Beschäftigungsverbot *Silopo*

Hallo Ihr Lieben!

Jeden Tag stellt hier mindestens eine Userin eine Frage zum Beschäftigungsverbot. Der böse Arzt und der noch viel Bösere Arbeitgeber wollen keins ausstellen usw.

Ich muss dazu sagen...ich bin kein Arbeitgeber! Ich bin eine ganz normale kleine Arbeitnehmerin, die im letzten Dezember auch ins Beschäftigungsverbot geschickt wurde...durch meinen Arbeitgeber! Das Schlimmste allerdings war...ich musste ins BV und wollte gar nicht!

Sicherlich gibt es einige Arbeitsplätze und gesundheitliche Komplikationen, die ein BV rechtfertigen...gar keine Frage! Sicherlich bekommt der Arbeitgeber das Geld für den lohn wieder....ist ja klar!

Trotz allem ist es für einen Arbeitgeber schwierig, wenn jemand von jetzt auf gleich aus dem laufenden Betrieb herausgerissen wird. Auch wenn er sofort jemand neues finden sollte, so muss diese Person in den meisten Fällen doch erst angelernt werden und das kann schon mal einige Zeit dauern.

Jetzt frage ich mich...wieso muss ein BV immer in Streit ausarten? Können nicht beide Seiten (auch die Schwangere, die auf ihrem Recht pocht) sich etwas entgegen kommen und vernünftig miteinander reden würden?

In meinem Fall...ich kam zur Arbeit und wurde vom Chef abgefangen. Wir haben es uns gemütlich gemacht und ein Mitarbeitergespräch geführt. Er hat mir erzählt was die Gewerbeaufsicht gesagt hat und dann haben wir gemeinsam beschlossen wie wir das umsetzen. Ich habe dann noch die restlichen drei Tage gearbeitet (natürlich wurde extrem auf mich geachtet das ich mich ja nicht übernehme) und der Dienstplan musste so für die Woche nicht mehr geändert werden. Denn das hätte eine Streichung von freien Tagen für alle meine Kollegen bedeutet und wir alle arbeiten auch so schon genug.

Achja...und ein BV schützt nicht vor Komplikationen in der Schwangerschaft. Mein Baby wurde trotz Bilderbuchschwangerschaft (bis zu dem Zeitpunkt) und verordnetem Nichtstun vom Arbeitgeber bei 23+2Ssw geboren.

Das musste ich einfach mal loswerden, weil hier das Bild vom bösen, bösen Arbeitgeber vorherrscht.

LG zauberpunsch

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Das hast du sehr schön geschrieben

Meine fä wollte mich auch gkeich ins bv schicken weil sie sich nich sicher war ob ich dort weiter arbeiten kann (fleischerei)

Habe gesagt das ich das erstmal nicht möchte und ich da keine gefahr sehe
Alle passen gut auf mich auf :D
Bei der arbeit ist es nun so besprochen wenn ich selber merke es geht nicht mehr gehe ich vorher schickt mich niemand

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Gesunde Einstellung...genau so haben wir das bei mir auch abgesprochen und sehr gerne hätte ich das auch so gehandhabt.

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Wie recht du hast.

Ich bin Friseurin und habe bis zur 17 Woche voll gearbeitet, danach habe ich ein TeilzeitBV erhalten und arbeite seit dem nur noch 4 Stunden.

Meine Chefin und meine Kollegin sind trotzdem extrem lieb und passen auf das ich nicht ziviler Kunden bediene.

Ich denke das ich sobald jedenfalls bis zum Mutterschutz arbeiten kann und werde.

Wie ist es befindet ausgegangen?

Gebären in der 24 ssw ... Ich frage mich ob das gut ausgeht :(

Entschuldige die Frage

Du musst natürlich nicht darauf antworten

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Mein Kleiner ist inzwischen 10Monate alt #huepf und der süßeste kleine Kerl, den es auf der Welt gibt...fast nur am lachen und Quatsch machen.#verliebt

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Das hast du gut geschrieben,

Bei mir war es ähnlich . Meine Ärztin kündigte mir an das sie mich ins BV schicken möchte . Ich suchte das Gespräch mit der Leitung um alles zu besprechen . Sie hätte mir auch ein BV ausgestellt da ich im Altersheim arbeite und schon 2 FG dieses Jahr hatte. Es war ein tolles Gedpräch mit viel Verständnis . Ich bin froh darüber das es so gelaufen ist .

Leider haben nicht alle Vorgesetzten diese Art.

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Meine Vorgesetzten wussten auch von einer FG und deswegen hatten wir auch ein langes Gespräch. Alle hätten aufgepasst und mir unter die Arme gegriffen und ich hätte Bescheid gesagt, wenn es nicht mehr geht.

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Guten morgen,

Du hast villt.recht wenn es darum geht, dessen einen echt toleranten Arbeitgeber hat, den es interessiert wie es seinen Arbeitnehmern geht und sich super für diese einsetzt.

Ich habe die Erfahrung mit Ignoranten Arbeitgebern gemacht, denen es egal war wie es mir geht und ob du deine Arbeit überhaupt schaffst. Das war denen egal. Auch eine Abmahnung habe ich kassiert. Ich denke nicht, dass mein Arbeitgeber dann der arme ist. Nicht einmal eine Woche nach dem aussprechen, dass ich schwanger war wurde eine Abmahnung verschickt. Ist schon komisch oder.

Ich will nur sagen, dass ich die schwangeren verstehen kann deren Arbeitgeber versuchen mit mobbing diejenige aus dem Betrieb zu bekommen, egal mit welchen Mitteln. Da wundern die sich warum der Arzt ein BV ausspricht.

