"Seltsame" Anzeichen nach Tod von Opa

Hallo.

Mein Opa hat uns mit 88 Jahren vor rund 3 Wochen verlassen.

Kurz zu ihm: vor ca 4-5 Jahren hat bei ihm die Demenz angefangen sowie die generelle Gesundheit wurde immer schlechter. Zum Schluss ihn war die Demenz voll da und er war ans Bett gebunden. Wenn manisch ehrlich ist, war der Tod eine Erlösung. Dies muntert auch irgendwo auf, weil man weiß es ist "besser" so.

Was mich aber seit dem Tod sowie der Beerdigung beschäftigt sind zwei Dinge die irgendwie seltsam sind, womöglich auch nur eine Einbildung.

Ich würde behaupten, ich war sein Lieblingsenkel und ich war auch spätestens jeden zweiten Tag bei ihm und meine Oma.

An seinem Todestag bin ich sowie meine ganze Familien (rund 15 Leute) zu ihm gefahren um nochmal Zeit mit ihm, auch wenn er bereits nicht mehr unter uns warten, zu verbringen und auf den Bestatter zu warten.
Also wir alle das waren ist ein Storch überhaupt uns geflogen und gekreist, sicherlich 5 Minuten, das kam mir irgendwie seltsam vor wenn man drüber nachdenkt, da weit und breit noch nie ein Storch in der Nähe war.

Bei der Beerdigung als der Sarg runter gelassen wurde und ich Abschied genommen habe sowie eine Rose hinein geworfen habe, habe ich (nur ich) es dreimal deutlich gegen Holz klopfen gehört.

Ich wollte einfach nur mal nachfragen ob jemand etwas ähnliches erlebt hat oder ob ich einfach Nut spinne und mit rs einbilde.

Danke

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Es tut mir leid, dass du deinen Großvater verloren hast, aber schön, dass er so lange bei euch sein konnte.

Doch, ich habe durchaus auch schon 'seltsame' Dinge erlebt und noch viel mehr gehört. Ich bin auch sicher, dass es mehr gibt, als wir sehen und begreifen können.

Meine Oma ist schon vor einigen Jahren gestorben. Die Ärzte schwankten in ihren Aussagen der letzten Tage zwischen 'ein paar Tagen' und 'wenige Stunden'. Es kann halt niemand genau sagen, das ist einfach so. Am vierten Tag haben mich meine werte Kollegen (sie lag bei uns im Pflegeheim) rausgeworfen mit dem Hinweis, ich solle mir vorstellen, sie würden jetzt all das zu mir sagen, was ich Angehörigen sagen würde. War ein Argument, also bin ich nach Hause, um ein paar Stunden zu schlafen. In dieser Nacht habe ich von meinem Großvater geträumt. Er stand gegen ein Mofa gelehnt und hat mich gefragt, ob Oma jetzt fertig sei, sie müssen los. Ich bin ins Haus, hab ihr gesagt, dass Opa wartet, sie hat mich in den Arm genommen und ist mit ihm weggefahren. Ich bin aufgewacht, war total irritiert, schau auf mein klingelndes Handy, bin ran und hab meine Kollegin nur gefragt: "Wann ist sie gestorben?" Die Antwort war "Vor zwei Minuten, ich wollte dich gerade anrufen, dass die Schnappatmung eingesetzt hat".
Ja, klar, der Traum ist leicht zu erklären, ich habe mit dem Tod gerechnet, aber der zeitliche Zusammenhang ... naja.

Im März diesen Jahres konnte ich an einem Tag nachts überhaupt nicht einschlafen, weil ich einfach ein schlechtes Gefühl hatte. Ich kann es nicht genau festmachen, aber ich bin nicht zur Ruhe gekommen, hatte Bauchschmerzen und musste ständig an einen bestimmten Bewohner denken. Das ging wirklich so weit, dass ich unsere Nachtwache angerufen und gebeten habe, doch bitte mal nach dem Bewohner zu schauen. Hat sie gemacht und ihn bewusstlos auf dem Boden gefunden, er hatte einen Schlaganfall.

