komplikationen bei hausgeburt?

hallo,

wer hatte schon mal eine hausgeburt, bzw. weiss was man für mögliche komplikationen haben könnte / einplanen sollte?
wenn man danach evtl. ins krankenhaus muss wegen blutverlust kann man dann das baby miteinchecken??
wer kennt sich aus?

liebe grüsse samira

1

Das Baby gehört in den frühen Tagen eigentlich fast noch immer zum Körper der Mutter. Schon allein wegen dem Stillen. Wenn du wirklich ins KH kommst, ist das Baby in aller Regel dabei. Einzige Ausnahme, wenn es sich um einen derartigen Notfall handelt, dass du dich um dein Baby überhaupt nicht kümmern könntest.

2

Hi Samira,

ich hab eine Kollegin, die wollte eine Hausgeburt.

Wehen setzen abends ein, alles ganz normal. Hebi kam am nächsten morgen, Wehen reglemässig, Mittags Blasensprung...und um 17.00 Uhr die Erkenntnis - nichts geht mehr...ins KH...dort wurde festgestellt, dass das Baby schon weit im Becken sitzt und dort feststeckt. Für KS war es zu spät.

Am Ende wurde das Kind mit der Saugglocke rausgezerrt...es hat ein Auge verloren. Das alles hätte sich verhindern lassen, hätte man im KH die Geburt überwacht und rechtzeitig einen KS gemacht.

Meine Kollegin wird sich das nie verzeihen können. Ihre zweite Tochter kam im Krankenhaus auf die Welt, hier wurde nach 10 Stunden ein Kaiserschnitt gemacht - da die Geburt nicht voran ging.

Ich hab einen Kollegen, der hat 6 Kinder, das letzte wurde um 06.00 Uhr geboren (Im KH!!!!) und um 09.00 Uhr waren die beiden bei ALDI und haben Fleecajakcen für alle kinder gekauft...

ich würde niemals einfallen, die Gesundheit oder gar das Leben meines Babys zu gefährden.

Ich hab auch von einer normalen Geburt geträumt, musste aber meine beiden Söhne per Kaiserschnitt bekommen - ich kann dir nur sagen - ES IST EGAL wie dein #baby geboren wird.


LG BUNNY #hasi

3

Hallo,

das was du aber jetzt schreibst ist eine Ausnahme es ist bewiesen das es bei Hausgeburten zu weniger Komplikationen Kommt!

Hausgeburten sind in Deutschland leider immer noch nicht sehr angesehen,nimmt man zum beispiel Holland da wird eine Geburt normalerweise immer zu Haue durchgeführt und nur im Falle von BEL oder Zwillingen (halt bei Komplikationen ) eine Klinikgeburt.
Und die zahlen von Komplikationen bzw Sterbefällen ist genauso hoch wie in Deutschland.

LG Ina

4

hallo!

ich denke, dass du mind. so erschreckende "berichte" von kkh- geburten findest....

immer eine frage, welche meinung man womit beweisen möchte.

statistisch gesehen sind hausgeburten nicht risikoreicher als kkh- geburten...

lg

bianca

weiteren Kommentar laden
5

Hi, ich habe 4 meiner 8 Kinder per Hausgeburt bekommen und plan es diesmal wieder. Eine gut geplante Hausgeburt ist nicht risikoreicher oder mit mehr Komplikationen behaftet als ne Klinikgeburt.

Hab schon die Beiträge vor mir gelesen und ich könnte dir zu dem "schlimmen" Beispiel der Hausgeburt 3 ebensolche Fälle bei Klinikgeburten schildern (Freundeskreis,Familie) --aber das spare ich mir hier.Einfach aus Rücksicht der anderen Schwangeren,denn solche Dinge sind selten. Aber wenn dann was passiert,wird das eben sehr dramatisch (verständlich!) aufgenommen.

Wenn man sich für ein kind entscheidet,sollte man auch wissen das -selbst bei einer noch so super gut überwachten Geburt - immer etwas passieren kann.

