Beerdigung Schwiegeroma 34. SSW mit Fünfjähriger

Hallo Ihr Lieben,
Die Oma meines Mannes ist gestern mit 94 gestorben. Die Beerdigung findet ca. 200 km von uns entfernt statt. Wir haben eine 5jährige und ich bin in der 34. SSW mit starken Symphysenschmerzen und Problemen beim Sitzen. Meine Tochter und ich hatten die Oma zwar gerne, aber keine enge Beziehung, da sie ja so weit weg wohnte. Dass mein Mann zur Beerdigung fährt ist klar. Er erwartet nicht, dass wir mitfahren. Seine Familie hingegen schon. Ich befürchte, es gäbe ein Rieseneklat, wenn ich nicht da bin. Bzgl. unserer Tochter wäre zumindest teilweise Verständnis da, ihr das nicht zuzumuten. Ich bin echt unsicher. Einerseits denke ich, ich muss mich zusammenreißen und die Fahrt und das ganze Sitzen dort auf mich nehmen. Andererseits habe ich mich jetzt wochenlang schon trotz schlimmer Schmerzen auf die Arbeit geschleppt und bin froh, endlich im MuSchu zu sein. Wollte mich jetzt wirklich mal schonen. Nach so einem Tag, werde ich nur noch kriechen und tagelang schreckliche Schmerzen haben. Wie seht Ihr das?
#danke#winke
emilia5

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Die einzige wichtige Frage die du dir stellen solltest ist "Wie steht mein Mann dazu?"

Denn wenn es für ihn in Ordnung ist, und er dem "Eklat" entspannt entgegen steht, dann sollte es Dir absolut wurscht sein, was die liebe Famillich dazu sagt. Wenn niemand auf dich Rücksicht nimmt, warum solltest du Rücksicht auf andere nehmen? Solange bei Euch zuhause dann noch alles in Ordnung ist, würd ich mir da keinen Kopf machen.

Ich würde vielleicht nur überlegen, ob nicht die Große mit Papa mitfährt. Sie ist zwar noch sehr jung.... aber ich finde, man sollte Kinder an so etwas teilhaben lassen, weil es nun mal zum Leben dazu gehört. Da geht ein Leben - wo anders entsteht eins.

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Ohne schlechtes Gewissen zu Hause bleiben und zur Not (um des Familienfrieden Willens) eine Ausrede erfinden von wegen vorzeitiger Wehen und schonen.

Ich kann das gut nachempfinden und wenn du selbst kein Problem damit hast, zuhause zu bleiben, dann sollte es auch niemand anderes.

Liebe Grüße

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Bleib zu Haus, denn aus deinem Text geht hervor, dass du

nur für andere fahren würdest.

Wenn dein Mann es ok findet, dann bleib zu Haus.

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Mal abgesehen dass ich finde dass eine 5 jährige nicht auf eine Beerdigung gehört würde ich mir dies in der 34.ssw nicht zumuten. Also wenn die Familie da kein Verständnis hat, sorry ...

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Warum genau gehört eine 5-jährige nicht auf eine Beerdigung? Ich würde sie gerade deshalb mitnehmen weil es eben nicht die riesen enge Bindung war.

Mein Vorschlag wäre auch: Papa und die Große fahren, Mama bleibt zu Haus und schont sich.

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Ich war mit 6 Jahren auf der Beerdigung meines Opas und fand es wie eben schon geschrieben ganz schrecklich! Habe heute, über 20 Jahre später, immer noch die Bilder im Kopf!
Sicher haben mich meine Eltern damals versucht mich gut darauf vorzubereiten und auch ist klar das Kinder lernen müssen das der Tod zum Leben dazu gehört, aber nicht so (meine Meinung) Es war einfach so viel Trauer da und vor allem haben wir die "Leiche" noch gesehen #schock#schmoll die Bilder haben sich zu tief in meinen Kopf gebrannt :-(

Aber das muss jeder für sich entscheiden, ich glaube weil ICH diese Erfahrung gemacht habe werde ICH meine Kinder davor schützen und lieber einen Tag nach der Beerdigung ans Grab gehen!
Zumindest in dem Alter!

