Mein Leben und meine Fehler - eure ehrliche Meinung dazu bitte

Guten Tag,

vor kurzen ist meine geliebte Oma im Alter von 88 Jahren von mir gegangen und nun befinde ich mich in einer Situation, wo ich mir mit meinen 37 Jahren Gedanken um meine Zukunft machen werde.

Den ich verbrachte sehr viel Zeit in den letzten 10 Jahren bei ihr. Alle ca. 14-20 Tage war ich immer bei ihr, für ca. 10-14 Tagen.

Bin aufgrund meiner Psychischen / Körperlichen Erkrankung Rentner.

Meine Oma war für mich ein sehr besonderer Mensch, ich habe sehr viel Zeit mit Ihr gerne verbracht und ich habe sie auch über alles geliebt, ich glaube sogar noch mehr als meine Mutter.

Meine Oma hat im Vergleich zu meiner Mutter mir immer zugehört, fragte wie es mir geht oder sah es schon in meinen Augen. Sie nahm mich auch oft auf, weil ich Zuhause ein Problem habe:

Das ist der Lebenspartner meiner Mutter.


Und hier komme ich zu eurer Meinung. Da hier viele Eltern sind. Ob meine Mutter damals einen Fehler gemacht hat oder ob alles richtig war? Diese Frage beschäftigt mich über 20 Jahre und ich wüsste so gerne warum.

Meine Eltern hatten sich damals geschieden - da war ich ca. 11 Jahre alt. Für mich war das eine heile Welt. Ich wusste das meine Eltern sich nicht verstanden, da ich oft Streiterein leider mit bekam. Mein Vater war und ist auch nicht einfach, ihn lernte ich später noch kennen, mehr dazu später.

Dann kam der neue Lebenspartner in mein Leben, allerdings nur, da meine Mutter während der Ehe fremd ging, heimlich zu ihm fuhr - wo ich immer mit musste.
Hier schlief ich leider auch immer im gemeinsamen Bett mit ihm und ihr. Oft bekam ich auch derren Liebesleben mit. Kein Sex, aber umarmungen etc.

In dieser Wohnung hatte er Model Autos in Vitrinen stehen gehabt. Ich wollte mit diesen gerne spielen und bekam von ihm die Antwort "Wenn du daran gehst, breche ich dir die Finger"

Dann nahm ich mir mal ungefragt einen Pudding aus seinen Kühlschrank und bekam einen schlag ins Gesicht.

Ins Gesicht geschlagen hat er mir oft, er zog mich auch über den fußboden, an den füßen gepackt und mit dem Rücken über den Teppich. Oder es folgten verbale erniedrigende Psycho Wörter. Zb wenn ich mir etwas gekocht hatte, das er sagte "Das würde ich aber nicht essen, da hast du doch rein gekotzt" oder "Deine Mama will ich, dich nicht"

Es folgten viele Wörter die nicht schön waren, vieles habe ich auch verdrängt, aber vieles kommt immer wieder hoch. In dieser Zeit wo sie immer heimlich zu ihm fuhr, gab es mal eine Situation wo er mich glaube ich, zum aller ersten mal geschlagen hatte. Da fuhr meine Mutter nämlich mit mir richtung Autobahn.... kurz vor der Auffahrt, fuhr sie wieder zurück zu ihm und stand ihm rede.

Ich war dann allein im Auto, für eine längere Zeit, dann kam sie heraus und holte ihre sachen aus dem Auto und blieb noch bei ihm.

Ich kann nicht in Worte fassen wie ich mich da verletzt gefühlt hatte.

In dieser Zeit machte ich auch meinen Vater dafür mitverantwortlich für die Scheidung. Auch da ich von einigen Personen manipuliert wurde. Wenn er anrief, legte ich immer auf und ging ihm aus dem weg. Ich brach den Kontakt zu ihn ab.

Später kam dann der Umzug. Von Hagen nach Siegen. Ich musste meine Heimat aufgeben, meine Verwandschaft, meine geliebten Großeltern, Freunde und unseren Garten.