Ich war nach der ganzen Sache psychisch labil und wusste weder ein noch aus. Entlastung hatte ich auf arbeit nicht zu erwarten. Und Einsicht von Arbeitgeber kam leider nicht, deswegen das BV.

Ich habe das Gespräch gesucht, jedoch ohne Erfolg. Jetzt sind für meine stelle zwei Leute eingestellt worden weil die Chefs gemerkt haben, dass es einer nicht schafft.

Ich habe meine Arbeit am den neuen Kollegen abgegeben und habe meine Pflicht somit erfüllt. Ich bleibe nun im BV und werde erst nach der Elternzeit wieder zurück gehen, wenn überhaupt. Das muss ich erst abwägen.

LG
Magdalena mit Gnom (14+2) im Bauch und Stella fest an der Hand

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Ich weiß ja das es auch solche Arbeitgeber gibt. Das liest man hier ja oft genug. Ich denke aber auch, das da oft schon im Vorfeld nicht alles in Ordnung war und man das vielleicht nur nicht gesehen hat oder sehen wollte.

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Ich kann nur für meine Situation sprechen und kann nur verneinen, dass es bei mir und meinen Chefs vorher Probleme gab.

Ich war für meine Chefs da, habe Überstunden gekloppt auch noch einen Tag bevor ich meine Abmahnung erhalten habe ( lt. Mutterschutzgesetz ist das nicht einmal erlaubt, wenn kein Grund da ist.).

Ich war die Vorzeigeangestellte, die immer super arbeitet und sich super einsetzt. Das hab ich sogar schriftlich. Also bei mir gab es zu 100% keinen Grund.

Alles Schikane und mobbing auf Grund meiner Schwangerschaft. Das ist echt unmöglich und jeder Arbeitgeber der so denkt gehört für mich vors Arbeitsgericht. Erst die Arbeitnehmer auslutschen bis sie nicht mehr können und dann noch abmahnen um eine evtl. Kündigung rechtfertigen zu können. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

LG
Magdalena

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Hi Zauberpunsch,

erstmal hoffe ich, dass bei deinen Baby alles Gut gegangen ist!!

Ich bin momentan auch in der Situation, dass mich mein AG ins BV schicken möchte!
Ich arbeite als Springer in 2 Pflegeheimen in der Küche und im kleineren Haus ist die personelle Situation auch sehr schlecht!

Ich will niemanden hängen lassen, aber dem Heimleiter ist die Gesundheit von mir und meinen Baby sehr wichtig! Vor einen Jahr hatte ich einen Bandscheibenvorfall und habe immer mehr Probleme mit meinen Rücken!! Mein Kollegen können mich nicht so entlasten, wie es erforderlich ist!!

Um 12 Uhr muss ich mich auf den Weg zum Betriebsarzt und danach zur Heimleitung machen! :-(

Mein Baby steht natürlich über Alles, aber ich will niemanden im Stich lassen!

Ich versteh dich sehr gut und Dank für deinen Beitrag!!!

Liebe Grüße schnupsi3.0 :-)

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Ja da hast du recht. Bei meiner ersten Ss hatte ich einen super Arbeitgeber - Rücksicht, Infos, etc. Wenn ich mal müde aussah, hatten sie mir sogar angeboten mich zur liege zu begleiten, etc pp

Nun habe ich einen ag, bei dem mir vorgeworfen wird, ich wäre nur so knapp vor probezeitende Ss geworden, damit ich meinen Job sicherheitshalber nicht verlier.
Klar, ich "schaff" mir fürs restliche Leben ein Kind an, damit ich meinen auf 2 Jahre befristeten Job nicht nach der Probezeit verliere.
So toll is der jetzt auch nicht und es war für alle klar, dass ich danach nicht auf dem Posten bleiben werde, da ich jetzt schon überqualifiziert bin und nebenbei noch n masterstudium mache, das noch dazu in Ne andere Richtung geht.
Mir war klar, dass ich spätestens nach den 2 Jahren ohnehin was neues suchen würde. Wozu dann n Kind kriegen, nur um de Job zu behalten?

Und ja, man hat mir in der 6.ssw gekündigt, weswegen ich in der 7.ssw gleich erzählen musste dass ich Ss bin. Und dies jetzt, 9.ssw auch in Meetings meinen Kollegen sagen MUSS, weil gross erzählt wurde vor 3 Wochen, ich wäre gekündigt. Dabei weissnoch nicht mal die Familie von der ss, wir wollten warten bis zur 12./1 3ssw. Ich hatte schon mal Ne späte fg.

Das arbeitsklima hier ist im allerwertesten, dass ich seit der 6.ssw krank bin und zuhause bleiben musste (bronchitis, hohes Fieber, etc), dafür kann ich nix. Such ich mir ja nicht aus. Ich war eh eine Woche krank arbeiten. Und muss mir nun dennochVorwürfe anhören, ich wäre ja immer krank und wie sch+++ das von mir ist.

Wenn ich n Übelkeitsanfall uebertauche und das Handy kurz in der Hand hab, zwecks Ablenkung, kommt die Kollegin gleich mit "du hast ja nix zu tun - mach mal" an. Mein rueckzugsraum, der so genannte ruheraum, ist die stinkende Toilette. Wir haben keinen ruheraum. Bei Übelkeit nicht Grad so förderlich.

Es gibt halt echt solche und solche AGs. Ich finds toll, dass es auch super ags gibt. Ich war super gerne arbeiten in der ersten Ss.