Lakritz in der Ss?

    • (1) 19.01.11 - 18:19

      Hallo ihr,

      wißt ihr ob man in der Ss Lakritz essen darf? Dachte ich hätte mal gelesen, dass das nicht so gut sei?

      Viele Grüße

      Sarah + #ei (5+3)

      • Schau mal, hab ich gefunden.
        Ich selber kann lakritze nicht ausstehen.

        lg



        Expertenrat
        Gefahr durch Lakritze in der Schwangerschaft?
        Wie in jüngst veröffentlichten Ergebnissen einer aufsehenerregenden Studie aus der Frauenklinik des Universitätsklinikums Benjamin Franklin zu erfahren ist, kann der übermäßige Verzehr von Lakritze in der Schwangerschaft zu schwerwiegenden Lungenreifungsstörungen führen. MEDIPORTonline sprach mit der Ärztin A. Wittig, die an der Durchführung der umfangreichen Tests maßgeblich beteiligt war...
        M: Was darf man aus ihren Untersuchungen schließen? Darf man jetzt keine HARIBO-Lakritz-Schnecken mehr zu sich nehmen?

        AW: Keineswegs. Der Gehalt an Glycyrrhetinsäure (GRA) in diesem Erzeugnis ist vergleichsweise gering, auf jeden Fall nicht so hoch, wie z. B. in den in skandinavischen Ländern verbreiteteten Salmiakpastillen.

        M: Also sollte man allgemein vorsichtig sein mit lakritzhaltigen Produkten

        AW: Für Gesunde ist der maßvolle Genuss unbedenklich. Lediglich eine Schwangerschaft stellt hierbei eine Ausnahmesituation dar. Ein generelles Problem liegt in der fehlenden oder nur mangelhaften Deklaration lakritzhaltiger Produkte, obwohl verbindliche Maximalwerte in Deutschland festgeschrieben sind. Ein weiteres Problem stellt die allgemeine Unkenntnis über die potentielle Gefährdung durch GRA dar.

        M: Was verbirgt hinter dieser doch recht chemisch klingenden Verbindung.

        AW: GRA ist im Süßholzwurzelextrakt enthalten. Als erste haben wohl die Indianer den stimulierenden Effekt dieser Substanz beim Kauen von Süßholz bemerkt.

        M: Inwiefern stimulierend? Ist Süßholz eine Droge?

        AW: Nein überhaupt nicht. Der stimulierende Effekt ist eher in einer Blutdrucksteigerung begründet. Das damit zum Beispiel Potenzprobleme gemindert werden können ist durchaus denkbar.

        M: Nun zurück zu Ihren Untersuchungen. Wie liefen diese im Einzelnen ab?

        AW: Wir haben schwangere Mäusen und Ratten mit GRA gefüttert. Bei Untersuchungen der neugeborenen Tiere wurden deutliche Lungenreifungsstörungen festgestellt. Zudem waren die betreffenden Tiere untergewichtig.

        M: Wie kann man den Wirkungsmechanismus dieser Substanz erklären?

        AW: Um diese Frage verständlich zu beantworten, muss ich die Grundlagenphysiologie und Biochemie bemühen. Bestimmte Hormone, sogenannte Glucocorticosteroide (GCS), werden von der Nebenniere gebildet um bestimmte Stoffwechselwege im Körper zu regulieren. Ganz allgemein lässt sich feststellen, das GCS die Adaptation des Körpers an Stress und andere Situationen mit erhöhter Leistungsanforderung (Stress) bewirkt. Im Mutterleib stimulieren GCS die Reifung der verschiedenen kindlichen Organsysteme. Seit längerem ist bekannt, das GCS die Produktion eines Faktors (surfactant) in der fetalen Lunge anregt. Dieser Faktor stabilisiert die Lungenbläschen und macht die Atmung nach der Geburt erst möglich. Dies macht man sich zum Beispiel therapeutisch bei der Gabe von Cortcoiden bei drohender Frühgeburt und zu erwartender Lungenunreife zu nutze.
        Man weiß, das die biologische Wirksamkeit in der Blutbahn zirkulierender GCS von verschiedenen Faktoren abhängt unter anderem auch von ihrer Affinität zu GCS-Rezeptoren, die auf der Oberfläche verschiedener Zellen zu finden sind. Diese Rezeptoraffinität wiederum wird durch ein spezielles Enzym vermittelt. Ein potenter Hemmstoff dieses Enzyms(11-ß-HSD) ist u.a. GA.
        Wenn also die Schwangere ungehemmt Lakritze konsumiert, nimmt sie darüber natürlich GA, ein Bestandteil der Lakritze zu sich. Dieser hemmt die 11-ß-HSD, die Rezeptoraffinität für GCS am Alveolarzellen Typ 2 wir vermindert und deshalb wird in der Lunge nicht genügend surfactant gebildet- die Lunge ist also unreif.

        M: Lassen sich diese Ergebnisse zwanglos auf den Menschen übertragen?

        AW: Diese Ergebnisse lassen sich natürlich nicht 1:1 auf den Menschen übertragen, ein Versuch dieser Art wäre natürlich aus ethischen Gründen beim Menschen natürlich auch nicht durchführbar.
        Man weiß allerdings auch, das es bestimmte Tierarten gibt, deren biologische Stoffwechselmuster sehr weit mit dem des Menschen übereinstimmen, so dass ähnliche Reaktionsmuster auch für den Menschen zu erwarten sind. Dazu gehören auch Maus und Ratte.

        M: Welche praktischen Schlussfolgerungen kann man aus Ihren Untersuchungen ziehen?

        AW: Als ganz allgemeine Schlußfolgerung kann sicher die alte Weisheit gelten: Dosis facit veneam. In Maßen genossen kann es nicht schaden, in zu hoher Dosierung können schädliche Effekte nicht ausgeschlossen werden

        M: Wir bedanken uns für das Gespräch.
        Quelle: MEDIPORTonline

      Ohman#gaehn#augen


      Wieso sollte das Schädlich sein????

    Hallo

    Ich selber habe am anfang der schwangerschaft liter weise O-saft und Lakritz gegessen. Und es hat mir und dem kind nicht geschadet. Ich bin eh eine die das ist was mir schmeckt oder wo ich drauf hunger habe.

    Also lass es dir schmecken

    Viele Gruesse

    Nicole (34+2)

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