Wir zogen dann mit ihm in eine gemeinsame Wohnung. Ich glaube ich war da 13.
In dieser Wohnung wurde das schlagen auch wieder presenter, gelernt hatte er ja aus ihren Worten nicht.

Ich erinnere mich noch, das mal die Batterien seines Weckers leer waren und er mich dafür verantwortlich gemacht hatte. Hier gab es wieder einen schlag ins Gesicht.

Irgendwann bin ich dann wieder zu meinen Vater zurück gekehrt, ich übernachte ein paar Tage bei ihm und wollte dann auch länger bleiben, bis er dann sagte "Wenn du länger bleibst, siehst du deine Mutter nie wieder"

Dann verschwand der Kontakt zu meinem Vater wieder.
Was ich auch bemerkte, das mein Vater mich damals immer viel ausgefragt hatte um die beiden, da er meine Mutter auch gehasst hatte.

In der Wohnung war es jetzt so gewesen, das meine Verwandten in Hagen wohnten. ua. meine Großeltern. Es ist eine Strecke von ca. 60km. in unter 1 stdt wäre man dort. Nur leider kamen diese dann nie, 1x im Jahr bekamen wir mal besuch und es tat sehr weh.

In der Wohnung kam es dann öfter zu auseinander setzungen zwischen ihm und mir. Ich bin eher ein sehr ruhiger Mensch und wollte nie ärger. Doch er war ja immer an mir dran gewesen und schlug mich.

Auch wenn ich mal länger auf der Toilette war - hat er die Tür eingeschlagen.

Einmal war es dann so gewesen, das wir Weihnachten in Hagen und auf dem weg zur Tante waren, hier sollten wir übernachten. Er zog während der ganzen Autofahrt an meinem Gurt. Meine Mutter hielt dann an einer Tankstelle, er stieg aus und holte mich aus dem Auto heraus, er wollte mich ohne anlas verprügeln. Es hielt sogar ein Autofahrer an. Meine Mama sagte da zu mir, ich soll einsteigen und sagte zu ihm, das er zusehen soll wie er nach Hause kommt.

Am nächsten Tag fragten natürlich die Verwandten wo er den ist. Und dann kam es heraus.
Mein Cousin sagte "Der soll sich hier nicht mehr blicken lassen" und die andere Tante sagte "Hätte er das mit meinem Sohn gemacht, ich weiß nicht was ich mit ihm gemacht hätte"

Keine 2 Wochen später kamen dann die ersten Fragen, "Wo ist er?" , "Wie geht es ihm?"
usw. ich habe ab dort das komplette vertrauen zur meiner Verwandtschaft verloren.
Außer zur meiner Oma. Sie war immer neutral und sie mochte ihn auch nicht.
Später gab es mal eine Situation wo ich in die Klinik gegangen bin. weil ich nicht mehr leben wollte..... hier sagte ich meiner Mutter, "Bitte, bitte sagt es NIEMANDEN das ich in der Klnik bin. Ich möchte nicht das sich meine Großeltern sorgen machen" Meine Mutter sagte es selbstverständlich weiter und ich bekam dann ärger, indem es hieß "Was das den solle. Das ich nichts hätte und das sich Oma und Opa sorgen machen"
Dann folgte die nächste Planung von den beiden. Sie bauten ein gemeinsames Haus. Da muss ich ca. 16 Jahre alt gewesen sein.
Ich bekam natürlich ärger von den Verwandten, warum ich da nicht mithilf und wurde als Faul abgestempelt. Aber ich konnte keinen einzigen Tag, mit ihm alleine da helfen und bauen. Und das tat ich auch nicht. Sie alle halfen bei dem Hausbau mit.

