Adoption

    • (1) 17.01.19 - 00:00

      Hey ich brauche mal den Rat von ebenfalls Adoptierten. Ich bin jetzt mittlerweile 22 Jahre alt, als ich 6 Jahre alt war haben meine Eltern mir gesagt das ich adoptiert bin. Ich liebe meine Familie und bin froh das es mich so gut getroffen hat. Ich habe 2014 das letzte mal versucht über das Jugendamt an meine Erzeugerin und ihre beiden Söhne also meine Brüder ran zu kommen. Das alles blieb ohne Erfolg. Ich habe jetzt auf eigene Faust und mit Hilfe einiger Freunde meinen älteren Bruder gefunden der auch schon seid länger Zeit nicht mehr bei meiner Erzeugerin wohl und seine eigene Familie hat gefunden. Jetzt stehe ich vor der Entscheidung schreibe ich ihn an oder lasse ich es. Ich bin mir nicht sicher, die Angst zurück gestoßen zu werden ist ziemlich groß.

      Danke schon mal im voraus für eure Tipps

      • Hallo,

        Ich bin eine adoptivmama. Die leibliche Mutter einer meiner Kinder brachte ein paar Kinder auf die Welt. Einen Teil behielt sie, die letztgeborenen gab sie weg.
        Die Kinder die sie behielt haben inzwischen selbst Familien. Mein junior wird in ein paar Monaten wenn er 16jshre alt ist mit seiner älteren Schwester die anderen Geschwister anschreiben.
        Woher weißt du, ob dein Bruder nicht von dir weiß? Dieser weg ist nicht einfach. Deinen Bruder und dich verbinden die Gene, deine Adoptiveltern haben dir eine Zukunft gegeben.
        Ich sehe bei meinem Sohn und seiner Schwester wie ähnlich sie sind.

        Alles gute

        Mach das auf jeden Fall. Schreib ihm einen Brief mit all deinen Gedanken, Wünschen, Ängsten, der Reflexion dass du weißt, dass du möglichweise zu viel erwartest, aber auch einfach wissen musst, ob er den Kontakt vielleicht nicht doch will. Dass du ihn nicht mehr belästigen wirst, wenn er sich nicht meldet, aber dass du auf seine Antwort hoffst. Dann hinterlasse ihm deine Kontaktdaten.

        Meine Mutter hat das so gemacht und ihre Schwester so gefunden. Sie hat geantwortet. Und sie sind heute unzertrennlich. Sie hätte so viel verpasst, hätte sie es nicht getan. Letzten Endes hat sie es aber erst getan als sie richtig krank wurde und dem Arzt davon erzählt hat. Der hat gesagt, sie muss das tun, sonst wird sie mit dieser Unsicherheit nie gesund. Dann hat sie sich getraut. Sie sagt, auch wenn es nicht so schön wäre wie es jetzt ist, sie hat jetzt eine Antwort und muss sich nicht mehr mit der Frage quälen, was wäre wenn....

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