1. Geburt KS - Baby steckte fest. 2. Geburt auch KS???

Hallo ihr lieben.
Diese Frage beschäftigt mich schon eine Weile.
Meine Maus ist jetzt 16 Wochen alt. Sie kam per Kaiserschnitt weil sie nach 24 Stunden Wehen falsch ins Becken gerutscht ist und mit dem Köpfchen auf dem Knochen fest hing. So wurde es mir im Kreißsaal jedenfalls gesagt. Im Arztbrief wird es jedoch so beschrieben:
Sekundäre Sectio aufgrund von Geburtshindernis durch Anomalie des mütterlichen Beckens...
Anomalie des Beckens??? Das hört sich doch irgendwie so an, als wäre da generell irgendwas verkehrt bei mir. Oder ist das einfach das komische "Mediziner-Deutsch"? Heißt das nun automatisch, dass mir ein Kaiserschnitt bei einer weiteren Geburt wieder bevorstehen würde oder könnte ich auch spontan entbinden?
Hatte jemand auch so etwas in seinem Bericht stehen und kann mir hier weiterhelfen?

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HI

wenn Dein nächstes "richtig" ins Becken rutscht, dann funktionierts doch ... wenn NUR das falsche reinrutschen schuld war.

Mein erster musste sich auch unbedingt als Sternengugger durchquetschen - und somit hab ich ihn auch nur rausbekommen weil ein Doktor "sich auf den Bauch gelegt hat" zum drücken helfen.

Mein zweiter war schlauer und keine 3 Presswehen später war er da.

VG

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Wenn sich das Kind falsch reingedreht hat ist das einfach Pech.

Es kann beim nächsten mal völlig anders sein. ;-)

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huhu, bei mir war es genauso. ich war letztens zum geburtsvorb.gespräch (bin aktuell mit dem 2. in 35+3).. der arzt meinte lediglich 10% wiederholungsrate wenn die maus falsch reingerutscht ist. ich werde es wieder spontan versuchen :-) alles gute u lg annabella

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Hallo,

die Ärzte machen es sich da gern leicht. Wenn sie nicht genau wissen, woran es liegt, hauen sie halt irgendwas raus. Ob eine Anomalie vorherrscht, kann man nur per MRT feststellen, nicht weil eine Geburt nicht so lief, wie geplant. Kinder müssen sich nur einen cm blöd schief einstellen und dann kommen sie nicht mehr weiter. Das hat noch lang nichts mit einer Anomalie zu tun.

Ich schreibe aus eigener Erfahrung. Die Geburt meines 1. Kindes dauerte 36 Stunden und endete im KS. Mein Sohn rutschte garnicht erst ins Becken. Verdacht auf Kopf-Beckenmissverhältnis. Sprich: Becken zu eng.

Mich hat das auch fertig gemacht und sehr beschäftigt.

Ich war 1 Jahr später wieder schwanger und habe mich dann sofort intensiv mit dem Thema GEburt auseinander gesetzt. Ich wollte auf keinen Fall nochmal einen KS, da ich große Probleme danach hatte. Körperlich (sekundäre Wundheilung, sprich Naht war fett entzündet, 12 Tage KH, Antibiose, monatelange Schmerzen und Beeinträchtigung beim liegen, aufstehen, Kind versorgen) und psychische.

Ich habe mit meiner Hebamme von der 1. Geburt gesprochen, mit meiner neuen (neue Stadt), meiner Frauenärztin. Alle meinten, anhand des Geburtsverlaufs solle ich leider tatsächlich von einem sehr engen Becken ausgehen und wahrscheinlich werde es wieder ein KS. Und das obwohl meine Hebamme, die bei der ersten Geburt dabei gewesen war, VOR der Geburt noch meinte, dass es ein Becken-Kopf-Missverhältnis so gut wie nicht gibt!!

Ich war beim Ostheopathen und habe Hypnobirthing gemacht, das hat mir sehr geholfen, meine Angst vor dem KS zu verlieren und mich wieder auf die Geburt zu freuen und zuversichtlich zu sein.

Kurz vor der Geburt kam dann der Check durch die beiden Oberärzte, der beiden Kliniken, die wir für die Geburt im Auge hatten. Der eine Termin lief eher ernüchterndend (O-Ton Oberarzt beim schallen der Narbe:" die ist aber außen nicht schön gemacht worden. Das korrigieren wir dann beim nächsten KS #schock#schmoll). Die Klinik war somit raus. Der Besuch beim zweiten Oberarzt verlief super. Narbenruptur unter 1%, ich könne es in jedem Fall vaginal probieren und es wäre so gut wie wenn ich keinen KS gehabt hätte, da die Narbe so gut verheilt war:-D.

Meine Tochter kam nach 15 Stunden Wehen spontan zur Welt und hatte einen größeren KU als mein Sohn ;-).

#liebdrueck

Ich hoffe, die Geschichte macht dir Mut. Jetzt genieß erstmal dein 1. Kind und versuch den KS zu verarbeiten. Alles Liebe!

Grüße, Nora