Dem Körper Signale senden vs. Ablenkung

Liebe Schwangere

Meine Frage betrifft den Kinderwunsch, aber ich möchte gerne Erfahrungen von euch sammeln, die durch diese Zeit bereits durch sind, darum poste ich hier.

Ich bin ein starker Kopfmensch und bemühe mich seit längerem, Herz und Gefühle in allen Lebensbereichen wieder mehr einfliessen zulassen - denn früher dominierten sie mehr. Das mit dem Kopf kam mit dem Älterwerden und vermutlich auch aufgrund meines Studiums/Berufs.

Grundsätzlich habe ich wieder einen guten Zugang zu meiner Intuition, nachdem ich sie offenbar jahrelang nicht mehr richtig gespürt habe, aber langsam lernte ich sie wieder wahrzunehmen, ihr Raum zu geben und sie mehr zu beachten. Dennoch hilft sie mir in diesem Punkt gerade nicht weiter#gruebel, in der Frage was gut für mich sein könnte. Daher hoffe ich durch Erfahrungen inspiriert zu werden. Ausprobieren schlägt bei mir irgendwie fehl, ich habe manchmal schiss, was falsch zu machen..auch wenn ich weiss, wie dumm das ist.#contra

Vielleicht kennen einige von euch auch das berühmte Buch von Birgit Zart, "Gelassen durch die Kinderwunschzeit". Dort drin erwähnt sie u.a. auch wie wichtig es sei, dem Körper Signale für den Kinderwunsch zu senden. Als Beispiele nennt sie etwa sich vorzustellen, wie man das eigene Kind auf dem Arm hält, sich zu fragen, wie das Kind wohl riecht und aussieht, sich glücklich mit einem runden Bauch zu sehen, etc.

Ich bin solchen Sichtweisen sehr offen gegenüber und kann mir auch die positive Wirkung (etwa so wie Mentaltraining bei den Sportlern) gut vorstellen. Hat bei mir in anderen Lebensbereichen sogar schon funktioniert (allerdings in weitaus weniger komplexen Angelgenheiten als in einem Kinderwunsch). Andererseits hört man ja immer wieder den Ratschlag, nicht daran zu denken (nicht im Sinne von den Wunsch verdrängen, aber sich ablenken und nicht darauf zu versteifen). So hat mir auch eine Bekannte, die relativ schnell schwanger geworden ist, einst den Tipp gegeben, mich, wenn es dann soweit sei, einfach mit etwas abzulenken. Sie habe sich um einen voraussichtlichen Auslandaufenthalt gekümmert, sich eine Zeit lang derart mit Visen und Einreisebestimmungen auseinandergesetzt, dass sie auch gar nicht damit gerechnet habe, ss zu werden. Dies kurz nachdem sie die Pille abgesetzt habe. Kurz darauf: schwanger.

Dass dies schwierig ist, wenn der Wunsch so stark ist, weiss ich bereits. Und ich verlange von mir selbst auch nicht, ihn völlig zu vergessen und mich total abzulenken. Diese Phase ist bei mir eh durch, überrascht und sofort nach Pille ss zu werden, habe bereits mehrere ÜZ hinter mir, aber noch im "normalen" (wenns den überhaupt gibt) Bereich. Dennoch tönt diese Variante für mich auch gesund und die Gefahr der Versteifung ist weniger gross, als wenn man oft an den Wunsch denkt und sich irgendwelche schöne Bilder ausmalt.

Das Problem ist: beide Wege sind für mich einleuchtend, aber ich finde hier einfach keinen Mittelweg, weil meiner Meinung nach das eine das andere ausschliesst. Ich kann mich nicht ablenken und auf anderes konzentrieren und dann doch fast täglich in der Art einer medidtativen Übung meinen Kinderwunsch mit Bildern stärken und "dem Körper entsprechende Signale senden", wie dies B. Zart aber offenbar für wichtig hält).

Also, an all jene, bei denen es sowieso nicht gerade auf Anhieb geklappt hat:

-Wie seid ihr mit dem Wunsch mental#aha umgegangen?

-Und wie seid ihr jeweils mit Enttäuschung Ende Zyklus, wenn die Mens kam, umgegangen?

Ich finde es manchmal auch schwierig, in der Einstellung positiv zu bleiben... ist euch das gelungen? Wenn ja, wie?

Ich danke herzlich#herzlich
#winke

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Hallo #herzlich

Wir haben 23 ÜZ gebraucht und werden nun mit doppeltem Glück gesegnet #schein

Ich durfte mir oft anhören, nicht so viel dran zu denken, denn dann würde es nicht klappen #roll grad von Frauen, die aus Versehen, oder sofort schwanger wurden....

Auf solche Weisheiten habe ich nichts gegeben! Die haben mich nur aufgeregt....

Ich denke, man kann mit seiner Denkweise wirklich nicht viel Einfluss nehmen. Wir sind zuletzt in der Kinderwunschklinik gelandet und haben vorerst damit begonnen zu stimulieren und den ES auszulösen, einfach weil es egtl keinen Grund gab, der gegen eine eintretende Schwangerschaft sprach..

Im ersten Versuch war ich noch euphorisch und voller Hoffnung... aber der erste und zweite Versuch blieben ohne Erfolg.

Im dritten Versuch habe ich zB gar nicht damit gerechnet, dass es klappen könnte... habe so vor mich hingespritzt, ohne Freude zu empfinden oder das Gefühl zu haben etwas zu tun.... und dann hat es tatsächlich geklappt!