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Wenn dein Mann wirklich Verständnis hat soll er für dich eine kleine Notlüge auftischen! So á la der Frauenarzt hat dir Bettruhe verordnet bzw. lange Autofahrten verboten!

Probier doch mal aus ob dir ein Osteopath helfen kann damit du den Rest der Kugelzeit gut überstehst!

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Würde auch nicht fahren. Ich finde di hast schon genug "ausreden" aber wenn es hilft würde ich auch sagen hab bettruhe! Wenn dein mann es entspannt sieht dann haltr dich an ihn kann aber deine Gedanken verstehen. Was die kleine angeht finde ich gont es krine generales verhalten also in dem alter immer hin oder nicht höre auf dein bauchgefuhl wie deine Tochter damit umgeht. Fraht sie nsch der oma? Woe szeht ihr zum Thema tot und was habt ihr ihr erklärt..... Msnchr Kinder kommen damit gut klsr andere würde ich nicht mitnehmen! Liebe grüße

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Ich finde wenn es dir nicht so gut geht solltest du zuhause bleiben. Man hat wohl keine bessere Ausrede als hochschwanger zu sein! wer aus der Familie deines Mannes würde denn verantworten wollen, dass du nach einer Fahrt durchs halbe Land ( bin aus Ö) und der ganzen Steherei Probleme hast die vielleicht den Rest der SSW - und es sind ja noch 6 Wochen !- anhalten? Du kannst dein Mitgefühl genauso auch telefonisch und per Kondolenzschreiben ausdrücken. Was wäre gewesen , wenn sie 5 wochen später gestorben wäre und du grad kurz vor der Entbindung gewesen wärst? Dann wärst auch nicht dabei gewesen. Ich arbeite in einem Palliativteam und habe viel mit Sterben und Trauerarbeit zu tun. Wichtig finde ich dass du klarstellst warum du nicht kommen kannst und ein Gespräch mit einem der nächsten Angehörigen der dortigen Familie suchst.

Ob du deine Tochter mit dem Papa mitschickst hängt dann natürlich von Eurem Umgang mit Tod - Sterben - Begräbnis ab. Wenn ihr sie vorbereitet und der Papa während der Trauerfeier immer für sie und ihre Fragen da sein kann, kann es trotz des traurigen Anlasses zu einer wichtigen Erfahrung werden. Es war immerhin die Oma.
meine Grossmutter starb auch sehr alt mit 92 Jahren. Meine Kinder - damals 4 und 1 jahre alt waren beide mit und es war auch für die 4 jährige eine wichtige Erfahrung. Die einjaehrige war zu klein zu verstehen was vor sich ging.

Alles Gute!
Tina schlaflos & girl 6jahre &girl3 jahre & babyinside 11.ssw.

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Vielen Dank für Eure lieben Antworten!
Ich bin erstaunt, dass Ihr Euch da alle so einig seid und auch erleichtert. Man will sich ja nicht anstellen oder hängen lassen. In der Familie meines Mannes sind alle sehr tough. Meine Schwägerin hat hochschwanger mit Zwillingen noch alles mögliche gemacht. Aber ich fühle mich jetzt darin bestärkt, mit meiner Tochter zuhause zu bleiben.

#liebdrueck#winke
emilia5

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Also alleine schon deiner Tochter zu liebe würde ich nicht fahren!
Ich war mit 6 Jahren auf der Beerdigung meines Opas und hab das immer noch nach all den Jahren in einer ganz schlimmen Erinnerung. Für Kinder ist es unheimlich schwer, sie ist jetzt in einem alter wo Kinder schon zu viel aber noch nicht gut genug verstehen.
Zu dem kommt dann auch das du hochschwanger bist und 200km ja nicht um die Ecke sind! Also wenn die Familie da kein Verständnis zeigt wäre es mir erst recht nicht wert dafür diese Körperliche Belastung auf mich zu nehmen!

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Da hast Du Recht. So werden wir es auch machen #danke!