Vorsorge nach ET - was muss?

Ich habe zwar noch 5 Wochen bis zum ET, das bedeutet noch 2 Vorsorgetermine die auch schon feststehen, aber da ich in der ersten Schwangerschaft über Termin gegangen bin und meine Frauenärztin mich nur bis Termin betreut hat, mach ich mir so meine Gedanken. Denn die Hebamme die ich dieses Mal habe macht auch nichts nach Termin und verweist auf die Ambulanz im nächstgelegenen Krankenhaus, dort will ich aber nicht entbinden. Das Entbindungskrankenhaus ist ca 40min Fahrzeit entfernt.

In der ersten Schwangerschaft musste ich lt Ärztin an ET, ET+2 und ET+4 ans CTG danach täglich, Einleitung an ET+7, obwohl es nie einen auffälligen Befund gab. Jedesmal wäre im Krankenhaus auch Ultraschall und Doppler gemacht worden.

Weiß jemand was lt Mutterschaftsrichtlinien tatsächlich vorgesehen ist?

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Guten Morgen,

das interessiert mich auch. Im Netz habe ich nach (kurzer) Suche nicht so viel gefunden.

Ich plane eine außerklinische Geburt und habe heute ET. Letzte Vorsorge durch meine Hebi war vor einer Woche. An ET +drei (Samstag) müsste ich einmal ins KH, um dort eine Vorsorge machen zu lassen. FW Menge und so, wobei ich das schwierig finde, die FW Menge zu beurteilen, wenn man keinen Vorvergleich hat. Naja. Ich hoffe doch sehr, Baby zieht vorher aus.

Her mit eurem Schwarmwissen!

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Eine Freundin die eine Hausgeburt hatte, hat an ET+3 ein ärztliches Konsil gebraucht um die außerklinische Geburt bis ET+10? zu "genehmigen"

Deswegen verstehe ich nicht warum bei einer geplanten Klinikgeburt so ein Aufwand betrieben wird. Das kann doch auch nicht im Sinne der Klinik sein... Oder gibt das so viel Geld? Für den Niedergelassenen gibt es wohl nichts, deswegen machen die es nicht.

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Also meine Ärztin hätte das durchaus gemacht mit alle 2 Tage CTG. Sie war nur leider ab meinem ET im Urlaub. Ich hatte deshalb bei ET-2 den letzten Termin bei ihr, wo sie nochmal en US gemacht hat um zu entscheiden, ob sie es vertretbar findet, dass meine Hebamme übers Wochenende (bis ET+4) die Kontrolle übernimmt oder ob ich lieber dafür ins KH soll (meine Hebamme hatte im vorfeld gesagt, dass sie es nur mit dem OK der Ärztin machen würde). Sie entschied, dass es ok ist mit der Hebamme, ich aber sicherheitshalber für ET+4 einen Termin in der Klinik machen soll und dahin am besten auch schon meine Kliniktasche mitnehmen soll, weil sie aufgrund der geringen Fruchtwassermenge dann bestimmt direkt einleiten wollen.
Am ET und an ET+2 war ich also bei meiner Hebamme, die CTG gemacht, Urin kontrolliert und den Bauch abgetastet hat und an ET+3 kam meine Tochter dann glücklicherweise von allein.

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Soweit ich weiß ab ET alle 2 Tage CTG (falls irgendwas z.b. Fruchtwassermenge auffällig ist ggf auch täglich) und Einleitung eigentlich nur, wenn es Gründe gibt. Aber viele Krankenhäuser leiten tatsächlich bei ET+7 ein, auch wenn noch alles gut ist. Da müsste die Frau dann eben nicht zustimmen.

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Also in den Mutterschaftsrichtlinien hab ich gar nix dazu gefunden was nach dem ET ist. Ich denke mal du bist nicht dazu verpflichtet so und so oft hin zu gehen,aber ich würde schon alle zwei Tage gehen. Finde es auch seltsam das weder Arzt noch Hebamme das bei dir anbieten. Die kriegen zwar nur die Quartalsgebühr,aber irgendwie gehört das dich dazu oder nicht? Ich war in meiner 1. SS alle zwei Tage nach ET beim FA bzw. bei der Hebamme weil ich sonst auch extra ins KH 45 Minuten hätte fahren müssen. Bei uns gibts auch nix dichteres. Und ich finde es schön wichtig zu gucken ob noch genug Fruchtwasser da ist. Meine FA hatte bei der letzten Untersuchung montags einen Tag vor Geburt leider nicht geguckt und der Kleine hatte schon etwas wenig Fruchtwasser und musste dann noch Untersuchungen ertragen. Wenn man das vorher gesehen hätte wäre ich vielleicht schon zwei Tage früher im KH gewesen zum Einleiten.

