Beschäftigungsverbot? (Ist etwas länger geworden...)

Guten Abend!
Also, ich habe letzten Freitag positiv testen dürfen und am 07.10. einen Termin bei meiner FÄ. Ich hoffe natürlich, dass es da bestätigt wird.

Es ist meine zweite Schwangerschaft.
Ich arbeite im Sozialdienst in einer Psychiatrie. Bei meiner letzten Schwangerschaft habe ich bis zum Mutterschutz gearbeitet, aber mir war nicht wirklich wohl dabei. Wir hatten Verdacht auf EHEC auf Station und Hepatitis B. Außerdem ist ein Pfleger von einem Patienten zu Boden gestoßen worden und war 6 Wochen krank.
Ich bin damals täglich zwischen meiner Frauenärztin und dem Betriebsarzt hin und hergerannt, aber beide sagten immer nur "Ja, sie sollten da wirklich nicht arbeiten, aber ich bin nicht zuständig..." Irgendwann habe ich aufgegeben.
Meine Kollegin aus dem Sozialdienst hatte in ihrer Schwangerschaft sofort Beschäftigungsverbot, aber eine Kollegin aus der Pflege hat bis zum Mutterschutz gearbeitet.
Ich habe jetzt eine neue FÄ und der Betriebsarzt ist nicht mehr da. Unsere Station hat mittlerweile auch einen Akut-Bereich (also geschlossen). Diesen Bereich dürfte ich mit Bekanntwerden der Schwangerschaft sowieso nicht mehr betreten. Aber oft eskaliert eine Situation auch im "offenen" Beteich und der Patient kommt daraufhin in den Akutbereich.
Nun die Frage: würdet Ihr auf ein Beschäftigungsverbot drängen oder es erst einmal so versuchen?
Ich bin eigentlich erst einmal in einer etwas brenzligeren Situation gewesen, damals mit einem Angehörigen, der aggressiv wurde.

Vielen dank erstmal fürs durchlesen!

LG,
Kate

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Huhu, also ich würde immer sagen, das deine Sicherheit und die des Babys vorgeht. Und wenn keinen geeigneten Platz bekommen kannst, dann lieber ein BV. Wenn was passiert, dann verzeihst du dir das nie. Lg

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Hallo,
Ich habe selber einige zeit in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet und kann für sagen dass ich schwanger da nicht hätte arbeiten wollen.
Auf jeden fall auf beschaftigungsverbot drängen....
Liebe Grüße

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Vielen Dank für die schnellen Antworten! Ich denke, ich werde versuchen, ein BV durchzubekommen...hoffentlich wird es nicht wieder so ein Hickhack...

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Eigentlich ist die Sachlage ja klar: der Arbeitgeber ist zuständig bzw der Betriebsarzt. Nicht der FA. Insofern sollte es eigentlich kein Hickhack geben. Ich drücke die Daumen, auch wenn ich nicht gerne im BV bin.

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Huhu

Also ich arbeite in der Pflege wo fast nur schwere sin. Mußte auch ständig mit meine pdl reden. Sie wollte das ich vom Arzt eine Bv bekomme hab ich nicht.
Ging lange hin und her hab ihr gesagt sie darf es mir auch geben. Dann bekam ich es von der betriebsärztin und mit ihrer Zustimmung.

Bin jetzt zum zweiten mal schwanger und bin gespannt was diesmal passiert.

Lg

Cathrin mit Abby und krümmel

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Ich würde definitiv auf ein BV bestehen, schließlich steht hier eure Gesundheit auf dem Spiel und es kann so viele Situationen geben die außer Kontrolle geraten können.
Habt ihr gar keinen Betriebsarzt mehr?An sich wäre der zuständig, da es sich ja um die Situation auf Arbeit handelt und nicht um medizinische Gründe....
Ich würde das sonst mit dem Fa besprechen und sie notfalls fragen ob sie das aufstellen kann.
Ich arbeite als Physiotherapeutin im Krankenhaus und bin seit der 11.Woche im BV weil eben niemand garantieren kann das mir Patienten stürzen oder kollabieren und ich sie auffangen "muss", mal abgesehen von all den Keimen die da so kreuchen und fleuchen.

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Hallo Susi,
nein, irgendwie haben wir gerade keinen Betriebsarzt. Der alte ist gegangen, die Stelle ist ausgeschrieben. Ich muss mich da mal erkundigen.
Vielen Dank!

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Hi!

In deinem Beruf gehörst du definitiv nach der Bekanntgabe der Schwangerschaft ins BV!

Allerdings ist es richtig, dass dein FA nicht zuständig ist.

Dein Arbeitgeber, also dein Vorgesetzter ist hier in der Pflicht, sich um das BV zu kümmern! Er muss eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und entweder Sicherheitsmaßnahmen ergreifen oder eben das BV aussprechen.

http://www.arbeitsschutz.nrw.de/themenfelder/arbeitsschutzsystem_gefaehrdungsbeurteilung/index.php

http://www.arbeitsschutz.nrw.de/themenfelder/arbeitsschutzsystem_gefaehrdungsbeurteilung/gefaehrdungsbeurteilung/index.php

http://www.arbeitsschutz.nrw.de/themenfelder/mutterschutz/gefaehrdungsbeurteilung/index.php

Die Seite gilt zwar für NRW, aber der Mutterschutz müsste überall gleich/ähnlich geregelt sein.

Sollte dein Arbeitgeber sich weigern oder dich vertrösten, lass dich vorübergehend krankschreiben und wende dich an die zuständige Bezirksregierung, dort gibt es ein Amt für Arbeitsschutz. Die kümmern sich dann.

LG

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
Ihr habt mich in meinem Vorhaben bestärkt.

Klar, ich weiß, dass der Betriebsarzt zuständig wäre, aber meine FÄ sagte, sie würde mich unterstützen, und sich notfalls selber mit dem Betriebsarzt "streiten".
LG,
Kate