Kopfkino Gedankenkarussell

    • (1) 16.12.18 - 14:54

      Hallo ihr lieben..

      Wir haben im Februar unseren Sohn wenigen Stunden vor dem Kaiserschnitt verloren.
      Die ganze SS hatte ich Angst das ihm was passiert. Und es wurde wahr.
      Er verstarb an einem Nabelschnurknoten wo die ärzte die abfallenden Herztöne als normal abstempelten.

      Ich habe noch 4 weitere Kinder... aber seit diesem Unglück ist alles anders.
      Ich habe Angst mich zu freuen und wieder enttäuscht zu werden.
      Ich habe unter den 4 ein Sorgenkind was aus einer Horrorehe stammt... es war schon seelische Grausamkeit was er uns alles antat. Der kleine lernte seinen Vater nie kennen. Trennten uns noch in der SS weil er wollte das ich ihn abtreibe.

      Der kleine hat erst mit 4 Jahren angefangen zu sprechen. Jeder hat ihn als blöd behindert usw dargestellt.
      Selbst die Ärzte konnten nichts finden.
      Und sagten vermutlich spricht er nie.

      Doch ich habe immer an ihn geglaubt.
      Und sie da... 3 Jahre später hat er alles aufgeholt. Quasselt wie ein buch.

      Aber seit dem tot meines baby im februar habe ich immer Angst um den zwerg.

      Ich hab das Gefühl... je mehr ich mich auf etwas freue... umso größer die Angst.

      Teilweise hab ich Angst ich hätte Vorahnungen usw.

      Jetz freu ich mich tierisch auf Weihnachten... und habe Angst er erlebt Weihnachten nicht mehr.
      Übrigens hatte ich das auch vor der Einschulung im Sommer ...

      Wir sind auch geplant wieder schwanger ... aber die Freude ist total im Hinterhalt. Ich trau mich gar nicht mich zu freuen

      Ist sowas normal??? Nach so einem Schicksalsschlag??

      Ich hoffe ihr versteht mich 😨

      Lg semmelhase

      • Ich bin kein Therapeut aber ich glaube du bist sehr traumatisiert. Gehe dringend zum Arzt oder sprich deinen FA bei der nächsten Vorsorge an. Du brauchst Hilfe.

        Am 3. Advent letzten Jahres hatte mein Mann einen Unfall zu Hause. Ich bermerkte es durch einen lauten dumpfen Knall. Höre ich sowas dreht bei mir alles durch und ich gehe gucken, ob es allen 5 der Familie gut geht. Aber es ist nicht dauerhaft im Kopf. Du hast eine Angststörung und brauchst ärztliche Unterstützung

        Lieber Semmelhase,

        Dein schwerer Verlust tut mir unsagbar leid!

        Hast du/ habt ihr Hilfe, jemanden an eurer Seite, der euch durch diese Zeit der Trauer begleitet?

        Auf der einen Seite kann ich es gut verstehen, dass du nach so einem Verlust auch Angst um deine übrigen Kinder hast. Doch wie du es beschreibst habe ich das Gefühl, dass es "zu weit" geht, es dich stark einschränkt und dir in diesem Ausmaß im Wege steht. Auch was du von deinem großen Sohn erzählst und das sich deine Angst auf ihn fokussiert lässt mein Herz ein wenig klamm werden. Ich würde mir für dich, deine Kinder und dein noch ungeborenes Baby wünschen, dass du schnell jemanden findest, der sich nicht nur mit Trauer, sondern vor allem auch mit Trauma auskennt. Vielleicht setzt du dich mal mit vorgeburtlichen Traumata auseinander - kannst du da ggf deinen großen Sohn wiederfinden?

        Alles Liebe dir und deiner wachsenden Familie!

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