Fruchtblase wird morgen geöffnet, Erfahrungen?

Hallo,
der Eiweißgehalt im Urin ist viel zu hoch, außerdem produziere ich kaum Wehen (wohl weil ich massenhaft Fruchtwasser habe und die Gebärmutter nicht dagegen an kommt). Jedenfalls werde ich morgen stationär aufgenommen, morgen früh wird die Fruchtblase geöffnet. Vom Wehentropf ist nicht die Rede, erst mal soll geschaut werden was passiert, wenn etwas Fruchtwasser abgelassen wurde. Ich nehme nun Globulis, halbstündlich im Wechsel, das soll die Wehen anregen.
Hat jemand damit Erfahrung? Was passiert wenn die Fruchtblase geöffnet wurde? Jagt es mich dann von Wehe zu Wehe? Tut es weh, wie lange dauerte es bei euch bis zur Geburt? Ich bin sehr nervös, ich habe Angst dass ich sofort heftigste Wehen bekomme...

Danke für eure Antworten.
LG,
Sandra

1

#winke
Bei mir wurde die Fruchtblase NICHT geöffnet, sondern ist von alleine geplatzt, von daher weiß ich nicht, ob dir meine Antwort überhaupt hilft... #kratz Ich will dir aber trotzdem mal berichten. :-)
Meine Fruchtblase platzte gegen 17:00, als ich beim FA von der Liege aufstand.
Ich habe dann noch gewartet, bis mein Mann von der Arbeit nach hause kam, dann sind wir ins KH. Da war es ca. 20:00h.
Im Krankenhaus angekommen hat mich die Hebamme untersucht und ich dachte schon, außer Blasensprung ist nichts, weil ich immer noch keine Schmerzen/Wehen hatte.
Die Hebamme sagte aber: Super, schon bei 3cm! (ca. 21:00h)#freu
Dann hab ich mich noch angemeldet und dann wurde noch ein US und CTG gemacht.
Ich kann dir gar nicht mehr sagen, ob das CTG überhaupt was angezeit hat, aber ich hatte bis dahin immer noch keine Schmerzen. ;-) Habe die Wehen zwar wahrgenommen, aber definitiv schmerzlos.
Bei der nächsten Untersuchung gegen 21:30 meinte dann die Hebamme, dass wir uns nun beeilen sollten, weil mein MuMu bereits bei 8cm war!
Tja, im Kreissaal gegen 22:00 noch mal nachgesehen und da war der MuMu schon komplett offen - immer noch OHNE Schmerzen! #huepf
Und dann um 23:47 hat mein Sohn seinen ersten Schrei losgelassen und - zumindest bei mir - war es eine wunderschöne, schmerzfreie Geburt (und das ohne Schmerzmittel!). #verliebt

Natürlich ist jede Frau, jeder Körper und jede Geburt anders, aber ich bin das beste Beispiel, dass eine Geburt NICHT mit Schmerzen einhergehen muss! ;-)

_______________________________
Steffi mit Wuselzwerg (09/14) und Prinzessin 27+2

2

Also bei mir wurde die Fruchtblase geöffnet. Allerdings lag ich da schon ein paar Stunden in den Wehen. Nach dem Öffnen hat sich an der Wehentätigkeit allerdings nicht wirklich was verändert. Ich musste dann einige Stunden später auch leider noch an den Wehentropf für mehrere Stunden. Ab da waren die Schmerzen unerträglich. Ich denke also nicht, dass du bereits nach dem Öffnen der Blase schnell starke Wehen bekommst. Ich wünsche dir, dass die natürlichen Wehen dann langsam und kontinuierlich einsetzen. Richtig schmerzhaft wird es nur, wenn du den Wehentropf brauchst. Sollte ich nochmal an den Tropf kommen, würde ich mich für eine PDA entscheiden. Aber meine letzte Entbindung war auch arge Quälerei. Das ist ja bei jeder Frau anders.
LG

3

Huhu,

ich reagiere sehr extrem auf den Druckverlust. Bei meiner Tochter wurde auch die Fruchtblase geöffnet und 1,5 Stunden später war sie da. Bei meinem Sohn ist die Fruchtblase geplatzt, ich bekam MEGA Wehen und 27 Minuten später war er da.

Liebe Grüße

Maja

4

Bei mir wurde die Fruchtblase damals auch geöffnet - hatte aber keinerlei Einfluss auf die Wehentätigkeit. Genauergesagt: Sie wurde aufgemacht, weil die Wehen schon ne Weile sehr, sehr heftig waren und sie unter normalen Umständen längst aufgegangen sein hätte müssen ;-) Also keine Bange: Wenn du jetzt keine Schmerzhaften Wehen hast, bekommst du die vom Fruchtblase öffnen auch nicht.

Wenn du große Angst vor Wehenschmerzen hast, empfehle ich dir eine PDA. Es ist zwar furchtbar erschreckend, wenn man vor der Geburt den Absicherungszettel der Klinik unterschreiben muss, wo lauter gruselige Folgeschäden draufstehen, aber um mal meine Anästhesistin von damals zu zitieren: "Also, ich arbeite jetzt seit 16 Jahren hier und hab noch keinen einzigen Fall gehabt, wos bei einer PDA auch nur minimale Folgeschäden gegeben hätte" - und so wars dann auch. Ich würds wieder tun... ;-)

5

Ich glaub, das kommt in erster Linie auf den Befund an. Bei mir wurde die Fruchtblase bei 9 cm manuell eröffnet und die Preßwehen setzten ein. In meinem Fall war der dadurch entstehende Druck zu plötzlich und zu heftig, der Muttermund ist überraschend wieder zugeschwollen. Mit PDA ging er dann wieder auf, und gute 2,5 h später war die Maus da. Wehentropf war trotz PDA nicht mehr nötig :-)

In deinem Fall scheint es ja aber sinnvoll zu sein, weil das viele Fruchtwasser die Wehentätigkeit hemmt und sich das Baby vermutlich auch nicht ordentlich ins Becken bewegt, um von allein Druck auszuüben. Vielleicht heut abend noch mal mit Brustwarzenstimulation probieren? 1 h abwechselnd eine Minute zwirbeln, 3 Minuten Pause.