Elternzeit ... wieder schwanger ... jetzt noch in Teilzeit gehen?

Hallo zusammen,

nachdem ich am Dienstag im US das schlagende Herzchen sehen konnte, wage ich es, meine Zukunft weiter zu überdenken.

Eigentlich war der "Plan", dass wir nach der Geburt meines Sohnes (3/2012) bald möglichst ein weiteres Kind bekommen. Unser Plan schien zu funktionieren, ich wurde direkt schwanger, als wir zu üben anfingen. Doch leider hatte ich eine Fehlgeburt, der 2 weitere folgten. Nun bin ich nach knapp 1 1/2 Jahren nach Übungsstart wieder schwanger (hatte inzwischen einige Untersuchen, spritze Heparin usw.) und diesmal bin ich schon weiter als bei den Fehlgeburten, was mir Hoffnung gibt, dass diesmal alles gut geht.

Da es ja so lange nicht geklappt hatte, war mein Plan, wenn der Kleine in der Kita eingewöhnt ist, ab November bei meinem AG Teilzeit in Elternzeit zu beantragen.

Nun bin ich aber schwanger, was bedeuten würde, dass ich dann schon nach 4 Monaten Arbeiten in Mutterschutz gehen würde. Das Geld könnten wir natürlich gut gebrauchen, zudem würde ich dann hoffentlich auch etwas mehr als den Mindestsatz an Elterngeld bekommen. (Die Elternzeit werde ich zu Beginn des Mutterschutzes beenden, da bekomme ich das volle Musch-Geld, das sich aus dem Gehalt vor der Elternzeit errechnet.)

Mein AG ist ein großes Unternehmen, ist jetzt nicht so, dass dadurch eine Stelle für mich geschaffen werden müsste oder ich jemandem einen Arbeitsplatz nehmen würde.

Ich hätte meinem AG gegenüber kein schlechtes Gewissen, da das Unternehmen nicht gerade vor Sympathie strotzt (Mütter werden rausgemobbt, es wird nicht nach Sozialplan gekündigt etc.).

Ich weiß nicht, ob ich mir den psychischen Stress antun möchte (müsste sicher die Stelle einklagen, würde aber vermutlich Recht (weiß nicht, wie sich die Schwangerschaft auswirkt) bekommen, würde aber sicher von Vorgesetzten und Arbeitskollegen geschnitten werden) oder ob ich auf das Geld verzichten soll/kann. Es kommen ja durch die Kita meines Sohnes jetzt 450 Euro mehr Ausgaben monatlich auf uns zu.

Puh, ich weiß nicht, was ich machen soll!

Es besteht ja auch noch immer die Möglichkeit (ich mag nicht drüber nachdenken), dass die Schwangerschaft wieder nicht hält: Dann hätte ich weder ein Baby noch die Arbeitsstelle ...

Sorry, das ist glaube ich alles etwas kompliziert ...

Was würdet ihr tun? Falls man das überhaupt beantworten kann!

Liebe Grüße und danke für eure Antworten!
#winke

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Huhu.
Wäre ich an deiner stelle würde ich wieder in teilzeit arbeiten gehen. Dein kind ist im Kindergarten versorgt und gut betreut und ihr hättet dann in der nächsten elternzeit vermutlich mehr geld, als nur den mindestsatz.
wenn du nach einiger zeit merkst, dass es psychisch garnicht auszuhalten ist. Aufgrund der Situation mit deinen kollegen und deinem vorgesetzten, dann geh zu deiner Ärztin und lass dich krank schreiben und evtl könntest du auch ein Beschäftigungsverbot erwirken aufrgund der psychischen und seelischen Belastung an deinem Arbeitsplatz.

Ich würde es an deiner stelle erstmal versuchen, auch wenn dein Gefühl komisch sein wird am 1. Arbeitstag. Aber wenn es nicht geht, gibt es noch andere Wege, aber du bekommst evtl. mehr elterngeld dann.
Informier dich doch bevor du dich entscheidest, ob du wirklich mehr elterngeld bekommen würdest oder doch nur den mindestsatz. Wenn das der fall sein sollte würde ich Zuhause bleiben, denn dann kannst du dir den Ärger sparen, wenn eh nicht mehr für dich raus springt.

Ich bin mir sicher du wirst für dich eine richtige Entscheidung treffen :-)
Liebe grüße

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hallo,

ich habe eine ähnliche Situation wie du. ich bin seit anfang märz wieder am Teilzeit arbeiten und in 2 Wochen gehe ich in Urlaub und dann direkt in Mutterschutz. auch wegen dem elterngeld. waren dann ja auch nur knappe 6 Monate, die ich gearbeitet habe.

die Firma wollte gerne, dass ich nach dem letzten Kind mit Abfindung gehe...aber welcher ag stellt schon hinterher eine mutter mit kleinen kindern ein?...nee, da bin ich mir lieber noch etwas sicher, dass mein alter ag mich erst mal zurücknehmen muss. das Geld muss ja irgendwoher kommen und außerdem will ich auch wieder ein bißchen arbeiten. werde nach 1 jahr wieder Teilzeit anfangen. jetzt weiß mein ag ja auch, dass ich den Anwalt nicht scheue und letztlich habe ich das recht auf meiner seite.

ich musste meine stelle mit Anwalt durchboxen, aber einer schwangeren darf man nicht kündigen und rechte hast du ja auch. wenn die Firma sich querstellt, geh direkt zum Anwalt. ging bei mir dann ruckzuck und ich hatte eine stelle. ist zwar keine wahnsinnig aufregende arbeit, aber die kollegen sind super nett und die zeit geht rum.

ich war auch egoistisch und hab an das elterngeld und meine Familie gedacht. und wenn dein ag kein Kleinbetrieb ist, dann wird er sich auch keinen zacken aus der krone brechen dich für ein paar Monate noch unterzubringen.

vg und alles gute
marie 30. ssw