geburtshaus oder krankenhaus?

Hallo ihr lieben, meine erste geburt wurde zwar eingeleitet aber war super unproblematisch. Da ich umgezogen bin kann ich leider nicht in das gleiche KH. Es war eine kleine klinik ohne Kinderklinik total familiär. Bin zwar erst 9.ssw aber man überlegt ja trotzdem wo man entbinden möchte. Die Krankenhäuser in Bremen kommen eigentlich alle nicht in Frage. In Verden gibt es ein kleines KH bis dahin sind es ca 20-25min. Hier in der Nähe sind 2 geburtshäuser. Ware ja auch was schönes. Aber irgendwie ist der gedanke das kein arzt dabei ist komisch für mich. Und was ist wenn doch was passiert unter der geburt!? Dann kann man ja nicht mal eben nen ks machen. Hat jemand erfahrung in geburtshäusern gemacht? Ich bin da echt noch hin und her gerissen. Gut das noch so viel zeit ist ;-)

Glg schnubbie mit meinem muckel (5jahre) an der hand und knöpfchen im bäuchlein

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Geh doch mal zu einem Infoabend im Geburtshaus, da erklären die oft ganz gut wie bei Komplikationen vorgegangen wird.
Eine Freundin von mir hat 2x im Geburtshaus entbunden und es war super schön.
Die Hebammen dort sind um einiges fitter als die im KH.Die können die Situation schon ganz gut beurteilen und wissen wann es Zeit ist ins KH zu fahren.....

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Ich würde dir auch empfehlen, dir einfach mal ein Geburtshaus anzuschauen.

Diese Vorstellung, dass bei einer Geburt ein Arzt dabei sein muss, ist ja irgendwie sehr "deutsch". Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden entbinden die meisten Frauen zu Hause. Das klappt offenbar auch. ;-)

Es ist ja eher selten so, dass wirklich nur wenige Minuten Zeit bleiben zum Handeln, wenn es notwendig wird. Und die Hebammen kennen sich in der Regel gut aus und wissen, wann es Zeit wird, ins Krankenhaus zu fahren.

Von daher: schau es dir an und entscheide dann, ob ein Geburtshaus etwas für dich ist. Am Ende musst du dich wohl und gut aufgehoben fühlen.

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Hihi

sehr schön beschrieben mit den Nachbarland;)Und auch das es sehr deutsch ist mit Arzt entbinden zu wollen:)

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Huhu
ich hab meine beiden Großen im Geburtshaus entbunden und auch Nummer Drei wird dort,soweit alles gut geht,dort das Licht der Welt erblicken!
Im Geburtshaus sind auch zwei Hebammen bei der Geburt anwesend und alle arbeiten mit der nächstliegend Klinik zusammen so das im Ernstfall man schnell dort hin wechseln kann!
Mir persönlich macht ein Krankenhaus mehr Angst als die Tatsache mit einer Frau mein Kind zuentbinden die genau dafür Jahre lange gelernt hat!Und auch in Krankenhäusern entbinden Ärzte nie ohne Hebammen denn diese sind nun mal die Profis wenn es um eine spontane Entbindung geht!
Neue Statistiken zeigen auch,daß Geburtshausentbindungen genauso sicher sind und es sogar zu weniger Komplikationen kommt als in Kliniken,auch werden weniger Dammschnitte gemacht!
Wenn es nach meinen Ärzten damals gegangen,wären beide KS geworden,aufgrund der errechneten Größe und Gewicht!Sie kamen beide mit knapp 4000gr und 37&38Ku ohne Schnitt Kratzer oder andere Schwierigkeiten auf die Welt!

Meine Empfehlung an alle Schwangeren,geht zum Infoabend,stellt alle Fragen und glaubt ein bisschen am eure Kraft und euren Bauch!

Alles Liebe

Elfchenmama 12ssw

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Ich werde auch im gh entbinden, habe aber noch keine Erfahrung da es die erste Geburt ist. Für mich kommt aber kein kh in Frage, es sei denn es muss sein.