Ab meinem 17 Lebensjahr erfolgte dann etwas in meinem Leben, was für mich mein psychischer Durchbruch war und heute auch teils als großen Fehler sah.
Es gab da wieder eine Situation, als wir bereits in dem Haus wohnten. Meiner Mutter zur Liebe, sprach ich das Thema bei ihm an. Er saß nur in seinem Sessel, es kam kein Wort aus ihm heraus, er war wie immer nur sturr. Ich sagte zu meiner Mutter, "Das man sich mit ihm doch überhaupt nicht unterhalten kann, dass das alles kein Sinn ergibt"
Und aus meinem Schutz heraus, folgte dann etwas, was ich bis heute bereue. Ich bin ihm dann KOMPLETT aus dem weg gegangen. Das heißt, ich habe seit meinem 17 Lebensjahr bis heute - bin 37 - in meinem Zimmer aus Angst vor ihm verbracht.
Ich wollte und möchte, mit ihm NICHTS mehr zu tun haben. Die Ängste wurden immer schlimmer, auch das grübeln, den jeder Tag ist ein großes Ritual ihm aus dem weg zu gehen und eine Kunst, wenn man es so nennen kann, das ich das die Jahre so hin bekommen habe. Anfangs begegnete ich ihn, durch ungeplante Fehler und es kamen dann seine Psycho Sprüche.
Damals fand ich die Zeit schon schlimm von 17 - 21. Da habe ich 4 Jahre in dem Zimmer verbracht. Raus gegangen bin ich zwar, aber das geht nur so, indem ich sie fragte, wo ist er gerade und wenn sie sagte ihm garten, konnte ich schnell raus - nur beim rein gehen war alles immer sehr mühsam. Wie komme ich hinein, wenn er da ist, wo ist er usw.
War er zB an der Garage und ich musste mal zum Arzt, bin ich über der Terasse, die wiese hoch gerant und dann zur Straße. Also einmal ums Haus herum.
Was mir immer sehr weh tat, das meine Verwandtschaft uns so selten besuchen kam, 1x im Jahr kamen sie und nur für 1Tag, kurz kaffee getrunken und dann ins Möbelgeschäft. Mir tat das immer so weh, weil ich meine geliebte Oma dadurch so selten sah.
Wir sind aber meist die Woche 1-2x nach Hagen gefahren und haben alle besucht.
Mir tat das immer so weh, ich saß in meinem Zimmer, hatte sehnsucht nach meiner Oma und hörte dann von anderen, das sie hier und da ist.
Als ich 21 Jahre alt war, kam dann eine sehr schöne Zeit in meinem Leben. Ich machte eine Ausbildung und wohnte 4 Jahre bis zu meinem 25 Lebensjahr in einem Internat.
Anfangs bin ich jedes WE nach Hause gefahren, aber auch nur, weil ich meinen Wellensittich (der einzige, den ich immer zum reden hatte) vermisst hatte. Er verstarb aber dann leider. So das ich dann nur an Schließwochenenden nach Hause fuhr......
Als die Ausbildung dann zuende war, fragte mich der Psychotherapeut "Wo wollen sie mal wohnen?"
Ab da, seit 2010 fing dann das grübeln an. Ich grübelte jeden Tag, zur jeder Stunde, wo möchte ich wohnen? Ich kann doch nicht zurück nach Hagen ziehen, weil was ist dann mit meiner Mama? Sie sorgt sich doch dann? Was ist wenn ihr etwas passiert? Bin ich dann (ich fahre kein auto) schnell da? Kann ich dann in ihr krankenzimmer, wenn er da ist? Oder muss ich wieder warten bis er weg ist? All das beschäftigte mich.
Das selbe war aber auch andersrum, bleibe ich in Siegen, kommt mich überhaupt wer besuchen? Und wie oft? 1x? Das würde mich nicht reichen. Was ist wenn meiner Oma was passiert? Bin ich dann da ? Möchte sie ja öfter sehen.
Ab 2011 kam dann etwas, wo durch ich meine Oma etwas öfter sehen konnte, wir fuhren ab da jedes Jahr mit ihr in dem Sommer Urlaub für je 2-3 Wochen. Das war immer für mich ein Lichtblick worauf ich mich freuen konnte.
Von ca. 2012-2015 machte ich mir dann Gedanken über meine Wohnung, indem ich viel einkaufte, an Küchensachen usw. Mein Größter Wunsch war aber, eine Wohnung zu haben und das meine Oma mich mal besucht. Zb stellte ich mir ein Leben vor, in Hagen. Sie ist in der Stadt und klingelt, ganz spontan, ganz alltagsmäßig und besucht mich. Dann dachte ich, würde ich in Siegen wohnen, müsste man sie erst abholen und sie würde kommen.... aber dachte dann wieder nur an meine Mutter, ja das ich durch ihr ja mehr zeit mit ihr hätte und das meine mutter mich zwischendurch mal besucht.
Meine gedanken drehten sich immer nur um Besuch ! Weil das ist für andere alltag und für mich waren es Träume. Da man uns wie gesagt nur 1x im Jahr besucht hat.
2015 hatte ich dann den Wunsch nach Bayern zuziehen, weil ich das da so schön fand. An meinem 30 Geb. waren wir mit Oma auch dort gewesen. Ich war in meiner Kindheit aber auch schon oft da.
Das waren aber dann wieder nur Träume gewesen. ... Die meiste Zeit hockte ich zu jeder Jahreszeit nur in meinem Zimmer, habe gegammelt, viel fernsehen geschaut, geschlafen, nur damit die Zeit schnell weg geht und dann paar tage vergehen, damit ich meine Oma wieder in Hagen besuchen konnte. Meine Oma war für mich immer eine Stütze und ein großer Lichtblick, raus aus dem Haus zu kommen und bei ihr zu sein, bei ihr fühlte ich mich frei, konnte rausgehen wann ich wollte und konnte mit ihr schöne Zeiten verbringen.

