Welche Untersuchung macht ihr "ältere" Schwangere

Hallo Zusammen,

ich bin jetzt in der 7. SSW. War gestern außerplanmäßig bei der Gyn, wegen Blasenentzündung. Habe jetzt ein Antibiotikum bekommen.

Dann hat sie gleich mit mir über die ganzen Tests geredet, die ich mit meinem "greisen" Alter und meiner dadurch resultierenden Risikoschwangerschaft alle machen könnte.

Ich habe bereits zwei Kinder und das dritte ist nicht geplant, aber willkommen. Ich möchte ehrlich sein, ich kann mir kein behindertes Kind vorstellen. Das liegt vor allem daran, dass ich jetzt schon so gut wie allein erziehend bin, da mein Mann sehr viel und lange arbeitet. Auch oft am Wochenende. Meine zwei "Großen" sind auch erst knapp 5 und 2,5 Jahre alt.

Ich habe also ehrlich gestern geantwortet, dass ich mir das schon sehr genau überlegen müsste, wenn beim Kind etwas nicht stimmen würde.

Sie hat dann gleich angefangen von Tests zu reden, die ein Vermögen kosten, irgendwas mit 1200 Euro (ein Bluttest zum Nachweis von Trisomie 13,18 und 21) die Chorizottenbiopsie (rät sie ab, weil da die Gefahr das Kind zu schädigen sehr hoch ist) und und und. Alles sehr teuer.

Ich dachte, ich lass die Nackenfalte messen und wenn die auffällig ist, eine Fruchtwasseruntersuchung machen. (sie meint, bei mir wäre die Wahrscheinlichkeit etwa bei 1:250)

Jetzt erzählt mir gerade eine Mutter im Kiga, dass eine andere entbunden hat, die trotz Fruchtwasseruntersuchung ein Kind mit Trisomie 21 bekommen habe?! Geht das?

Ich muss echt sagen, mich verstört das sehr. Ich habe mir da nie Gedanken gemacht bei den zwei Großen, aber ich könnte mit der Situation nicht umgehen, dass ich nur einen Test hätte machen müssen.

So sorry fürs Blabla. Was habt ihr alles machen lassen und hat es was gekostet?

vielen lieben Dank

die Marie

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Hi,

ich werde dieses Jahr 36 Jahre alt und bin daher auch leicht "risikoschwanger".

Ich habe in einem Pränataldiagnostikzentrum die Nackenfaltenmessung machen lassen. Also einen sehr ausführlichen Ultraschall, wo bereits auch alle Organe angeschaut wurden, Blutfluss im Herzen usw. Der hat mich 160 Euro gekostet. Danach haben wir noch den Harmony-Test machen lassen. Kostet 400 Euro, wird in meinem Fall (über 35) aber von meiner KK (TK) übernommen.

LG

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Hi,

hat Dich Deine Gyn in ein Pränataldiagnostikzentrum überwiesen mit der Nackenfaltenmessung, oder bist Du da selbst hin? In welcher Woche wurde das gemacht?

Wann wird der Harmony Test gemacht, also in welcher Woche? Wurde der bei der/dem normalen Gyn gemacht?

vielen Dank schon mal!

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Nicht wirklich überwiesen. Ich war damals bei meinem Sohn schon dort. Sie hat es mir damals empfohlen und ich hab einen Termin gemacht.

Ich war bei 12+3 dort und der Harmony-Test wurde dort gleich mitgemacht.

LG

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Huhu Marie,

ich bin jetzt 42 und habe auf die Messung der Nackenfalte bewusst verzichtet (ist mir alles viel zu ungenau #zitter) und mich für den frühen Bluttest entschieden (Praena-Test). Die Kosten hat meine Krankenkasse (TK) übernommen.

Ansonsten stehen die ganz normalen Untersuchungen auf meinem Plan. Alle 4 Wochen die Untersuchung bei meiner Gyn und dann die Feindiagnostik.

LG Vinnie mit #baby-Girl 22. SSW

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Das ist schon ein sehr schwieriges Thema. Wie alt bist du denn?
Ich bin zwar erst 34 aber wir haben einen schweren genetischen Defekt in der Familie. Und auch habe ich 4 Kinder mit in die Beziehung gebracht. Alle gesund. Ich bin auch noch unsicher ob ich einen und welchen Test machen lasse. Derzeit denke ich nein. Mein Gefühl sagt mir vertrau auf alles was ist und kommt. Ich muss aber dazu sagen das ich bei down Syndrom zB keinen Abbruch machen würde. Ein Kind was lebensfähig ist darf und soll zu uns kommen. Es ist einfach ein verdammt schwieriges Thema. Letzten Endes muss es jeder für sich entscheiden. Ich denke manchmal es ist gut das es diese Test gibt, dann denke ich wieder nein es ist furchtbar. Weil der Mensch alles unter seiner Kontrolle haben will... Und am Ende manchmal doch verliert

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hallo Shanti-dd

ich bin 37, werde im Januar 38 Jahre alt.

