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    • (1) 09.01.19 - 01:06

      Hallo,
      ich habe heute erfahren, dass ein ehemaliger Kindheitsfreund vor einigen Tagen bei einer Lawine in Österreich ums Leben gekommen ist. Habe mit ihm eigentlich nur während der Grundschule Zeit verbracht (mehr als 15 Jahre her).
      Die Nachricht des Todes hat mich allerdings so emotional mitgenommen, dass ich es selber garnicht verstehen kann..

      hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht? Sollte ich zu der Beerdigung gehen? (Ich weiß nicht einmal, ob mich in meinem Heimatort, wo er bis zu seinem Tod gewohnt hat, noch jemand kennt.)

      Ich wäre sehr dankbar über Antworten!

      • Hallo,

        Ohwe, das ist traurig!

        Also ich denke eine pauschalantwort gibt es nicht. Dich wird bestimmt niemand auf der Beerdigung vermissen wenn du nicht hin gehst, da du ja sagtest ihr hattet schon seeeehr lange keinen Kontakt mehr! Ich würde es an deiner Stelle so machen wie du es für dich brauchst.. wenn es dich so mitgenommen hat und du das zum verarbeiten brauchst, dann fahre hin! Wenn dir unwohl dabei ist, dann musst du das nicht machen! Für die Familie musst du das nicht machen.. kennen die dich denn überhaupt noch? Also wie schon gesagt.. ich würde an deiner Stelle nur hinfahren wenn du meinst du brauchst das um es zu verarbeiten.. es trauert ja nunmal jeder anders und jeder bewältigt die Trauer auf seine Weise!

        • danke für deine Antwort!
          In der Zeitung ist die Traueranzeige und die lässt vermuten, dass zumindest jeder kommen darf.
          Da mein Bruder wohl auch mitkommt, wäre ich auch nicht "allein".

      Das tut mir sehr leid. Es ist im Grunde genommen vollkommen wurscht, ob Dich dort jemand kennt oder nicht, wenn DU an der Beisetzung teilnehmen möchtest, dann fährst Du hin.
      LG Moni

    • (5) 09.01.19 - 20:08

      Ob Du zur Beerdigung gehst ist Deine Entscheidung.

      Aber ich verstehe, dass Dich das aufwühlt. Auch wenn Du schon lange keinen Kontakt mehr hattest. Ich denke, dass liegt u.a. Daran dass er so jung starb. Das ist immer schwierig zu verarbeiten, wenn man selbst Jung ist und jemand stirbt der im selben alter ist. Das ist so unwirklich, da der Tod einfach nicht zu diesem alter gehört und man es daher schwer einordnen kann.

      vielen Dank für eure Antworten!
      jetzt fühle ich mich doch etwas bestärkter :-)

    • Wenn jemand stirbt, der so alt ist, wie man selber, ist das immer eine ganz besondere ARt der Betroffenheit, insbesondere, wenn man die Person auch noch kannte. Dieses "Das hätte ich sein können" wirkt noch stärker.

      Wenn du zur Beerdigung gehen willst - ob für dich oder für ihn -, dann tu das. Wenn dich keiner wiedererkennt, dann hat es aber dir vllt. trotzdem geholfen, mit der Sache umzugehen.
      Vielleicht erkennt dich auch doch noch jemand, der Kraft daraus ziehen kann, dass jemand nach all den Jahren noch an ihn denkt und ihn betrauert.

      Eine gute Kindergarten- und Grundschulfreundin von mir ist mit 16 Jahren gestorben. Ich hatte auch seit der Grundschule (okay, da waren es "nur" sechs Jahre) keinen Kontakt mehr mit ihr, aber ich bin trotzdem zur Beerdigung gegangen. Meine Mutter und meine ältere Schwester sind auch mitgekommen (obwohl die gar nichts mit ihr zu tun hatte). Mir hat das damals gutgetan.

      • mein Bruder kommt auch mit, er hat ihn vor kurzem noch auf einer Lan Party erlebt. ich denke er kommt hauptsächlich wegen mir mit :-)

        falls ich durch meine Anwesenheit jemandem helfen könnte, fände ich das natürlich auch super

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