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Hi,

soweit ich weiß kann nach ET alle 2 Tage ein CTG abgerechnet werden, eben zur Sicherheit.

Mein Arzt bestellt ab ET täglich ein und schaut dann am ET noch mal per US ob soweit alles ok ist und schaut dann auch immer nach dem Muttermund wenn man möchte.
Bis ET+7 betreut er, dann verweist er ans KH. Bei meinem Großen haben sie im KH dann auch nur CTG gemacht und per US geschaut, ob noch genug Fruchtwasser da ist. Da alles ok war, sollte ich an ET+9 noch Mal kommen zur Kontrolle und an ET+11 wäre dann eingeleitet worden. Er kam dann aber zum Glück doch noch von alleine.

Die Kleine jetzt kam ganz brav an ET+4, so blieb mir das KH erspart, da wartet man immer so ewig 😥 bei meinem Arzt ist das besser 😁

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In den Mutterschaftsrichtlinien selbst (siehe gba) sind keine speziellen Untersuchungen nach ET festgeschrieben!

Das heißt, es gibt kein "muss".
Üblich ist von Seiten der Ärzte:
Kontrolle alle 2-3 Tage, ab ET+7 Überwachung durch Geburtsklinik

Eine Übertragung ist offiziell erst ab der 43. Woche.
Bis dahin befindet sich die Schwangere im normalen Geburtszeitraum.

Es gibt Empfehlungen ab ET, die sehen eben die 2-3 tägige Kontrolle mit CTG vor, sowie das Anbieten der Einleitung ab ET+7. (Quelle weiß ich grad nicht)

Daneben hat jedes Krankenhaus eigene Richtlinien.

Bei einer Hausgeburt gibt es abweichend die ET+3 Vorsorge. Diese ist ein Muss, wenn die Hausgeburt durch die Krankenkasse bezahlt werden soll. Dabei ist es nir eine Vorsorge, weder US noch CTG sind dabei vorgeschrieben. Auch muss der Arzt keinen "Freifahrtschein" ausstellen - auch ein häufiger Irrtum. Nur den akuten Zustand feststellen.

Hausgeburtshebammen machen in der Regel auch alle 2-3 Tage die Vorsorge nach ET, in Absprache mit der (werdenden) Mutter.


Ich bin selbst 3x bis in die 42./43. Woche gegangen. Man "muss" auch nicht alle 2-3 Tage im KH antanzen, da darf Frau widersprechen.
Meine ersten beiden sind KH-Geburten, da hab ich die Vorsorge abgesprochen, waren auch mal 4-5 Tage ohne Kontrolle dabei.

Genauso darf Frau einer Einleitung widersprechen, auch ab ET+14.

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In Deutschland ist Vorsorgezu keinem Zeitpunkt ein MUSS. Einzige Ausnahme bei einer geplanten Hausgeburt muss an ET+3 eine ärztliche Vorsorge stattfinden. Alles andere ist nicht mehr als ein Angebot wie Krebsvorsorge oder die Vorsorge beim Zahnarzt. Kann man machen, kann man auch lassen. Pflicht ist da gar nichts.
Die Mutterschaftsrichtlinien sind online einsehbar. Spezielle Untersuchungen sind da auch nach ET erstmal nicht pauschal vorgesehen. Wenn man die Vorsorge nach Mutterschaftsrichtlinien machen lassen will, dann sind die Termine ab dann alle 2 Tage vorgesehen. CTG steht darin ab Übertragung, die aber ja nicht mit ET beginnt sondern eigentlich erst ab 42+0. Sonst CTG nur bei Auffälligkeiten. Es gibt auch noch eine gesonderte CTG Leitlinie, die CTG ab ET+8 vorsieht.
Die normale Vorsorge nach Mutterschaftsrichtlinien wäre also
Blutdruck, Urin, Gewichtskontrolle
Kontrolle der kindlichen Herztöne (was auch ohne CTG geht)
Kontrolle von Kindslage und Fundusstand