Schwanger, Depression & Arbeit

Hallo,

ich bin in der 14. SSW und muss zurzeit an einer Maßnahme vom Jobcenter teilnehmen in der ich schon 9 Monate bin und eig noch 3 Monate machen muss. Zwischen drin hab ich meinen Bereich gewechselt sodass ich jetzt in der Hauswirtschaft beschäftigt bin. Zu meinen Aufgaben gehören, Backen, Wäsche, Bügeln, Gebäude Reinigung und pflege. Ich hab mein Berufswunsch gefunden. Am Anfang war alles toll und schön. Ich hatte sogar einen Ausbildungsplatz in Sicht, aber dann kam meine Schwangerschaft dazwischen und seitdem geht es bergab. Ich hatte lange vor meiner ss Depressionen die ich auch bei einer Psychologin behandelt ließ mir ging es auch lange gut. Doch seitdem ich da arbeite geht's wieder Richtung Depression bekam auch vor der ss anti depressiva. So jetzt zum Punkt: Ich habe wegen meinen depris eine std reduzierung dh 5std arbeiten. Seit dem die dort wissen das ich schwanger bin werde ich Wie der letzte depp behandelt ich wurde in die Küche geschickt (die nicht mehr zu meinem Bereich gehörte) wo ich bei der jetzigen Hitze arbeiten musste und 3 1/2std stehen. Dann dürfte ich am nächsten Tag unkraut/Moos aus Rillen kratzen (ist eig die sache vom hausmeister) wo ich mich häufig bücken musste. Zum Glück kam eine andere Mitarbeiterin die sagte das ich das lassen soll da es nicht gut sei. Darauf hab ich nur gekehrt und die andere hat das unkraut beseitigt. Was ich auch sagen muss ist, das ich mir jedesmal dumme Kommentare geben muss. Wie das ich nur simuliere wenn mir nicht gut geht oder das schwanger sein keine krankheit ist. Klar ist eine schwangerschaft keine krankheit trd hab ich das recht mich mal ausruhen zu dürfen(was ich sogut wie kaum mach aus angst wieder angemeckert zu werden). Aber wenn ich mich mal setzte werde ich angemotzt warum ich nicht arbeite. Das geht mir sogar soweit das ich mich dauergestresst fühle und Kreislauf Probleme habe mit magenschmerzen, Übelkeit, durchfall und brechen. Ich fühle mich total unwohl zurzeit auf arbeit und muss oft weinen weil mir das zuviel wird. Ich hab nur noch angst das ich wieder dumm gemacht werde. Hatte auch schon 2 Gespräche aber es hieße nur ich soll mich nicht anstellen. Mir tut zudem auch mein Unterleib oft weh. Ich mache mir aber am meisten sorgen um mein kind, hab angst das es meinem Kind schlecht geht oder es zu einer fehlgeburt führen kann. Früher hat es mir Spaß gemacht dort zu arbeiten aber seit paar Wochen ists die Hölle. Hab morgen einen Termin kurzfristig bekommen, hoffe die Frauenärztin hat tipps. Freunde von mir meinen ich soll mir nicht alles dort gefallen lassen und das die dort auf arbeit nicht mehr ganz klar sind. Doch wenn man ein ordentliches gespräch mit den leitern such wird alles schön geredet. Frage an euch, was würdet ihr tun? Ich weiß nicht mehr weiter Fühl mich Dauer schlecht und schwach, mache mir nur Vorwürfe und weine viel.

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Hallo,

Das klingt sehr ernst und du solltest dringend einen Ausweg finden. Bist du jetzt noch wegen der Depressionen in Behandlung? Es gibt verschiedenen Einrichtungen die vor allem auch Frauen mit psychischen Problemen und starker psychischer Belastung betreuen und beiseite stehen.

Ich denke deine Frauenärztin ist da jetzt auch der erste Ansprechpartner. Du solltest dir schildern wie es dir dort ergeht. Zum anderen kannst du dich ans Gewetbeaufsichtamt melden, die die Einhaltung des Mutterschutzes überwachen.

Ich wünsche dir dass sich alles zum Guten wendet und du deine Schwangerschaft bald genießen darfst.