ca. 2018 nahm ich nach fast 18 Jahren wieder Kontakt zu meinem Vater auf, auch da ich oft schlecht schlafen konnte und weil ich mir die frage stellte, warum gehe ich ihn aus dem weg ? Warum trennten sich unsere wege? Natürlich war es die Angst. Ich hatte Angst vor ihm.
Dadurch lernte ich ihn aber auch kennen, seine art und macken. Und seinen hass gegenüber meiner Mutter.

Ich wollte immer von Zuhause weg ziehen, spielte auch mal Lotto, weil ich davon träumte eine eigene Wohnung in Siegen und in Hagen zu haben, wegen der Sorgen, damit das leichter wäre.

Ich verfiel einfach mehr in meinem Grübeln, in meine Ängste, in meine Psyche........
Und denoch träumte ich immer von einer eigenen Wohnung, vom eigenen besuch, von meiner Oma.

Mein Opa verstarb ca. 2008 und hier wollte ich erst nicht hingehen, weil ich der typ da auch hin ging. Als jetzt meine Oma verstarb, wollte sie das nur die Familie kam, also war er nicht anwesend gewesen. Ich konnte mich von meiner Oma verarbschieden und das tat mir gut.

ca. 2019-2020 war ich in einer Reha gewesen, wo ich das auch alles ansprach. Hier kam es dann zu einem Gespräch mit dem Psychiater, meiner Mutter und mir. Sie nahm in im Schutz, indem sie sagte er hätte ja eine schwere Kindheit gehabt, weil er mich deswegen geschlagen hatte.

Meine Verwandten stehen leider hinter meiner Mutter auch, sie stehen zu ihm, sie fragen auch immer wie es ihm geht.
ca. 2020 lernte ich die Stadt Münster kennen, ich war da schon ein paar mal gewesen, ich kam wegen der Hallenbäder dazu, da ich gern schwimme. Und ich war hin und weg dahin zuziehen, da ich auch überlegte den Kontakt zu den Menschen, die mir nie gut taten, abzubrechen.
Dann lernte ich ein anderes schwimmbad, mit sauna kennen und überlege jetzt doch wieder zurück in die heimat zuziehen.....

Allerdings möchte ich nicht nach Siegen zurück. Da dort zuviele negativen Erinnerungen stecken.
In einem Monat gehe ich in die Psychiatrie.

1

zudem hatte ich vor ca. 6 Monaten meiner Mutter einen 4 Seitigen Brief geschrieben, mit meinen Gedanken, wie es weiter gehen soll usw.
Darin schrieb ich auch, das ich so nicht mehr leben möchte und evtl. nach Münster ziehe.

Auch sprach sie oft an, das sie wieder zurück zieht, auch früher wenn die beiden sich gestritten hatten oder sonst, wenn es um das Haus ging, da wollte sie auch zurück. Mir wurden immer leere hoffnungsschimmer gesetzt.

