wer weiß, wie oft Du Dir später noch vorwerfen wirst, nicht dabei gewesen zu sein. Du kannst es dann aber nie mehr rückgängig machen.

(10) 11.12.18 - 00:05

Ich bin die Strecke zu meiner Oma mit dem Zug gefahren mit meiner kleinen Tochter. Ich war zu dem Zeitpunkt nicht schwanger. Aber ich wusste ich musste hin, mit meiner tochter konnte ich aber kein Auto fahren, weil sie das nicht so lange aushielt.
Ich würde wohl ein paar tage bleiben und ein Zimmer irgendwo nehmen. Da kann man sich zurückziehen wenn es einem zu viel wird.

Dein Baby bekommt eh alles mit. Die Trauer jetzt und genauso wie auf der Beerdigung. Aber das gehört nun mal dazu. Dein Schatz im Bauch ist vielleicht ein Halt an dem du dich stützen kannst...
Ich war erst auf einer Beerdigung seit mein Sohn gestorben ist. Und das war nur der Opa meiner Nachbarin und Freundin. Ich bin während des Gottesdienstes raus gegangen. War eh nur hinten drin. Und ich habe alles versucht ganz sachlich zu halten in mir drin und nicht zu nah kommen zu lassen.
Es war aber gut dass ich da war.
Du kannst ja schon vorher sagen dass du nicht weißt ob du das aushälst. Das du es versuchen wirst aber für nix garantieren kannst.

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