Ich weiß was Du meinst, aber ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen mit Trisomie 21. Aber Du hast recht, es kann alles perfekt sein und dann stimmt doch etwas nicht. Kein Test der Welt sagt, dass immer alles glatt laufen wird!

lieben Gruß
Marie

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Hallo Marie,

Tu das was dir dein Herz sagt, dann wirst du sicher die richtige Entscheidung treffen.

Alles Gute

VG shanthi

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Hallo Marie,

ich bin 34 (werde aber noch innerhalb der SS 35) und habe bewusst auf alle "extra" Untersuchungen verzichtet. Die Nackenfaltenmessung ist meiner Meinung nach zu ungenau, man bekommt ja keine Diagnose sondern nur einen statistischen Wert. Ich will mich damit nicht verrückt machen.

Auch meine Hebamme meint, dass diese Tests reine "Geldmacherei" sind. Sie hat mir von einem Fall berichtet, da wurde ein statistischer Wert von 1:2 errechnet, alle rieten der werdenden Mutter zur Abtreibung. Sie bekam das Kind trotzdem und: es was kerngesund!

Du musst das natürlich für dich entscheiden, aber da du zwei gesunde Kinder hast und die Geburt des letzten ja auch noch nicht sooo lange her ist, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Behinderung trotz "hohen Alters" ;-) doch eher gering.

Alles Gute dir!

Kathrin

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Guten Morgen,

bei unserer großen damals war ich 29 und wollte selbst eigendlich keine zusätzl. Tests machen lassen. Mein Mann wollte aber gerne die Nackenfaltenmessung gemachen haben. Also gesgat getan.

Naürlich kam dann ein für mein damaliges Alter auffälliges Ergebnis heraus. Eigendlich sollte dann eine Chorionzottenbiopsie gemacht werden, war aber dann durch Hinterwandplazenta und sehr aktivem Gummibärchen im Bauch nicht möglich. Also wurde eine Fruchtwasseruntersuchung gemacht.
Diese verlief völlig problemlos und hatte als Ergebnis, dass alles in Orndung war. Später wurde dann noch die Feindiagnostik gemacht, wo dann nur festgestellt wurde, dass die Versorgung nicht 100%ig war. War aber nicht weiter wild.

Unsere große kam dann 2 Wochen vor ET kerngesund und völlig ausgereift auf die Welt.

Um mir das ganze hin und her und die Ungenauigkeit der Nackenfaltenmessung zu ersparen, bin ich bei unserer kleinen vorletztes Jahr direkt zur Fruchtwasseruntersuchung gegangen (selber Arzt wie bei der großen 8 Jahre zuvor).

Für mich kam damals und auch heute kein behindertes Kind in Frage - auch nicht Trisomie 21!

Klar, kann auch eine Behinderung bestehen, die man durch die FWU nicht ermitteln kann. Und ja, es kann während der Geburt und natürlich auch später immer noch etwas passieren. Aber dann ist es eben so.

Die FWU musste ich beide Male nicht bezahlen. Und ich würde sie auch wirklich nur bei einem Speziallisten machen lassen. Auch wenn ein Risiko besteht, passiert doch in den aller meisten Fällen nichts. Finde die Aufregung um diese Untersuchung daher auch immer ein klein wenig übertrieben. Es muss jeder für sich selbst entscheiden.

Aber wenn bei euch keine Besonderheiten in der Familie liegen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du ein gesundes Kind erwartest.

Alles Gute
Susanne

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Also ich würde es glaube, unabhängig vom Alter immer so machen dass ich das Ersttrimesterscreening (inklusive Bluttest mache). Wenn dabei Auffälligkeiten auftreten würde ich den Harmony- oder Praenatest machen und nur wenn der auch auffällige Ergebnisse liefert, einen invasiven Test. Ansonsten ganz normal zum Feinorganultraschall.

