Mutter einer ehemaligen Schulfreundin plötzlich verstorben

    • (1) 13.12.18 - 21:13

      Hallo,
      vorab sei gesagt, ich habe keine Ahnung was ich von diesem Post erwarte.Ich denke das ich mir das nur mal von der Seele schreiben will.

      Vor 3 Wochen schrieb mir meine Freundin die schlimme Nachricht.Ich hab ihr natürlich meine Hilfe angeboten und sie erstmal in Ruhe gelassen.
      In den Wochen habe ich viel an sie gedacht und auch mit meiner Mutter drüber gesprochen.Sie ist schließlich nur etwas älter.
      Jetzt macht man sich natürlich plötzlich verstärkt mehr Gedanken das es auch sie oder Papa jederzeit treffen kann.
      Mich hat das jedenfalls extrem traurig gemacht, obwohl ich ihre Mutter schon jahrelang nicht gesehen hatte.

      Na ja und heute hat sie mir dann wieder über Whatsapp eine Sprachnachricht geschickt(wohnen weiter auseinander und sie möchte derzeit noch nicht telefonieren;verstehe ich natürlich).
      Sie hat mir dann im Detail erzählt wie es genau passiert ist und wie sie die letzten Wochen erlebt hat.
      Sie klang sehr gefasst und sagt selber das sie es noch immer nicht richtig realisiert hat, obwohl sie ihre Mutti noch zweimal gesehen hat.
      Ihr geht es natürlich physisch wie auch psychisch verständlicher Weise sehr sehr mies und funktioniert eigentlich irgendwie nur für ihre kleine Tochter.

      Nach der Hälfte der Nachricht musst ich erstmal pausieren und durchatmen.

      Keine Ahnung wie ich ihr nun weiter antworte und ich finde es zum kotzen das ich nicht mal eben vorbeikommen kann(obwohl ich nicht weiß ob sie das jetzt schon wollen würde).
      Aber am liebsten würde ich sie ganz fest in den Arm nehmen.

      Ich hoffe aber das wir uns vielleicht nach Weihnachten wieder sehen können, je nachdem wann sie bereit ist.
      Ich hab aber das Gefühl das sie es auch gerne bald möchte.

      Na ja ich warte mal ab.
      Aber trotzdem hat mich das Ganze doch sehr mitgenommen und man denkt jetzt selbst nach ob man nicht schon gewisse Dinge im Vorfeld regelt(bin 32 und habe einen 1-jährigen Sohn).Sie hat mir jedenfalls dazu geraten, da sie sich zu Lebzeiten nicht mehr verabschieden konnte und auch sonst wenig geregelt war im Fall der Fälle.

      So, jetzt ist es doch sehr lang geworden.

      Danke für jeden der das bis zum Ende ließt.


      DezemberWunder2017

      • Hallo!

        Was genau beschäftigt dich denn gerade? Das habe ich nicht gnaz verstanden?

        Trauerst du mit ihr um die Mutter? Das ist legitim und manchmal muss man durch solche Phasen durch.
        Neulich las ich dazu das: https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2018-11/trauer-tod-kinder-geschwister-leukaemie-abschied-erinnerungen-leben
        Das passt nicht ganz, aber es geht darum, dass Trauer sein muss. Dabei ist es vollkommen egal, um wen man trauert. Das kann man nicht steuern.

        Oder wird dir gerade bewusst, dass auch dein Leben und das deiner Eltern endlich ist?
        Dann musst du dich fragen, ob du diesen Gedanken jetzt zulassen und in dein Leben einbauen willst bzw. kannst. Du könntest mit deinen Eltern reden, was sie sich vorstellen, wie sie was wollen. Das kannst du auch für dich überlegen. Patientenverfügung und so, du weißt schon.

        Diese Gedanken machen erst mal Angst, aber man muss nicht alles auf einmal regeln. Das ist ein Prozess, nur muss man den irgendwann sowieso beginnen. Man kann damit warten bis die Katastrophe eingetreten ist und alle überfordert sind oder man macht das weit vorher und nimmt in Kauf, dass man an seine Urängste ran muss. Man kann aber immer mal wieder eine Pause machen.

        Die Allermeisten gehen nach so einem Erlebnis ziemlich bald wieder zur Tagesordnung über. Das geht natürlich auch, aber das nächste Ereignis dieser Art wird kommen.

        LG

Top Diskussionen anzeigen