Informier dich vorher über Vor-und Nachteile, such dir eine Hebamme der du 100%ig vertraust! (denn das ist DIE Verraussetzung für das Gelingen einer guten Hausgeburt!!) und halte auch immer einen Notfallplan bereit. Keine Hebamme wird eine Hausgeburt unsinnig lange herauszögern und das Leben von mutter+Kind aufs Spiel setzen.Die fährt mit dir lieber zu zeitig als zu spät ins KH.

Ein OA eines großen Kh hier hat mir mal erklärt,das bei einem Not-KS die OP-Vorbereitungen auch mindest.15min (eher länger-wenns nicht gerade ne UNI ist) dauern und wärend dieser Zeit solltest du auch mit nem Notarzt im KH sein.

Ich wünsch dir alles Gute und eine super schöne Hausgeburt und solltest du noch mehr wissen wollen,dann meld dich einfach ver VK

Lg Annett (8kinder) + BabyBoy inside 37+1

7

Hallo,
also ich habe meine beiden Großen im Geburtshaus bekommen und fand das auch ganz gut dort, allerdings haben beide Geburten recht lange gedauert deswegen möchte ich meien jetzigen Bauchbewohner gerne zu Hause bekommen .Allerdings denke ich das es halt auch sehr auf die Erfahrung der Hebamme ankommt wie gut die Geburt bei Komplikationen ausgeht.Ich würde mich bei einer Hausgeburt sicher nicht einer Hebamme anvertrauen die gerade erst ihre Ausbildung fertig hat .
Ich kenne meine Hebammen bereits seit 8 bzw 4 Jahren und weis das ich ihnen blind vertrauen kann (sie haben auch schon etlichen Zwillis spontan ans Licht geholfen), wäre das nicht der Fall würde ich warscheinlich keine Hausgeburt machen.
Also wenn du eine Hausgeburt machen möchtest solltest du dir eine Hebamme suchen die viel Erfahrung hat und bei der du ganz sicher bist das sie dich im Falle eines Falles auch rechtzeitig ins Krankenhaus begleitet!

Liebe Grüße Sarah

8

Hallo,

hatte selber eine Klinikgeburt (Frühchen), kann dir aber glaub ich einen Tip geben.

Such dir für den Notfall ein Krankenhaus mit Kinder-Intensivstation.

Eine Freundin von mir hat eine Hausgeburt begonnen, Kind ist steckengeblieben. Sie sind ins nächste Krankenhaus und der kleine kam per Saugglocke. Soweit nicht tragisch, er musste aber zur Kontrolle auf eine Kinderintensiv (zur Sicherheit) und die war im Krankenhaus 50 km entfernt in dem Sie selbst nicht einchecken konnte und auch keine Elternzimmer mehr frei waren. Das war für Sie selbst kein Zuckerschlecken so frisch entbunden den ganzen Tag im Krankenhaus irgendwo rumsitzen/stehen etc.

Die zwei weiteren Geburten meiner Freundin waren völlig komplikationslose Hausgeburten in Rekordzeiten.

Ich wünsch die alles Gute und lass dich nicht allzusehr verunsichern. Wenn du deine Hebi vertraust klappt das schon.

LG Nanni

9

Hallo,

ich habe eine Hausgeburt geplant, alles war vorbereitet. Leider hatte ich einen Blasensprung ohne Wehen, und als die Wehen dann endlich losgingen, wollte sich der Muttermund einfach nicht öffnen (anatomisches Problem bei mir). Ich habe mit meiner Hebamme entscheiden, die Geburt dann in die Klinik zu verlegen, was mir sehr weh getan hat. Es war natürlich besser so, aber es ist mir trotzdem schwer gefallen.

Meine Tipps zum Thema Hausgeburt:
- AM ALLERWICHTIGSTEN: eine erfahrene und verantwortungsbewußte Hausgeburtshebamme, die nach Möglichkeit auch nichts anderes macht
- absolutes EInverständnis mit dem Vater/ Ehemann, denn es ist total wichtig, dass auch er dahinter steht
- Voranmeldung in einer Klinik mit Kinderklinik, am besten Maximalversorgung oder Kinderintensiv

Wenn DU noch Fragen zum Thema hast: jederzeit gern!

LG,
Iris (+Samira, *17.03.2007)