Hätte ne Frage zum Elterngeld :-)

    • (1) 24.02.11 - 16:40

      Hätte da mal ne Frage, vielleicht kennt sich damit jemand aus :-)

      Mein Mann und ich sind beide Steuerklasse 4. Kann ich kurz vor der entbindung die Steuerklassen auf 3/ 5 ändern lassen???? Damit ich die 65% von meinem Nettogehalt in Steuerklasse 4 bekomme??

      Vielleicht kann mir jemand helfen :-)

      LG

      • Huhu,
        deine Frage ist etwas schwer zu verstehen. Kannst du das mal umformulieren, was du jetzt genau möchtest? Danke :-)

        • Also, wenn ich meine Steuerklasse jetzt schon auf 5 ändere, bekomme ich ja netto deutlich weniger, was sich ja dann auch auf die 65% elterngeld auswirkt!! Wenn ich aber kurz vor der entbindung meinem mann steuerkl 3 gebe und ich 5, dann ist mein letztes nettogehalt ja noch mit steuerklasse 4 und somit sind dann 65% davon mehr.

          Meine Frage ist nur, ob ich das kurz vor der entbindung ändern kann??

      #kratz

      Das Elterngeld wird Dir netto ausbezahlt. Die 65% (ode 67%) von Deinem jetzigen Nettogehalt werden nicht mehr versteuert, also keine Lohnsteuer abgezogen. Wir haben es die ganze Zeit über bei 4 / 4 gelassen (verdienen sonst annähernd gleich) und nicht extra geändert.

      Hoffe, das hilft Dir jetzt weiter?!

      LG,
      Sandra

    • bedenke dass Elterngeld und Mutterschaft dem Progressionsvorbehalt unterliegen und dem zu versteuernden Einkommen bei eurer Einkommensteuererklärung hinzugerechnet wird (auch wenn es steuerfrei ist) - dadurch erhöht sich die zu zahlende Steuer.

      Ich glaube es ist dabei egal welche steuerklassen man hat - entweder hat man monatlich weniger oder muss bei der Steuererklärung mehr nachzahlen - also im endeffekt egal

      bin kein experte - aber so habe ich das ganze verstanden

      Also ich versteh Dich! :-)

      Ihr habt jetzt 4/4. Irgendwann macht es Sinn, auf 5/3 zu wechseln, nämlich dann, wenn Du nichts mehr verdienst, damit Dein Mann dann mehr netto hat. Fürs Elterngeld macht es natürlich keinen UNterschie... (Oder?? - Am Ende wird es ja doch versteuert, jedenfalls mussten alle Eltern, die ich kenne, mit der nächsten Steuerabrechnung viel Geld nachzahlen...)
      So, jetzt die Frage, wann man am besten wechselt. Jetzt wäre ja schlecht, denn dann wäre Carolins Nettogehalt weniger und entsprechend auch das Elterngeld.
      Hab ich das so richtig verstanden? :-)
      Ich denke, dass es Sinn macht, nach dem Mutterschutz zu wechseln, denn erst dann bekommst Du ja weniger als jetzt...

      Danke :-) :-) ...du hast mich verstanden :-) !!!!!!!!!!!!
      Dann mache ich das am besten wenn der Muttersschutz beginnt.

      LG

Also es ist so:

Du bekommst ja monatlich Steuern und Sozialversicherungsbeiträge von deinem Bruttogehalt abgezogen. Übrig bleibt dein Nettogehalt.

Bei Steuerklasse 3 wäre dein Nettogehalt höher, da die Lohnsteuer von einer anderen Bemessungsgrundlage berechnet wird.

Sinnvoll wäre es, wenn du jetzt auf Steuerklasse 3 wechselst, dein Mann auf 5. Dadurch erhöht sich jetzt dein monatlicher Nettolohn und entsprechend höher entfällt das Elterngeld, welches ja prozentual von deinem Nettolohn der letzten 12 Monate vorm Mutterschutz berechnet wird.

Nach der Geburt, aber erst wieder in 2012 wirst du ja vermutlich in Elternzeit sein oder wesentlich weniger verdienen als dein Mann, sodass er dann auf Steuerklasse 3 wechseln sollte, mit 1 Kinderfreibetrag... (Du dann auf 5)

Durch den Progressionsvorbehalt, dem das Mutterschaftsgeld und das Elterngeld unterliegen, kann es 2011 und 2012 zu Steuernachzahungen kommen. Hier ist es ratsam, sich etwas Geld zur Seite zu legen. (Am besten mit dem Steuerberater besprechen).

Hoffe, da war jetzt alles drin, was du brauchst.

LG beat

  • Vielen Dank für den tollen Tipp :-)

    LG

    Hallo Beat,

    allerdings bin ich der Meinung, dass es sich nicht lohnt jetzt von 4 auf 3 zu wechseln, da das nur eine Umverteilung ist, so hatten wir das zumindest ausgerechnet. Das was mein Mann dann jetzt weniger pro Monat bekommen würde, durch Steuerklasse 5, bekomme ich dann in Form von Elterngeld mehr. Wir bleiben bei 4/4.
    Und so wie ich das jetzt hier gerade gelesen haben, bleiben wir wahrscheinlich weiterhin während der Elternzeit in 4/4, damit wir am Jahresende nicht so viel nachzahlen müssen.

    LG herzblatt142

    • Überleg mal:

      Durch deinen Wechsel von 4 auf 3 geht dein Netto hoch und das von deinem Mann runter. Die Besteuerung vom Gehalt deines Mannes hat nichts mit dem Elterngeld zu tun. Du musst dir das unabhängig voneinander vorstellen. Eure persönliche Steuerschuld bleibt gleich, ob jetzt 3/5 oder 4/4. Das macht man mit der Steuererklärung am Ende des Jahres. Die Steuerklassen haben lediglich Einfluss auf die Vorauszahlungen auf die ESt. Am Ende des Jahres wird geguckt, welche Steuer ihr zu zahlen habt und jenachdem wie viel ihr im Laufe des Jahres vorausgezahlt habt, bekommt ihr dann ne Erstattung oder müsst eine Nachzahlung leisten.

      Fazit: Durch den Steuerklassenwechsel erhöht sich nur die Bemessungsgrundlage für das Elterngeld. Auch bei Steuerklasse 4/4 müsst ihr wahrscheinlich nachzahlen, weil eben der anzuwendende Steuersatz steigt. ABER: Wer mehr Elterngeld bekommt, klar, der muss auch mehr Steuern bezahlen... Das ist nicht schlechtes, sondern positiv. Man sollte sich nur übers Jahr das Geld zurücklegen. Grundsätzlich kommt man aber mit dem + raus.

      LG beat

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