Habe mir letztens einen coolen Film angeguckt, der auch auf die Ängste und Situation im kh eingeht. Er heißt orAgsmic birth (einfach googeln) und ist aber auf englisch. Darin geht es darum dass eine Geburt auch sehr schön sein kann. Eine Frau hatte während der wehen auch einen Orgasmus...war total perplex wie sowas gehen soll...

Ich fand ihn sehr informativ vor allem weil die khs nicht als böse oder verteufelt dargestellt werden.

Alles gute

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Ich gehe ins Geburtshaus in Bremen :-)
Ich find's total toll da und die Hebammen sind auch alle supernett. In dem Geburtshaus gab es bisher keine großartigen Komplikationen. Die meisten Frauen werden ins Krankenhaus verlegt wegen Geburtsstillstand. Die fahren ganz normal mit Auto - es sind auch nur drei Minuten bis zum nächsten Krankenhaus.

Für mich ist ein Geburtshaus sicher genug, ich vertraue den Hebammen. Außerdem besagen Statistiken, dass Geburtshäuser genauso sicher sind wie Krankenhäuser.

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gehst du nach schwachhausen ins geburtshaus? wie viele hebis sind denn da? kann man da parken?

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#winke

Ich habe vor 14 Tagen meine Tochter im Geburtshaus bekommen und fand es wunderschön!

Die Atmosphäre, die Betreuung - für mich auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Unsere Maus kam um18.44Uhr und um kurz nach 22Uhr waren wir zu Hause. Total entspannt! #pro
Meine Hebamme kam anfangs täglich, mittlerweile so alle 2-3 Tage oder wenn ich sie brauche.

Schau dir doch die Geburtshäuser bei einem Infoabend mal an, ich denke dann merkst du schnell ob du dich wohl fühlst. Oft liegt ja auch ein KH in der Nähe, in das man im Fall der Fälle verlegt wird.
Aber in aller Regel ist das sowieso nicht nötig. Nicht umsonst kann man im Geburtshaus nur entbinden, wenn die Schwangerschaft unkompliziert verlief.

Lg
Nina mit Greta im Arm

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Hallo,

ich habe die Große im KH bekommen und die Kleine im GH, für das 3. Kind ist eine HG geplant, du siehst, ich war also mit der außerklinischen Geburt sehr zufrieden!

Geh am besten mal zu einem Info-Vormittag/Abend und informiere dich bei den beiden GH, generell füllen die sich auch schnell, also frühzeitig anmelden bzw. informieren ist gut!

Du hast ja im GH im Gegensatz zum KH eine 1:1 Betreuung durch deine Hebamme, die du kennst und die auch deine SS und dich kennt, idR erkennen die sehr früh, wenn da was nicht "rund" läuft und da keine Hebamme will, dass dir oder deinem Baby was passiert, wird dann eher mal verlegt wie wenn du jetzt im KH wärst, wo der OP neben an ist. Aber klar, das geht idR nicht in ein paar Minuten. Aber es ist keine Einbahnstraße, wenn du dich für's GH entscheidest und irgendwann doch Zweifel hast, dann sagt ihr eben BEscheid, dass ihr doch lieber ins KH geht, das ist ja kein Problem!

Alles Gute

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Ich habe zwar keine Erfahrung mit Geburtshäusern sondern nur mit Hausgeburt aber da ist im Grunde das gleiche in grün nur dass man nicht mit Auto steigen muß.