Bezüglich einer übersehenen Trisomie in der Fruchtwasseruntersuchung. Ja das kann passieren: "Es können jedoch nicht alle angeborenen Erkrankungen und Behinderungen festgestellt werden, beispielsweise treten Trisomien (= Verdreifachungen von Erbmaterial) manchmal als sogenanntes „Mosaik“ auf. Das heißt, dass nicht in allen Zellen des Kindes das jeweilige Chromosom dreifach vorhanden ist, sondern es existieren auch Zellen mit dem üblichen Chromosomensatz. Es ist darum möglich, dass eine Mosaik-Trisomie bei der Chromosomenuntersuchung nicht erkannt wird."

Es gibt keine absolute Sicherheit. 4% der Behinderungen entstehen erst während der Geburt (beispielsweise durch Sauerstoffmangel) ABER die Wahrscheinlichkeit ist unheimlich gering. Egal ob 32 oder 37, du hast schon gesunde Kinder, es gibt vermutlich keine genetischen Defekte in eurer Familie und du bist ansonsten gesund. Mach dich nicht verrückt.

Wenn du das Ersttrimesterscreening bei einem Experten machen lässt und es auffällig ist ist es schon ziemlich unwahrscheinlich dass etwas nicht stimmt:

"Die Nackenfaltenmessung in Verbindung mit der Blutuntersuchung entdeckt chromosomale Störungen in Verbindung mit einer weiterführenden Diagnostik (Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie) zu 85 bis 90 Prozent. Wird zusätzlich noch per Ultraschall das Nasenbein des Kindes untersucht, kann die Entdeckungsrate auf mehr als 95 Prozent steigen."

Ganz unabhängig von den Statistikwerten glaube ich einfach, wenn das Kind zu diesem Zeitpunkt keine Entwicklungsverzögerungen oder Fehlbildungen aufweist ist es einfach unwahrscheinlich das was nicht stimmt.

Und wenn du das dann noch über einen Bluttest absichern lässt, kannst du glaub ich wirklich beruhigt sein. Ich würde gegebenenfalls nochmal in ner Klinik anfragen wieviel die Bluttests da kosten. Wenn man sich so umhört kommt es einem schon so vor als würden dafür unterschiedliche Preise aufgerufen....

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Wie alt bist Du denn?
Ich werde noch vor der Geburt des 3. Kindes 37, habe aber nur eine Feindiagnostik machen lassen, was ich vorher noch nie hatte.
Deiner Argumentation kann ich aber gut folgen.
Ich habe mit 17 einen kleinen Bruder bekommen, da hatte meine Mutter eine Fruchtwasseruntersuchung, ich kann mich gut daran erinnern. Ohne jetzt nachgelesen zu haben, glaube ich, dabei wird DNA untersucht. Uns wurde damals auch das Geschlecht mitgeteilt. Da dürfte eine Trisomie also nicht zu übersehen sein. Lass Dich dazu gut beraten!

antje

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Ich hab nichts machen lassen, weil ich ein Kind mit T21 lieber bekommen als abgetrieben hätte, man mit einem Kind mit einer anderen Trisomie ohnehin nicht lang leben kann, und man die meisten Behinderungen pränatal nicht erkennt.

Hätte ich ausschließen wollen was geht, würde ich den Harmonytest machen (der ist mit rund 500Euro der günstigste davon und ähnlich sicher wie eine CZB; zu meiner Zeit gab es den eh noch nicht) und zusätzlich einen Feinultraschall.

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Also ich bin 38 Jahre alt und mit meinem 2. Kind nun in der 29. Ssw.

Wir waren in der 14.Woche zur frühen FD mit Organscreening und darin enthalten war auch die Nackenfaltenmessung.

Allerdings sagten wir dem Doc im Vorfeld, dass selbst wenn es Auffälligkeiten geben sollte, wir KEINE Fruchtwasserpunktion oder andere zusätzliche und zudem kostenintensive Untersuchungen wollen.

Wir hätten Trisomie 21 akzeptiert. Das Risiko, durch eine FWU das evtl. gesunde Kind zu verlieren, wäre uns einfach zu groß gewesen!
Sowohl bei der FFD, als auch bei der späteren regulären FD war alles unauffällig, so dass ich mir zumindest über eine etwaige genetische Behinderung keine weiteren Gedanken mache.

Und oft genug liest man, dass bei einer evtl. auffälligen Nackentransparenz trotzdem das Kind gesund geboren wird, oder halt auch anderesrum! Zudem kann auch zu jedem anderen Zeitpunkt immer etwas passieren, wodurch das Kind Schäden bekommen kann - sei es unter der Geburt oder auch danach. Da stecken wir nunmal nicht drin!

Lg, Sandra