Geburt Schwägerin bei eigenem Kinderwunsch

Hi,
ich muss meine Gedanken jetzt hier einfach Mal los werden.
Ich selbst habe schon länger einen Kinderwunsch und hatte ende letzten Jahres eine Fehlgeburt (von der eigentlich kaum jemand weiß weil ich einfach nicht weiß wie ich das Ganze kommunizieren soll).
Nach Hormontests wurden dann auch noch Chlamydien festgestellt und in einem Monat hab ich eine Bauchspiegelung.
Jetzt hat meine Schwägerin heute ihre kleine Tochter zur Welt gebracht und mich hat es voll erwischt. Ich gönne es ihr 100% aber bin selbst einfach unendlich traurig.
Natürlich würde die nächsten Wochen, wie man es so macht der Babybesuch anstehen und ich weiß einfach nicht wie ich mich hier verhalten soll. Habt ihr hier Tipps für mich? (Sie wissen auch nichts von meiner Situation und weiß auch nicht ob das aktuell der beste Zeitpunkt ist das zu erwähnen).

Freu mich auf euren Input :)
liebste Grüße

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Hallo,
Ich kann dich gut verstehen.
Du solltest dich selber nicht quälen und in der nächsten Zeit eher auf Abstand gehen.
Corona ist doch noch ein guter Grund um auf Abstand zu gehen.
Ich finds immer interessant, daß Frauen immer gleich sagen, ich Gönne es ihr ja.
Ich finde das OK das die Freude wenn andere Kinder bekommen und man selber kinderwunsch hat, nicht wirklich groß ist.
Es tut weh und man fragt sich immer warum die anderen und nicht ich.
Wenn du bisher nicht genug Vertrauen zu deiner Schwägerin hattest, ihr von deinen Kinderwunsch oder von der Fehlgeburt zu erzählen, würde ich jetzt auch nichts sagen.

Wünsche dir alles Gute und viel gl<ck das du dein Wunschkind bald in den Händen halten darfst😁

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Danke dir für deine Antwort :)

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Ich würde es vom Verhältnis abhängig machen. Wenn es nur ein Höflichkeitsbesuch wäre, würde ich eine nette Karte schreiben, gratulieren und mitteilen, dass wir den Babybesuch machen, wenn die Coronalage besser ist.

Wenn ihr euch gut versteht und die Schwägerin empathisch ist, würde ich es ihr sagen und erklären, dass ihr nur ganz kurz vorbeikommt, weil du es länger noch nicht schaffst. Sie würde doch sonst nicht verstehen, warum ihr so auf Abstand geht.

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Ich war auch schon ein paar Mal in dieser Situation und habe mir dann immer wieder gesagt: Diese andere Familie kann doch nichts dafür, dass es bei mir so schlecht ausgegangen ist. Wenn es anders herum wäre, würde ich mir auch wünschen, dass sie sich für mich und mir mir freuen. Dieser Sichtwechsel hat mir sehr geholfen mich für uns mit Ihnen zu freuen. Der neuen Mama würde ich mich an Deiner Stelle nicht anvertrauen, denn das würde Ihr eigenes Glück überschatten und sie wäre immer verunsichert, was Eure Zusammentreffen angeht. Lass ein wenig Zeit vergehen (mind.3Monate) und dann kannst Du überlegen, ob Du Dich Ihr anvertraust. Das wäre mein Ratschlag an Dich.
Alles Gute.

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Leider begleitet einem so etwas länger als man denkt. Ich hatte eine Eileiterschwangerschaft und bin auch ein halbes Jahr später in Tränen ausgebrochen als mir meine beste Freundin von ihrer Schwangerschaft erzählt hat. Ich habe mich für sie gefreut aber dann erinnert man sich daran dass man etwas verloren hat.

Ich finde das nur normal. Aber dem Kind gegenüber würde ich versuchen mich so normal und liebevoll wie nur möglich zu verhalten. Nimm es einfach als Moment in dem du weisst warum du das alles machst und trotzdem noch weiter daran glaubst dass ihr auch dieses Geschenk bekommt. Weiss deine Familie von der Fehlgeburt? Dann wäre es natürlich einfacher zu erklären wenn dann doch eine Träne rauskommt.

Fühle dich umarmt du bist nicht die einzigste und irgendwann wird es sicher nochmal klappen und ihr habt euer Baby bei euch.