Hebammen sind in Deutschland die einzigen denen es erlaubt ist eine Geburt allein zu leiten. Ein Arzt darf das nicht. Der Vorteil an einer außerklinischen Geburt ist für mich, dass eben KEIN Arzt und KEIN OP in der Nähe ist. Notfälle treten so gut wie nie von eine Sekunde zu anderen auf (und in den sehr wenigen Fällen wo das doch der Fall ist braucht es auch in der Klinik sehr viel Glück damit es wenigstens für die Mutter gut ausgeht (es steht ja auch da nicht permanent ein ganzes OP Team hinter der Tür und wartet nur darauf den Kreißsaal stürme zu dürfen, auch da muß ein Notfall erstmal erkannt werden, und wird ein Arzt gerufen, die nötigsten Leute für eine OP,... da gehen schnell zu viele Minuten ins Land)), es gibt mit extrem wenigen Ausnahmen immer Vorzeichen. Und dann kann man immer noch in Ruhe seine Sachen packen, die Klinik wird verständigt und man fährt im eigenen Auto in die Klinik. Und auch da bekommen die meisten Frauen ihr Baby dann doch noch spontan. Aber auf die Vorzeichen zu achten und rechtzeitig zu erkennen bevor es ein Notfall ist (und evtl zu behben damit es gar nicht erst einer wird), dazu fehlt in den Kliniken einfach die Zeit. Zumal kaum eine Geburt dort ohne Eingriffe passiert und damit auch das körpereigene "Frühwarnsystem" stark beeinträchtigt werden kann.

Und auch im Geburtshaus oder zu hause haben Hebammen Möglichkeiten auf Notfälle zu reagieren sowohl mit Medikamenten als auch mit technischem Gerät.

Mach ein Gesprächstermin, guck es dir an, ich selber würde nie wieder ohne Not eine Klinik für eine Geburt betreten.

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Ich würde Dir auch empfehlen dass Du Dich einfach mal unverbindlich im Geburtshaus umschaust und vor allem die Hebammen kennen lernst.

Bei uns sind im KH ca 20 Hebammen beschäftigt, die meisten Mütter kennen die Hebamme welche sie entbindet gar nicht! Finde ich einen schrecklichen Gedanken #schock

Wir hatten zuerst eine Geburt im Geburtshaus geplant - aber dann doch überlegt eine Hausgeburt zu machen. Ich (und mein Mann ebenfalls) werde das nie bereuen! So entspannt wie im Geburtshaus oder gar Zuhause kann man in keinem KH der Welt entbinden.

Was mir am besten gefallen hat: Keine Störungen! Mein Großer ist im KH geboren, ich habe mich ständig aufgeregt weil "Irgendjemand" im Geburtszimmer unterwegs war. Die Schwester, die grad Material aus einem Schrank holen muss, die Hebamme vom Nebenzimmer die meine Hebamme gefragt hat bis wann heute ihre Schicht geht (!!!), ein Assistenzarzt, der mal schnell schauen will ob ich nicht doch ne PDA möchte und zu guter Letzt (KEIN WITZ) kam die Putzfrau #schock #schock #schock ohne anklopfen in den Kreissaal um mal zu fragen ob sie hier schon rauswischen kann!!!!! Was genau mein Mann dieser an den Kopf geworfen hat habe ich nicht richtig mitbekommen - aber es war nichts schönes ;-)

Bei der Hausgeburt war Ruhe :-) Ich lag mit meinem Mann auf dem ausgezogenen Sofa, die Hebammen saßen neben und vor mir und die beiden werdenden Oma´´s waren auf der Sofalehne aufgelehnt - es war super!

Noch wichtig vielleicht für Dich zu wissen: Du hast jederzeit vor- und während der Geburt das Recht zu sagen, dass Du ins KH möchtest - warum auch immer! Und: Die Hebammen lassen Dich in der Regel einen Zettel unterschreiben, dass Du ins KH musst wenn sie die Situation für notwendig halten - die gehen kein Risiko ein

Alles Liebe für Dich #klee

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Oh ja, diese ewigen Störungen... es soll ja Frauen geben die unter Wehen absolut gar nichts mehr mitbekommen und denen alles egal ist, Ich gehöre absolut nicht dazu. Ich war noch nie so klar bei Verstand und hatte so scharfe Sinne wie bei den Geburten meiner Kinder, selbst die Schritte außerhalb vom Kreißsaal gingen mir tierisch auf den Keks