Mutter einer Kindergartenfreundin stirbt

    • (1) 19.12.18 - 10:35

      Hallo!

      Gestern hat mir meine 6 jährige Tochter unter Tränen berichtet, dass die Mama ihrer Kindergartenfreundin bald sterben wird. Das hat ihre Freundin im Kindergarten erzählt.

      Ich weiß von der betroffenen Mutter selbst, dass sie Anfang November bösartige Metastasen gefunden haben und seit letzter Woche liegt sie zusätzlich mit einer bakteriellen Infektion im Krankenhaus, die wohl kaum in Griff zu bekommen ist. Und jetzt kam eben diese Info vom Kind. Nach einem persönlichen Gespräch mit der Kiga-Leitung weiß ich, dass es nicht gut aussieht.

      Meine Tochter ist natürlich auch sehr traurig darüber und seither weicht sie mir kaum von der Seite, was ich natürlich total verstehen kann. Nun aber zu meinen Fragen.

      Hatte von euch schon einmal solche Erfahrungen machen müssen und wie seit ihr zu Hause damit umgegangen? Bisher habe ich nur Fragen beantwortet, die von meiner Tochter kamen, aber nicht mehr gesagt als nötig.

      Und würdet ihr euch nochmal bei der Mutter melden? Euch per Whatsapp "verabschieden"? Besuch möchte sie keinen! Wir waren nicht eng befreundet, sind bzw. waren gemeinsam im Elternbeirat. Die Mädchen spielen gern miteinander, gehen zusammen Turnen, trafen uns mal auf dem Spielplatz oder im Freibad.
      Kennen uns also nur über die Mädchen und dennoch geht es mir sehr nahe!

      Vielen Dank und liebe Grüße
      Hochzeit777

      • Hallo
        Ich würde mich melden und meine Hilfe anbieten und sagen wenn sie jemanden für die Betreuung des Kindes brauchen du da bist, egal um welche Uhrzeit Tag oder Nacht Weihnachten eben egal wann

        • Danke für deine Antwort.

          Das habe ich bereits gleich zu Beginn der Diagnose gemacht. Und das Angebot besteht auch weiterhin, das wissen sie. Sie sind allerdings sehr gut durch die Großeltern aufgestellt und wollen nur wenig und vor allem nur die engsten Freunde mit einbeziehen. Was ich auch verstehen kann.

          LG Hochzeit777

      Hallo!

      "Euch per Whatsapp "verabschieden"? "

      Nein, das täte ich auf gar keinen Fall! Das stelle ich mir aber sehr gruselig, dass ich eine Abschieds-WahtsApp bekomme während damit beschäftigt bin, mich meinem Lebensende zu nähern. Du weißt ja auch gar nicht, in welchem Zustand sie sich befindet. So eine WhatsApp kann da einfach ins Leere laufen, weil die Empfängerin gar ncith mehr die Kraft hat sich um ihr Handy zu kümmern.

      Du kannst der Familie HIlfe anbieten, z.B. bei der Betreuung des Kindes. Das würde ich aber persönlich tun oder telefonieren.

      "Bisher habe ich nur Fragen beantwortet, die von meiner Tochter kamen, aber nicht mehr gesagt als nötig."

      Das ist doch ein guter Weg. Dich beschäftigt was anderes als deine Tochter. Ich glaube, das sollte man in solchen Situationen gut auseinander halten. Das ist nicht einfach.

      LG

    • (5) 19.12.18 - 15:43

      Hallo,

      das Angebot, die Tochter zu betreuen hast du bereits gemacht.

      Jetzt solltest du auf drin Kind achten, seine Fragen beantworten und die Wünsche der Betroffenen Familie respektieren.

      VG

      Meine Freundin und Mama der Kitafreundin meines Kindes ist vor 1.5 Jahren verstorben. Da waren meine Großen 10 und 7. Ich habe es nicht groß thematisiert und von den Kindern kam auch nicht viel. Allerdings ist deine Maus ja kleiner. Es gibt kindgerechte Bücher dazu.

      • Ich habe meine Freundin auch nicht mehr gesehen. Nur Kontakt zum Mann. Ich kann deine Unsicherheit verstehen. Ich habe damals einen lieben Brief an sie geschrieben. Wir waren aber eben Freunde und haben viel gemeinsam unternommen. Ich weiss nicht was du tun solltest, aber auf keinen Fall whattsapp

    Ich hoffe, Du hast die gruselige Idee mit dem per WA verabschieden schon fallengelassen.
    Ihr wart nicht befreundet sondern nur flüchtige Bekannte und sie möchte keinen Besuch. Du kannst das nur respektieren. Erkläre Deiner Tochter kindgerecht, auch mit Hilfe eines Buches, den Tod und beantworte ihre Fragen bitte nicht damit, dass sie dies und das noch nicht versteht. Meine Enkelin hat mit 4 und mit 8 Jahren den Tod ihrer Opas erlebt und sie verstehen mehr, als man denkt.
    LG Moni

    Hallo,
    ich mag kaum glauben dass man auf die Idee kommen kann sich per WA von jemanden zu verabschieden.
    Das ist ja schon sehr naja...
    Als der Vater meiner Tochter völlig unerwartet gestorben ist, hätte ich bei Gott nicht noch Mütter aus dem Kindergarten gebraucht, welche mir eng zur Seite stehen wollen.
    Es kam recht oft, können wir etwas für euch tun? Sagt einfach Bescheid.

    Meine Tochter war damals noch jünger als Dein Kind aber sie verstehen schon recht gut, dass Leben endlich sind.
    Die Kindergartenfreundin meiner Tochter sagte damals beim spielen, naja ich muss nicht weinen, mein Papa lebt ja noch. Da haben alle geschluckt aber das trifft es schon.
    Gib Deiner Tochter mit, dass es natürlich überhaupt ganz schlimm ist wenn eine Mama oder ein Papa stirbt aber vor allen Dingen, dass ihr sehr dankbar seid, dass es euch gut geht.

    Beste Grüße

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