was darf ich bei SS-Diabetes essen?

Hallo! #winke

Ich hatte am Dienstag den Zuckerbelastungstest.

Das sind meine Werte:

nüchtern -> 98
nach 1h -> 190
nach 2h -> 158

Laut meinem FA ist das (leider) SS-Diabetes. :-( Er hat mich in's KH zur Ernährungsberatung überwiesen. Den Termin dafür muss ich erst vereinbaren.

Was darf ich noch essen? (Dass ich auf Süßigkeiten und Süßes verzichten muss, weiß ich und es fällt mir sehr schwer. :-( #hicks)

lg angel32s #katze mit Prinzessin inside (24+3) #verliebt

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Genaues kann ich dir nicht sagen, aber ich kann dir einen super Tipp geben für einen sehr hilfreichen Blog.

http://fraukrausze.wordpress.com

Ist meine Freundin und sie hat SS-Diabetes und deshalb einen Ernährungsblog mit vielen Rezepten ins Leben gerufen.

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Vielleicht bringt dir der Artikel hier was: http://babyzauber.com/schwangerschaft/gesund-schwanger/belastungen-wahrend-der-schwangerschaft/schwangerschaftsbeschwerden/schwangerschaftsdiabetes

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Ganz grob: so wenig Kohlenhydrate wie möglich, lieber Vollkornprodukte als Weißmehl, natürlich auch kein Zucker.
Was oft vergessen wird: Auch Obst hat viel Zucker, also hiervon nur in Maßen und nicht "weil es gesund ist" besonders viel. Gilt auch für Obstsäfte und Schorlen.

Kein Problem ist Gemüse (Kartoffeln aber nicht zu viel) und Fleisch/Fisch.

Je nachdem wie schlimm deine Werte sich entwickeln heißt die Devise: die Dosis macht das Gift. Also mal ein Stück Schokolade ist meist schon mal erlaubt, es braucht ja nicht gleich die ganze Tafel sein.

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deine werte sind wie meine, also wirdt du es vermutlich mit nahrungsumstellung alleine hinkriegen ohne insulin zu spritzen.

fleisch, fusch, gemüse, wurst, meiste käsesorten und nüsse kannst du essen siviel du willst

Kartoffeln (am besten Salzkartoffeln) und reis (am besten wildreis oder schwarzer reis) in kleinen mengen, nudeln in kleinsten mengen

Fruchtsäfte, süsses Obst (bananen und trauben z.b.), fruchtjoghurts, weissmehlprodukte, Süßigkeiten und ähnliches gehen gar nicht.

naturjoghurt und frischkase enthalten laktose, also auch in maßen genießen.

Vollkornbrot ist gut, es gibt aber auch vollkornsojabrot, das geht noch besser.

achtung, in z.b. chinesischem essen ist auch in sossen zucker drin, oder in salatsossen auch

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Also eins vorweg: Du musst auf gar nichts verzichten. Das ist die gute Nachricht. Denn: Fast alles, was du jetzt nicht verträgst, kann man durch gesunde Sachen ersetzen. Kuchen lässt sich prima mit Weizenvollkornmehl und Süßstoff und/oder Stevia backen (davon ein Stück zum Kaffee und du musst überhaupt kein schlechtes Gewissen haben!), selbst Trauben und Bananen kannst du essen, aber eben nur eine halbe Banane und ein paar Trauben und nicht kiloweise auf einmal. Auch Orangensaft geht noch: Als Zwischenmahlzeit ein kleines Glas - kein Problem! Die hohe Kunst für dich wird sein, dein Essen zu organisieren.

Ich verzichte seit nunmehr 9 Monaten so gut wie auf Weißmehl und Zucker. Manchmal lässt es sich nicht ganz vermeiden, gerade wenn man irgendwo eingeladen ist. Und manchmal will man eben ein Eis essen. Das sind alles keine Beinbrüche, wenn du nicht gerade das Eis direkt nach dem Mittag isst und wenn es bei einer kleinen Portion bleibt.

Bei mir wurde der Diabetes direkt zum Beginn der Schwangerschaft diagnostiziert. Ich habe seit dem meine Ernährung radikal umgestellt und eins herausgefunden: Pizza, Nudeln, Kuchen, Burger können durchaus noch auf dem Speiseplan stehen, aber eben in der Vollkornvariante, die übrigens genauso gut schmeckt wie die Weißmehlvariante. Der große Nebeneffekt: Ich stehe 3 Wochen vor der Entbindung und habe bis heute nicht ein Gramm zugenommen. Ich werde mit -14 kg aus der Schwangerschaft gehen und das ist ein sensationeller Erfolg. Aber was viel wichtiger ist: Mein Baby ist kerngesund. Es ist so groß und so schwer, wie es sein soll, seine Proportionen sind gesund und ich habe nicht einmal zu viel Fruchtwasser gehabt. Ich musste seit Anfang an ein Nachtinsulin spritzen, bin aber dank sehr guter Ernährung bis zum Schluss um die Spritzerei tagsüber drum herum gekommen. Lass dich davon motivieren :)

Mein Rat an dich: Rechne deine Mahlzeiten in BEs aus. Einen sehr guten Rechner findest du hier: http://www.mitohnekochen.com/broteinheiten-berechnen/ (Registrierung notwendig). Damit bist du auf der sicheren Seite. Als Faustregel gilt: 3 - 4 BE pro Hauptmahlzeit, 1 - 2 BE pro Zwischenmahlzeit. Drunter zu bleiben ist immer gut, darüber zu sein ist weniger gut - das hat immer Auswirkungen sowohl auf dein Baby als auch auf dich! Diabetes schadet auch dir und deinen Organen. Vergiss das nicht. Teste aus, wieviele BE du pro Mahlzeit verträgst. Ich kann beispielsweise nur wenig zum Frühstück essen, aber zum Abend vertrage ich die Kohlenhydrate besser. Und ansonsten: Du musst auf nichts verzichten! Aber sehr oft lohnt es sich, nicht das zu nehmen, wonach es einen zuerst gelüstet, sondern nach einer Alternative zu suchen, die oftmals sogar besser ist als das, worauf man ursprünglich Lust hatte. wir3inrom hat dir ja schon den Link zu meiner Webseite gegeben. Da findest du einige Rezepte und auch eine gewisse Anleitung, wie du die ungesunden Bestandteile in der Nahrung durch die gesunden ersetzen kannst. Wenn du dich traust, dann backe dir mal das Roggenbrot, das ich verlinkt habe. Es lohnt sich! Ist der absolute Satt- und Schlankmacher. Schau dich da mal um und wenn du Fragen hast, dann frag. Diabetes in der Schwangerschaft kann zu einer fiesen Komplikation werden, aber wenn man es motiviert angeht und diesen Mist als Chance begreift, ist es gar nicht mehr schlimm, sondern eine großartige Herausforderung.

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Ps.: Paprika und Möhren beispielsweise haben auch Kohlenhydrate. Dass man als Diabetiker bedenkenlos alles Gemüse essen könne, stimmt nicht! Auch Kürbis hat Kohlenhydrate. Bei einigen Gemüsesorten ändert sich der Kohlehydratgehalt, wenn sie gegart sind. Ansonsten empfehle ich dir auch noch sehr, dir den glykämischen Index des Lebensmittels anzuschauen, das du essen möchtest. Der gibt dir an, wie schnell etwas verstoffwechselt wird.