Vater gestorben 5 Tage vor Geburt

    • (1) 01.02.19 - 00:43

      Hallo,
      ich schreibe hier um einfach alles mal los zu werden.
      Anfang November musste ich ins Spital um die Geburt von unserem kleinen Jungen einzuleiten. Es war keine einfache Zeit doch wir haben uns unglaublich auf unseren Sohn gefreut. Als ich den 2 Tag im Spital war kam plötzlich ein anruf von meiner Schwester. Sie wollte meinen Mann sprechen. Ich wusste genau irgend jemand ist gestorben doch da mein Mann das Zimmer verlassen hat für den anruf wusste ich nicht wer. Als er wider rein kam hat er mir die Nachricht überbracht das mein Vater vor 3 Tagen gestorben ist und man ihn an diesem Tag tod in der Wohnung gefunden hat. Er hatte einen Herzkreislaufkolaps erlitten. Er ist aufgestanden und das Herz hat aufgehörrt zu schlagen. 2 Tage später kam unser Sohn zur Welt. Ich hatte inerhalb von 5 Tagen ein Kind zur Welt gebracht und meinen Vater verlohren. Einerseits freue ich mich unglaublich einen so tollen Sohn zu haben aber anderer seits kann ich das nicht mehr meinem Vater erzählen und ihm sein Grosskind vorstellen. Es sind nun fast 3 Monate vergangen und es hollt mich immer und immer wider ein. Jedes mal wen ich an die Geburt denke denke ich auch an den Verlust. Ich habe das Gefühl das es mich zerreisst.

      • Mein herzliches Beileid, das ist wirklich schlimm. Das hört man so oft, dass einer geht und einer kommt. Vier Tage nach der Geburt meiner Enkelin starb ihr Uropa, aber er erfuhr es noch, dass er es geworden war.
        Es ist momentan kein Trost, aber Du kannst Deinem Kind später mal Fotos zeigen - sammle welche in Papierform, mach ein kleines Buch, schreib ein paar nette Geschichten dazu rein. So wird er seinen Opa wenigstens ein bißchen "kennenlernen". Auf alle Fälle hat Dein Sohn nun einen ganz besonderen Schutzengel im Himmel. Auch wenn manche drüber lachen, ich glaube auch daran, dass mein Mann noch immer irgendwie ein bißchen auf unsere Enkelin aufpasst, die er sehr liebte #herzlich
        Irgendwann wird der Schmerz stiller und dann ist dieser Gedanke für Dich vielleicht auch tröstlich.
        Liebe Grüße von Moni

        Mein aufrichtiges Beileid!
        Ich schreib dir weil es bei meinem Vater ebenso war. Aufgestanden, Herzinfarkt, gestürzt und wahrscheinlich beim Sturz schon nicht mehr am Leben.
        Er war allein daheim und wurde obduziert.
        Ich hatte den Kontakt mit der Kripo usw. und mir wurde versichert dass es so schnell gegangen ist dass er unmöglich etwas mitbekommen haben kann.
        Ich halte mich daran fest und es gibt mir Trost. Ich vermute bei deinem Papa wird es ähnlich gewesen sein. Andere können sich drauf vorbereiten dass jemand gehen muss und bei dir und mir ist es einfach Knall auf Fall so gekommen.

        Mir hilft so sehr der Spruch

        Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah!

        Weiß man ob unsere Lieben auf uns aufpassen können? Nein, weiß man nicht, aber der Gedanke dass es so sein könnte gibt mir immer wieder die Kraft weiter zu machen.
        Und dein süßes Baby wird dir auch die Kraft geben und du darfst mit deinem Kind später weinen wenn du an deinem Papa denkst...er wird immer ein Teil von dir sein.....

Top Diskussionen anzeigen