Nackenfaltenmessung - für und wider?!

Hallo,
wahrscheinlich wurde es schon tausend Mal gefragt, aber ich hab jetzt leider keine Zeit zu suchen:

Ich bin in der 10. SSW und wollte mal fragen, ob ihr alle die Nackenfaltenmessung machen lasst oder ob auch jemand dabei ist, der sie nicht machen lässt und aus welchen Gründen. Ich habe morgen wieder FA-Termin und muss dann entscheiden, ob ich mir einen Termin für die NFM geben lasse.
Danke schonmal für Eure Antworten! #winke

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Hallo,

mein dringender Rat: geh logisch an diese Sache heran.

Die NFM ist ein sehr unsicheres Verfahren, bezüglich des Ergebnisses. Es spiegelt lediglich eine Wahrscheinlichkeit wieder. Zum Beispiel: Trisomie 21 - 1:230 bedeutet dein Kind hat mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:230 diese Behinderung. Was wiederum bedeutet: Nur 1 Kind von 230 Kindern mit diesen Werten kommt behindert zur Welt. Das sind weit unter 1 Prozent, ist dennoch für eine Frau unter 35 ein "schlechtes" Ergebnis!

Da man bei einem schlechten Ergebnis in den meisten Fällen dann doch GEWISSHEIT möchte, muss man folgerichtig eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, die dann Gewissheit bringt. Diese Untersuchung hat ein Fehlgeburten-Risiko von ca. 1%...

Die 2 Fragen die du dir also selbst beantworten solltest, lautet:

Würde ich eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen wollen?

Wenn nein: mach die NFM nicht

Wenn ja:

Würde ich mein Kind überhaupt abtreiben wollen, wenn es behidnert wäre?

Wenn ja:

mach die NFM

Wenn nein:

mach die NFM nicht

Viele Frauen "erhoffen" sich einfach, das was gutes rauskommt und sie dann "beruhigt" sind. Diese Herangehensweise ist aber ziemlich doof #sorry, weil es nun mal auch anders kommen kann und dann steht man da und hat den Salat...

Ich wünsche dir, dass du zu DEINER richtigen Entscheidung kommst (ich habe es nicht machen lassen ;-), trotz "Risiko" über 35 Jahre alt zu sein).

Lg Nora#winke

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Super Nora, genauso hab ich mir meine Vorgehensweise aus überlegt.
Mehrere Freundinnen von mir sind mit dieser Untersuchung "in die Falle" getappt und waren angesichts des "auffälligen" Ergebnisses massiv beunruhigt.
Die Kinder sind alle gesund auf die Welt gekommen.
Ich bin 37 Jahre und werde sicher auch damit konfrontiert - ich möchte diese Untersuchung aber nicht machen lassen.
Lg Luiselein 8. Ssw

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Ich habe das auch bei anderen mitbekommen, wie verunsichert sie über Wochen waren.
Freundinnen fragten mich auch, hast du ja bestimmt auch machen lassen, oder? Auch die die noch gar keine kinder haben.
Ich habe sie NICHT machen lassen. Auch aus diversen Gründen, aber ich wollte mich auch auf keinen Fall verunsichern lassen. Was fängt man auch mit so nem statistischen Wert an. Selbst bei 1:20 kommen noch 19 Kinder gesund auf die Welt.

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Wir haben uns nach einem langen Gespräch dagegen entschieden, weil wir gesagt haben, egal was passiert, wir bekommen dieses Kind...zumal bin ich erst 31 und gesund...bei 13+5 hat Fa dann aber trotzdem kurz erwähnt muss mir keine sorgen machen..sie sieht dünn aus.

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Mit 21 und 28 habe ich gar nicht daran gedacht ... jetzt mit 42 schon.

Allerdings weiß ich auch nicht was ich mit dem Wissen anfange, denn eine Fruchtwasseruntersuchung würde ich nicht machen lassen, da mir das Risiko zu groß ist.#kratz

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Wenn man es wissen will, aber eine FWU wegen des Risikos scheut, bleiben einem ja die diagnostischen Bluttests (Praena, Harmony und Panorama), die fast so sicher wie eine FWU sind. Manche Kassen übernehmen auf Antrag wohl schon die Kosten.

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Wir haben sie nicht machen lassen, in keiner der drei Schwangerschaften, da ich darin keinen Sinn sehe.

Ich erhalte eine Wahrscheinlichkeit. Das ist also dann immer noch wie Glücksspiel und würde einen nur zusätzlich verrückt machen. Zumal ich keinerlei weitere Test danach gemacht hätte, da auch die Ergebnisse keinerlei Auswirkungen für uns gehabt hätten.

Wenn du dir sicher bist, dass das Ergebnis für dich Konsequenzen hat bzw. das Ergebnis weiterer Tests Konsequenzen hätte, dann lass es machen, aber nur die NFM alleine macht keinen Sinn!