Aber das 'Gruseligste' war: Vor zwei Jahren war ich arbeiten und war mit 1000% sicher, meine Schwester rufen gehört zu haben. Ich bin raus auf den Flur und hab sie gesucht, hab meine Kollegen gefragt, wo sie sei, aber sie war nicht da. Ich müsse mich wohl verhört haben und nein, hat mich auch niemand anderes gerufen. Daraufhin habe ich versucht, meine Schwester telefonisch zu erreichen. Nachdem ich sie über eine halbe Stunde weder per Handy noch Festnetz erreichen konnte, hab ich meiner Vorgesetzten gesagt, ich müsse kurz weg, ich konnte nicht weiter arbeiten. Also bin ich zu meiner Schwester gefahren und mit dem Ersatzschlüssel ins Haus. Viel weiter musste ich gar nicht, sie hat am Treppenende gehockt, Fuß scheinbar so dick wie die Oberschenkel. Sie war auf der vorletzten Stufe abgerutscht, auftreten unmöglich, Handy oben in der Wohnung, Mann arbeiten, Kinder bei der Oma.

Natürlich kann man das alles mit Einbildung oder Zufall erklären. Oder wie meine Chefin mit hoher Empathie. Es gäbe für alles eine logische Erklärung. Ich denke, wir spinnen uns die Logik auch manchmal zurecht, weil wir Menschen uns etwas schwertun mit dem Gedanken, nicht alles kontrollieren und beherrschen zu können.

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Hallo, erstmal mein aufrichtiges Beileid!
Ja, manchmal passieren Dinge, die man mit dem Verstand nur schwer erklären kann. Als meine Oma vor vier Jahren gestorben ist, bin ich nachts genau zu der Uhrzeit aufgewacht, zu der sie verstorben ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie bei mir war um sich zu verabschieden.
Du spinnst also nicht. Vielleicht hat sich auch dein Opa von dir verabschiedet.
LG Gretel

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Auch ich glaube, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde, was wir nicht wissen.
Es ist aber ehrlich gesagt egal, ob es Einbildung war oder Wirklichkeit. Du hast das so erlebt und das ist wichtig und wahrscheinlich ein Zeichen deines Opas ob nun von ihm gesendet oder von dir gespürt.
Als meine Oma starb war ich achtzehn. Es war ziemlich plötzlich. Sie war den Abend zuvor einfach etwas "kränklich" aber als ich morgens aufwachte wusste ich, dass sie heute sterben wird.
Und mit 15 Jahren habe ich einen guten Kumpel bei einem Autounfall verloren. Genau zu der Zeit als er gestorben ist (15 Uhr) war ich mit einer Bekannten zusammen. Ich hatte das zwanghafte Gefühl seinen Namen sagen zu müssen und von ihm zu sprechen. Habe ihr erzählt, dass wir nicht mehr miteinander reden wegen einer dummen Sache und das es mir Leid tut. Vielleicht hat er das irgendwie noch gehört.

Wünsch dir alles gute und das dein Opa auf dich aufpasst!

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Hallo. Erstmal mein Beileid♥️. Ich glaube schon an solche Sachen. Als vor ca 3,5 Jahren meine Uroma verstorben ist (wir hatten später wenig Kontakt aber trotzdem früher sehr guten), war ich mit mein Sohn zur Beerdigung. Zum Schluss hatte sie auch demenz. Sie konnte mein Sohn nie kennenlernen,erst bei der Beerdigung dann. Innerlich habe ich mit ihr gesprochen als der sag runter ging und hab ihr mein Sohn vorgestellt. Genau in dieser Nacht und noch 1 Nacht später ging ganz spontan ein paar mal nachts die Spieluhr von meinen Sohn an ,obwohl die kaputt war. Ich hab die versteht gehabt und deswegen ging die nie außer genau kurz an diesen tag der Beerdigung und 1 tag später