In meinen Träumen, träumte ich an von einem ort wie die heimat, wo alle wohnen, wo ich keine sorgen/ ängste haben brauch,wo ich jeden besuchen kann.

Jetzt wo meine Oma tot ist - ist leere - das grübeln hörte auch auf. Ich träume nicht mehr davon das sie mich besucht, aber es tut sehr weh, das sie mich nie besuchen wird.

Und all das weil dieser Mensch in meinem Leben kam.
Auch die Frage, warum sie bei ihm blieb und warum er mich schlug. Da bekam ich nie eine Antwort. Und von ihm nie eine entschuldigung. Im Gegenteil, meine Mutter wollte das ich mich bei ihm entschuldige....


Mir tun nur die Jahre der Angst leid, das ich 20 Jahre meines Lebens weggeworfen hatte...

Möchte aber auch einen neuanfang in meinem leben haben. Mit menschen die mir gut tun.

2

Hallo mein Lieber,

Ich habe mir deinen langen Text durchgelesen und ich muss Dir sagen, dass es mir einfach leid tut wie es Dir ergangen ist.

Ein paar Sachen fallen mir auf:
1. Du hattest wirklich keine schöne Kindheit und hast eigentlich dich immer nur nach Liebe, Wärme, Geborgenheit und Familie gesehnt.

2. Du hast eigentlich nie an DEIN WOHL gedacht, sondern dir immer Gedanken um andere gemacht ( ... " was ist mit meiner Mutter wenn ich weg ziehe...")

3. Dir hat deine Ausbildungszeit, als du weg von zuhause warst und in ein anderes Leben eingetaucht bist, am besten gefallen.

4. Deine Mutter und deine Verwandten sehen bis heute nicht ein, dass sie sich Dir gegenüber absolut fehl verhalten haben.

5. Du bereust eigentlich fast dein ganzes bisheriges Leben.

Wenn du mich jetzt nach einem Rat fragen würdest, dann würde ich dir raten jetzt mit deinem Leben anzufangen.
Eine eigene Wohnung, ein eigenes Leben aufbauen. Ziehe dahin, wo es DIR GEFÄLLT. Deine geliebte Oma lebt leider nicht mehr. Das war der einzige Mensch, der dir wirklich wohlgesonnen war. Und du trägst sie für immer in deinem Herzen. Sie hätte gewollt, dass es dir gut geht und du die Kraft hast deinen eigenen Weg zum Glück zu gehen.
Ich glaube es ist am besten wenn du den Rest deiner Verwandtschaft hinter dir lässt. Es tut dir nicht gut. So hart das klingt, aber manchmal muss man für seinen eigenen Seelenfrieden einen Schlussstrich ziehen, weil manche menschen sich niemals zum angenehmen ändern werden. Es ist leichter für einen selbst das zu akzeptieren. Hart am Anfang, aber auf Dauer leichter.

Du wirst Menschen finden, die es gut mit dir meinen. Und du wirst dann froh sein, dass du dein Leben in die Hand genommen hast.

Die Zeit rennt. Wir wissen alle nicht wann unsere Zeit abgelaufen ist. Solange du kannst, solltest du auch Leben. Es kostet eine Menge Kraft wenn man das ein oder andere Paket zu tragen hat. Das weiss ich leider auch ziemlich genau. Aber am Ende hat man die Wahl: man lässt die Zeit verfliegen und ist froh um jeden verstrichen Tag, oder man macht sich sein Leben so schön es eben möglich ist und lebt.

Leben bedeutet nicht nur "noch da zu sein und zu atmen". Es bedeutet so viel mehr .

Und ja, das Leben ist ein arschloch, aber am Ende weiss man eben nicht was danach kommt und ob man nochmal ne Chance kriegt.

Ich wünsche dir so sehr, dass du deinen Seelenfrieden findest. Du wirst ihn in dir finden. Wenn du angekommen bist, wirst du es fühlen können.

Alles Liebe Dir💕

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Hallo mein Lieber,

Ich habe mir deinen langen Text durchgelesen und ich muss Dir sagen, dass es mir einfach leid tut wie es Dir ergangen ist.