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Werde im August 25. Hab die nfm nicht machen lassen. Einfach weil ea nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung ist. Und ganz blöde gesagt selbst bei nem guten wert könnte trotzdem genau dein kind das eine kranke sein. ..kommt nämlich vor das die Messung unauffällig ist aber das kind krank. Und anders rum... die Tochter meiner Cousine hatte nen schlechten wert und laut Arzt behinder... anna ist aber kerngesund. .. ich hab sie nicht machen lassen weil ich mein baby nicht töten würde. ..wer hat schon das recht Gott zu spielen und zu entscheiden wer leben darf oder nicht...

Lg samy mit 2 Sternchen und Babyboy inside 32 ssw

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Ich werde die NFM machen lassen. Ich weiß es ist nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung aber sollte das Risiko erhöht sein würde ich eine weitere Untersuchung hinterher schieben. Die Fruchtwasseruntersuchung würde ich ungerne machen wegen des FG Risikos. Es gibt aber einen neuen Bluttest, den man selbst zahlen muss und wobei man ein eindeutiges Ergebnis bekommt ob das Kind eine Behinderung haben könnte. Da der Preis sehr hoch ist, ca. 1000 Euro würde ich das nur machen, wenn die NFM sehr auffällig ist. Bin erst 24 aber ich möchte einfach wissen wenn etwas nicht ok ist.

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Ich sage immer: von hinten her denken:

Wenn Trisomie21 (Kinder mit anderen Trisomien werden fast immer fehlgeboren oder fallen bei der Feindiagnostik auf; mit einem Kind mit einer anderen Trisomie wird man in den seltensten Fällen LEBEN) ein Abtreibungsgrund ist und man die Entscheidung für oder gegen eine invasive Untersuchung wegen des Fehlgeburtsrisikos, oder für oder gegen einen der neuen diagnostischen Bluttests wegen der Kosten von einer Wahrscheinlichkeitsberechnung abhängig machen möchte, DANN ist die NFM sinnvoll.

Wer ein Kind mit Trisomie akzeptieren kann (es vorher zu wissen halte ich für unnötig), wer mit einer Wahrscheinlichkeitszahl 1:xyz nichts anfangen kann oder wer absolute Sicherheit bezüglich der Trisomien braucht (insgesamt macht das nur ungefähr 10 % der Behinderungen aus), für den ist die NFM in meinen Augen unnötig bis kontraproduktiv.

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Ich sehe gerade, dass Du 29Jahre alt bis...also altersmäßig "zwingt" Dich nichts dazu.

Was die anderen Fürs und Wider betrifft, haben meine Vorgängerinnen ja gut geschrieben.

Ich selbst hab zweierlei Erfahrung:
Ich hatte in meiner 2.SS einen FA, der mir "andeutete", dass alles ok ist mit der Nackenfalte (und allem anderen auch) und damit war ich zufrieden.

Jetzt in meiner 3.SS bin ich bei anderem FA und außerdem 36 Jahre alt/jung:-p:-p...ich wollte gern das Risiko wissen. Toll fand ich persönlich, dass verbunden mit der NFM ein sehr genaues Ersttrimesterscreening erfolgte...echt schöne Bilder bekam ich dort von meinem Bauchbewohner zu sehen.

Also dann, die Qual der Wahl liegt bei Dir und Deinem Partner.

Gruß, schnuffel#winke

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also wir haben uns dagegen entschieden aus folgenden Gründen...

1. es ist eine Wahrscheinlichkeitsmessung
2. es könnten fehler beim messen auftreten wodurch auch ein falsches ergebniss rauskommt...

und wenn das der fall ist macht mann sich im nachhinein vorwürfe...

wir sind jetzt 15+3 und gehen in der 20 ssw zu nem spezialisten und wenn da was rauskommt gut dann gibt es immernoch möglichkeiten....

aber ganz ehrlich das verückt gemache ist sinnloss ändern kannst du es eh nicht....

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habe die nfm ja auch nicht machen lassen, aber sehe ich das richtig, dass du zum spezialisten gehst, einfach um zu WISSEN, ob das kind behindert ist oder nicht? DAS macht einen doch erst verrückt #kratz. Da genieß ich doch lieber meine Schwangerschaft und denke es ist alles okay soweit, denn vorbereiten kann man sich auf sowas eh nicht...

geht es nicht vielmehr um die Frage, ob man ein behindertes kind abtreiben würde oder nicht?! man kann ja an der situation, ein behindertes kind zu bekommen, schon was "ändern"...(ich meine das jetzt mal ganz wertfrei. für mich käms nicht in frage, aber es sollte eben die entscheidung der eltern sein).

zumindest ist der test eigentlich genau dafür vorgesehen, das man die chance hat, dann ggf. zu "handeln"...

in der 20.ssw ist eine abtreibung nicht mehr durchführbar, in der 13./14.SSW schon.

man sollte sich also vorab einfach erst einmal die frage stellen, was man den tun würde, wenn rauskäme, dass das kind eine behinderung aufweist und danach entscheiden ob die nfm für einen sinn macht oder nicht.

#winke

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Vor der 15. Woche ist eine Fruchtwasseruntersuchung zu riskant und bis man das Langzeitergebnis bekommt, ist man eher in der 17. oder 18. Woche. Durchführbar ist ein Abbruch auch in der 20. Woche und später.

(Sonst unterschreibe ich wieder mal:-))

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