Du siehst, auch negative Denkweise führt nicht gleich zu einem negativen Schwangerschaftstest. Ich denke die Kinderwunschzeit ist ein auf und ab! Und wer nicht selbst lange braucht/gebraucht hat, kann noch so viele Tips geben... es nützt nichts!

Ich wünsche dir viel Erfolg! #klee

LG Sonnenschein mit Zwillingen in der 11. SSW #verliebt

2

Hi , ich hatte nach zwei Kindern eine 3,5 jährige Phase in der es einfach nicht klappte.
Hab alles versucht. Man kann seine eigenen Gedanken nicht überhören, vor allem nicht wenn man regelmässig einmal im Monat daran durch die Mens erinnert wurde dass es nicht geklappt hat.

Da ich leider auch ein bischen Speck auf den Rippen hatte , dachte ich mir , ich kümmere mich jetzt erst mal um die Figur.

Ich fing an regelmässig Sport zu treiben hab mich mit Ernährung auseinander gesetzt.
Das tat mir sehr gut .
Und plums wurde ich schwanger...
Leider mussten wir es auf drastische Weise verlieren ABER ... danach wurde ich wieder schnell schwanger.

Meine Gedanken kreisten zu dem Zeitpunkt

genauso intensiv um Sport wie damals um den Kinderwunsch.
Und glaub mir Urbia war auch nicht gerade gut , schaute nicht mehr rein solange.

Das war so mein Weg

Lg Sparla

3

Ich bin der festen Überzeugung, dass man durch eine positive oder negative Einstellung NICHTS an der Biologie verändert. Wenn ihr mehr als 6 Übungszyklen dabei seid (das mit dem 1 Jahr ist veraltert), würde ich ein Spermiogramm machen lassen und wenn das unauffällig ist, Zyklusmonitoring und eine Eileiterdurchlässigkeitsprüfung. Das Spermiogramm würde ich nicht beim Urologen, sondern in einem Kinderwunschzentrum machen lassen.

Du wirst nicht schwanger vom "Kind visualisieren" , sondern wenn die biologischen Fakten stimmen.

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Gott, bitte lass die Küche im Dorf!

Ein Jahr bzw 12 Zyklen liegen sehr wohl im normalen Rahmen! Wer stellt bloß solche Behauptungen auf, dass man nach 6 Zyklen unbedingt Untersuchungen anstellen müsste?!

Ich kenne nur wenige Ausnahmen, bei denen es weniger als 6 Zyklen gebraucht hat....

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Ich habe mehr oder weniger beides "gleichzeitig" ausprobiert.

Einerseits habe ich mich sehr auf Arbeit und Sport konzentriert, andererseits habe ich mich beim "Körper durchfühlen und positive Gedanken schicken" im Entspannungs-Anteil vom Sportkurs sehr auf meinen Unterleib konzentriert und jeden Morgen meine Temperatur gemessen, etc.

Die Enttäuschung, wenn die Mens kam habe ich einen Tag lang "ausgelebt" und mir gedacht "es hat nicht sollen sein, aber vielleicht nächsten Monat". Wobei bei uns relativ viele Zyklen wegen Geschäftsreisen "weggefallen" sind. :-(

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Ich erkenne mich in dir wieder. :)

Wir haben 9 Monate versucht. Ich dachte immer "hoffentlich klappt es, damit ich aus der verfahrenen Situation im Job raus bin." Dazu haben wir es uns natürlich auch mega gewünscht, nicht, dass das falsch rüberkommt. Wir waren jeden Zyklus enttäuscht, aber motivierten uns damit, dass wir in 10-14 Tagen dann wieder viel "üben". ;)

Dann hat es geklappt! Die Freude war groß, ich hab die Monate gezählt... in der 10. Woche dann die Diagnose Missed Abortion. Wir waren beide schockiert. Dann hab ich mir gesagt, dass es wohl wieder so lange dauern kann und ich mich um MICH kümmern muss, das hat mir die Fehlgeburt mitgegeben. Ich habe Sport gemacht und mich auf Jobsuchenden begeben bzw erstmal viele wichtige Kontakte geknüpft. Ich war schon ganz aufgeregt, die Bewerbungszeit sollte losgehen. ZACK - schwanger.

Ich bin zwar die einzige Teilnehmerin meiner Studie, aber das hat mir gezeigt - es muss mir gut gehen. Dann klappt es auch mit dem Körper.

Ach ja, zudem habe ich im ersten Zyklus zu mir selbst und zum Universum gesagt "wir sind bereit für das kleine Wesen". ;) Klingt verrückt, aber ich denke gern dran.

Alles Gute für Dich. Kümmer Dich um Dein Wohl. :)

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Ich hatte auch einen starken Kinderwunsch und habe mich einfach gar nicht versucht abzulenken sondern alles kontrolliert und überwacht was ging (zyklusblatt, ovus usw....).

Trotzdem hatte ich Pläne für den Fall das es nicht bald klappt:

Ich wollte im Verein Skifahren und mit meinem Mann Tuniertanzen beginnen:-)
Das war eigentlich eine gute Mischung so fand ich:-)
Beim zweiten kind haben wir erst gar nicht nach der Geburt des ersten verhütet:-)

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Danke für alle eure Antworten und Erfahrungsberichte, hat mich beruhigt! :-) Alles Liebe#herzlich