Schichtzulagen in der Schwangerschaft?

Liebe Urbia-Mitglieder,

ich hab mich nun schon durch diverse Foren gewälzt, aber bin noh nicht so richtig schlau daraus geworden.

Ich habe bis zum Bekanntwerden meiner Schwangerschaft im öffentlichen Dienst im Außendienst in Früh- und Spätschicht gearbeitet.
Nachdem ich beim Betriebsarzt war, darf ich nicht mehr im Außendienst arbeiten. Mein Vorgesetzter versprach Aufgaben im Innendienst für mich zu finden, darüber hinaus bin ich auch weiterhin im Wechsel Früh und Spät arbeiten gegangen, da ich meine Schichtzulage nicht verlieren wollte. (Spät allerdings zeitlich leicht versetzt, da ich ja nur bis 20 Uhr darf)

Nun hat mein Vorgesetzter mir mitgeteilt, dass er in unserer Abteilung doch keine Aufgaben für mich hätte und ich vorübergehend die Abteilung wechseln muss. In der neuen Abteilung kann ich jedoch nur nach dem üblichen Gleitzeitmodell arbeiten, das bei uns Anwendung findet. Schichten sind nicht mehr möglich, wodurch mir theoretisch die Schichtzulage verloren ginge.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Greift bezüglich dieses Wechsels der Beschäftigung auch der § 11 MuSchG?
Ist mein Arbeitgeber verpflichtet mir weiterhin die Schichtzulage zu gewährend entsprechend meines Durchschnittsverdienstes der letzten 3 Monate vor meiner Schwangerschaft?

War jemand in einer ähnlichen Situation und kennt sich damit aus?

Über Hilfe wäre ich mehr als dankbar :-)

Liebe Grüße
Dani

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hey,

ich glaube nicht dass er dazu verpflichtet ist. Du machst die schicht dann ja nicht mehr.

Sonst müssten sie bei nachschichtlern ja auch weiter Schichtzulage zahlen, obwohl die Schwangeren die Nachtschicht nicht mehr machen.

Er darf den Grundlohn nicht verändern, der muss dir erhalten bleiben. Aber die Schichtzulage ist was anderes.

Wobei ich meine Gefahrenzulage auch noch bekomme, obwohl ich nicht mehr auf den Projekten arbeiten darf...

Also ich weiß es ehrlich gesagt nicht wirklich...

Vielleicht weiss da wer anders mehr #sorry

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Natürlich stehen ihr die Zulagen zu.:-)

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Danke für die schnellen Antworten :)

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Ja, der Durchschnitt der Schichtzulagen stehen dir weiterhin zu, da es sich um ein Beschäftigungsverbot gemäß des Mutterschutzgesetzes handelt.

lg, verena

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Hallo

Du darfst keine nachgeile in dsr ss haben. Also zumindest beim elterngeld wird das berücksichtigt.

Genaueres weiß ich leider nicht. Ruf doch mal bei einer muttershutz stelle an.?!

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Danke für deine Antwort und für den Hinweis aufs Elterngeld, daran hatte ich noch gar nicht gedacht :)

Ich werde wirklich mal meine Personalsachbearbeiterin anrufen, sie war bisher zuständig für die Berechnung des Ganzen (wobei ich immer den Eindruck habe, dass sie da ganz froh sind, wenn sie Gelder einsparen können :´-D )

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Da sie die Gelder auch durch diese Zahlungen wieder bekommen, soll ihnen das egal sein!

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Ja, natürlich greift hier §11 MuSchG in Verbindung mit §11 nach dem du ja ein BV hast für bestimmte Tätigkeiten.

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Liebe Susanne,

ich hatte fast ein bisschen auf eine Antwort von dir gehofft, da ich in anderen Threads gesehen habe, dass du dich damit auskennst.

Meine Sorge war, dass versucht wird es einfach zu streichen, weil zwar Zulagen für Sonntags-, Nacht- und Mehrarbeit im § 11 explizit genannt werden, nicht jedoch Zulagen für Schichtarbeit#gruebel

Vielen lieben Dank für deine Antwort daher, so kann ich überzeugter in das Gespräch mit meiner Personalsachbarbeiterin gehen :)

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Ihr müsst doch eine Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte haben, die sollte dir dazu auch entsprechende Hilfestellung geben können oder aber der Personalrat.

Du hast doch damit sicherlich ein BV nach §4 und das ist ja mit aufgeführt ;)

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Hi
Also mein Ag hat viiiiiele Papiere zugeschickt und da war auch ein Zettel ab wann ich keine Schicht mehr arbeiten konnte
Somit wird meine Schichtzulage seither ausgeglichen obwohl ich ja keine mehr arbeite.
Lg

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Danke für deine Erfahrung, das macht mir Mut#danke