Glg

Sunny mit Nils (3 Jahre) #cool #verliebt fest an der Hand, #stern im Herzen und #ei 6. SSW im Bauch #verliebt

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Danke. Nein zur zeit nicht bin aber auf einer warte Liste von einer Psychologin und hab bald ein Termin bei meiner alten psychiaterin von der ich die anti depressiva bekam. Hoffe auch das es mir bald besser geht.

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Also in erster Linie geht um dich und dein Kind. Du solltest nicht ausruhen unterlassen, nur um dir keine Kommentare anhören zu müssen.
Und sollte es dir wirklich schlechter gehen, lass dich krank schreiben. Was hast du denn davon, wenn es dir schlechter geht und du ggf. eine Frühgeburt dann riskierst oder du dann ewig brauchst um aus diesen Loch wieder raus zu kommen?

Was bringt dir die Maßname? Wenn du sagst, ich beeinflusst auf jeden Fall meine berufliche Zukunft positiv wenn du diese 3 Monate noch arbeitest, dann okay leg dir aber ein dickeres Fell zu. Evtl. kann dir auch deine Ärztin ein eingeschränktes BV ausstellen, dass du gewisse tätigen z.B. Küche nicht mehr machen darfst.

Wenn es aber für deine berufliche Zukunft eh mit Baby keinen Unterschied macht, lass dich krank schreiben.

Wenn ein Gespräch mit dem Leiter nichts bringt, gibt es beim Job-Center ja auch immernoch einen Maßnahmeträger und im Zweifel auch einen persönlichen Ansprechpartner mit denen du das Problem besprechen kannst. Das es dir eigentlich spass gemacht hat, aber du jetzt unterschiedlich eingesetzt wird etc...

Und immerschön dran denken, es geht um dein Kind. Von diesen Menschen bedankt sich nachher niemand bei dir um zu sagen "Danke, dass du hier geschuftet hast obwohl es dir schlecht geht". Seh zu, dass du dein Leben und Gemütszustand wieder ins Lot kriegst. Lass dir die Zeit nicht vermiesen.

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Wenn die Ärzte dir nicht weiterhelfen können, dann hilft auch sofort ein Anruf bei der Aufsichtsbehörde. Die kümmern sich schon um die passenden Arbeitsbedingungen. Allerdings sind es ja nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch dein psychischer Zustand. Auf lange Sicht brauchst du therapeutische Hilfe!

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Ich schätze ich habe damals das gleiche durch gemacht wie du. Nur arbeitete ich in der Gärtnerei. Ich habe dort irgendwann nach einem Gespräch gesucht und nahm zur Unterstützung meinen Partner mit zum Termin. Erst dann mit etwas Druck könnte ich deutlich machen, dass ich so nicht weiter arbeiten kann. (schwere Sachen heben, im Hochsommer im stickigen Gewächshaus arbeiten, stundenlang in der Hocke arbeiten und Zigarettenqualm in Kauf nehmen usw. war ganz klar zu viel in der Ss.)
Ab da an habe ich dort dann im Büro gearbeitet.

Hast du irgendwen der dich ein wenig unterstützen kann?

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Ich hatte schon Gespräche bei der Arbeit da hatte ich Unterstützung und auch beim amt das selbe. Es wurde beim amt nur Gesagt das die es sich nicht wirklich vorstellen können da ich ja in den höhsten tönen gelobt werde von der arbeit und das ich wohl zu empfindlich sei. Zum Glück hab ich gleich mein Frauenarzt termin, ich denke aber nicht das die mir ein bv gibt da meine Std ja schon extra runtergesetzt wurden obwohl es denen auch net so passte. Vlt bekomm ich aber für die 3 mon ein komplettes bv, was ich zwar schade finde aber die Gesundheit und Kind geht nunmal vor. Eig sollte ich schon lange Beschäftigungshinweise bekommen wie ich mich auf der arbeit zu verhalten soll wegen der schwangerschaft. Würde aber nix gemacht und wenn ich gefragt habe hieß es immer die tage machen wir das etc.

Danke für die ganzen antworten und tipps.

Fühl mich etwas erleichtert das mich andere wenigstens verstehen :)