Freiwilliger Verzicht auf Mutterschutz um höhres Elterngeld zu bekommen??

Hallo,

mir kreiselt seit ein paar Tagen diese Frage durch den Kopf. Leider komm ich durch googlen auch irgendwie nicht weiter.

Also das Problem ist folgendes:

Mein ET ist der 5.9.14
Beginn Muschu: 25.07.14

Für das Elterngeld wird ja der durchschnitt aus den letzten 12 Kalendermonaten herangezogen. Da ich während dieser Zeit eine Gehaltserhöhung bekommen habe, würde ich diese natürlich auch gerne angerechnet bekommen.
Daher würde ich gerne bis zum 31.07 arbeiten gehen.

Meine Ärztin sagte mir, sie kann den ET nicht nach hinten verschieben.
Da der Muschu ja in gewisser Weise freiwillig ist, sollte das mit meinem AG kein Problem sein. Aber wird dann wirklich auch der Juli noch für das Elterngeld veranschlagt?

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Ich weiß es nicht. Denke aber nicht, da da bestimmt der Richtwert genommen wird...

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Das denke ich nicht und wenn dreht es sich vielleicht um ein paar Euro. Denn in der Regel wird dein Durchschnittsgehalt der letzten zwölf Monate genommen. Glaub sogar vor Mutterschutz. Im Notfall würd ich mal bei deiner zuständigen elterngeldstelle anrufen. Lg

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Hey,

ich hab in der ersten Schwangerschaft meinem AG angeboten Auf den MuSch zu verzichten, er hat abgelehnt mit der Aussage das er auch strafbar machen würde. Ich vermute sehr stark das sich die wenigsten darauf einlassen.

Dennoch viel Erfolg bei dem Versuch!

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Mutterschutz ist nicht freiwillig und es gilt in den 6 Wo vorher ein absolutes Beschäftigungsverbot.

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Wo steht das angeblich mit dem strikten Beschäftigungsverbot? Das stimmt nicht, 6 Wochen vorher ist es einer schwangeren freigestellt wie lange sie arbeitet. Sie kann auch bis einen Tag vor ET noch arbeiten gehen wenn sie will. Nur die 8 Wochen danach darf nicht gearbeitet werden.

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Unsinn, auf die Wochen vorher kann die Mutter verzichten, nur nach der Geburt nicht!

Ich habe in der letzten Schwangerschaft auch 2 Wochen in den Mutterschutz reingearbeitet!
Siehe dazu MuSchG § 3.

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Ich habe heute gerade bei unserer Elterngeldstelle angerufen und gefragt welche Lohnzettel sie bei mir brauchen. ET Juli = sie wollen April 2013-Mai 2014 und ich bin auch Ende Mai in Mutterschutz gegangen. Aber trotzdem ja bis 28.05 Geld bekommen.

Lg Nadine 37 SSW

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Ist dir aufgefallen, dass sie ja auch nicht 12 verlangt haben ;)
Sind ja deutlich mehr 14), denn sie berechnen nachher bei dir aus Mai 2013 bis Apil 2014, verspreche ich dir;)

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Das ist kein Problem, was du vor hast, aber der AG muss mitspielen. Der kann nämlich auch sagen es ist ihm zu riskant, das d dauernd fehlst und lässt dich nicht in den Mutterschutz rein arbeiten!

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Machen die paar Tage so viel aus?

Die rechnen doch dein ganzes Gehalt der letzten 12 Monate und teilen das durch 12 und davon bekommst du 65%.

Aber ich weiß, dass die Schwiegertochter meiner Chefin auch eigentlich bereits im MuSchu wäre, aber noch arbeitet.
Es geht also schon

lg, loobs

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Es geht ja nicht um Tage, sondern die Tage sorgen dafür, dass ein ganzer Monat mit mehr Gehalt berücksichtigt wird.
Denn sobald auch nur ein Tag Mutterschaftsgeld in einem Monat gezahlt wird, wird der ganze Monat nicht berücksichtigt. Sorgt sie dafür, dass eben dieser eine Tag nicht gezahlt wird, sondern normales Gehalt, zählt der ganze Monat ;)

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Ah, okay. Dann kann es unter Umständen ja wirklich Sinn machen.
Danke für die Erklärung

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Ich habe genau das selbe Problem und bin sehr gespannt was die Elterngeldkasse zu dir sagt.
Bei mir geht es um brutto 300 Euro mehr also auch nicht wenig

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Update..

Ich habe heute mal rumtelefoniert mit der Krankenkasse und mit meinem AG.

Also: Man kann den Mutterschutz dadurch freiwillig verkürzen. Es wird nicht als Mutterschutz angerechnet, also würde sich das Elterngeld folglich erhöhen.