Ein paar Sachen fallen mir auf:
1. Du hattest wirklich keine schöne Kindheit und hast eigentlich dich immer nur nach Liebe, Wärme, Geborgenheit und Familie gesehnt.

2. Du hast eigentlich nie an DEIN WOHL gedacht, sondern dir immer Gedanken um andere gemacht ( ... " was ist mit meiner Mutter wenn ich weg ziehe...")

3. Dir hat deine Ausbildungszeit, als du weg von zuhause warst und in ein anderes Leben eingetaucht bist, am besten gefallen.

4. Deine Mutter und deine Verwandten sehen bis heute nicht ein, dass sie sich Dir gegenüber absolut fehl verhalten haben.

5. Du bereust eigentlich fast dein ganzes bisheriges Leben.

Wenn du mich jetzt nach einem Rat fragen würdest, dann würde ich dir raten jetzt mit deinem Leben anzufangen.
Eine eigene Wohnung, ein eigenes Leben aufbauen. Ziehe dahin, wo es DIR GEFÄLLT. Deine geliebte Oma lebt leider nicht mehr. Das war der einzige Mensch, der dir wirklich wohlgesonnen war. Und du trägst sie für immer in deinem Herzen. Sie hätte gewollt, dass es dir gut geht und du die Kraft hast deinen eigenen Weg zum Glück zu gehen.
Ich glaube es ist am besten wenn du den Rest deiner Verwandtschaft hinter dir lässt. Es tut dir nicht gut. So hart das klingt, aber manchmal muss man für seinen eigenen Seelenfrieden einen Schlussstrich ziehen, weil manche menschen sich niemals zum angenehmen ändern werden. Es ist leichter für einen selbst das zu akzeptieren. Hart am Anfang, aber auf Dauer leichter.

Du wirst Menschen finden, die es gut mit dir meinen. Und du wirst dann froh sein, dass du dein Leben in die Hand genommen hast.

Die Zeit rennt. Wir wissen alle nicht wann unsere Zeit abgelaufen ist. Solange du kannst, solltest du auch Leben. Es kostet eine Menge Kraft wenn man das ein oder andere Paket zu tragen hat. Das weiss ich leider auch ziemlich genau. Aber am Ende hat man die Wahl: man lässt die Zeit verfliegen und ist froh um jeden verstrichen Tag, oder man macht sich sein Leben so schön es eben möglich ist und lebt.

Leben bedeutet nicht nur "noch da zu sein und zu atmen". Es bedeutet so viel mehr .

Und ja, das Leben ist ein arschloch, aber am Ende weiss man eben nicht was danach kommt und ob man nochmal ne Chance kriegt.

Ich wünsche dir so sehr, dass du deinen Seelenfrieden findest. Du wirst ihn in dir finden. Wenn du angekommen bist, wirst du es fühlen können.

Alles Liebe Dir💕

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Hallo,
es ist schlicht und ergreifend falsch, was für arschlöcher auf der welt sind, die kindern (menschen) das leben zur hölle machen.
Es tut mir leid, wie es dir ergangen ist. Dein text macht dein dilemma fühlbar.
Gibt es vielleicht aus der psychotherapie techniken, die du anwenden kannst, um aus dem grübeln zu kommen?

Ich hatte damit auch zu tun, jedoch nicht in dem umfang. Ich hab mir dann folgenden t-shirt spruch immer visualisiert: "ist mir egal, ich lass das jetzt so"
Was mir auch half war Improvisationstheater und musizieren. Man trifft schnell entscheidungen und ist zu 100 % in dem moment. Auch da finden verschiedene "techniken" anwendung, die man im alltag integrieren kann.
Kannst du an deinem schwimmhobby anknüpfen, um aus dieser spirale herauszukommen? Schwimmen im verein. Dinge in einer gruppe tun kann glücklich machen.

Ich bereue eher weniger meine entscheidungen, auch wenn ich um manches traurig bin. Ungesagtes gegenüber verstorbenen zum beispiel. Bereuen bringt keine Punkte 🤷