Erfahrung mit Geburtseinleitung?

    • (1) 05.07.18 - 15:03

      Hallo,
      ich bin jetzt einen Tag vorm ET und mein Arzt hat mir heute geraten mich am Samstag im KH vorzustellen, bzw. mir eine Überweisung ausgeschrieben (morgen ist nochmal Termin bei der Hebamme).
      Auf der Überweisung empfiehlt er auch ggfls eine Einleitung wegen Reifezeichen der Plazenta und eines unregelmäßigen CTG.

      Ich wäre da auch sehr dafür, warum auch nicht, der Kleine ist normal entwickelt und ich sehe jetzt keinen Vorteil darin abzuwarten, gerade wenn es bereits Risikofaktoren wie die Sache mit dem CTG gibt.
      Hat Jemand damit Erfahrungen, bzw. weiß wie Krankenhäuser meistens verfahren? Wird da lieber noch bis Ende der 41./ 42. Woche gewartet? Hat eine Einleitung irgendwelche Nachteile?

      • (2) 05.07.18 - 15:30

        Hallo,

        Je nach Indikation wird noch gewartet, glaube so 10 Tage nach ET ist weit verbreitet. Es kann aber auch sein, dass das KH früher einleitet, wenn sie der Meinung sind, es muss sein.

        Ja, eine Einleitung kann Nebenwirkungen haben. Wehensturm, Abfällen der Herztöne des Kindes, etc. Du kannst dich im Vorfeld ganz einfach online darüber informieren.

        Wenn es nicht wirklich notwendig ist, würde ich allerdings noch warten. Wenn du morgen noch mal bei deiner Hebamme bist, dann sprich doch mit ihr. Vllt kann sie ein wenig den Vorgang anstupsen. Und das etwas sanfter, als mit den Meds im Krankenhaus.

        Ich spreche bei den Nebenwirkungen übrigens aus Erfahrung. Bei mir wurde nach 7 Tagen drüber eingeleitet. Sehr starke Wassereinlagerungen, da haben die mich nicht mal angesehen, sondern ich konnte direkt am nächsten Morgen kommen. 12 Stunden passierte nichts und dann viel auf einmal. Falls du Details hören willst, sag Bescheid, aber ich würde nicht noch mal Einleiten 😅

        Alles Gute!

        • (3) 05.07.18 - 15:51

          Hi und danke dir für den Erfahrungsbericht.
          Jetzt weiß ich auch warum der Arzt wissen wollte ob meine Knöchel geschwollen sind ;-)

          Die Situation bei mir ist gerade etwas doof weil meine eigentliche Ärztin im Urlaub ist und ich jetzt bei einer Vertretung bin. Das verunsichert mich schon etwas, ich weiß auch nicht wie schwerwiegend das mit der Plazenta und dem CTG genau ist.
          Wobei die Hebamme mich ja schon die ganze Schwangerschaft lang betreut und bisher immer ganz entspannt war.
          Na mal sehen was sie morgen sagt, wäre schon schön wenn es bald losgehen würde #zitter.

      Hallo 🤗

      Ich wurde an ET+7 eingeleitet. Zunächst wurde eine "Testtablette" mit niedriger Dosis gegeben. Meistens bewirkt die noch nichts.

      19 Stunden später hatte ich aber schon meinen Kleinen auf dem Arm 😍

      Nachteile: so eine Einleitung kann im schlimmsten Fall mehrere Tage dauern, die Wehen können unter der Geburt nachlassen und es kommt häufiger zu Saugglocken Geburten oder Notkaiserschnitten.

      Ich bin zb auch nur ganz knapp dem Notkaiserschnitt entgangen. Habe nach ca 3 Presswehen nichts mehr gespürt. Und das ohne jegliches Schmerzmittel. Insgesamt ging die Geburt so schnell, dass es für PDA o.ä. zu spät war.
      Die wehen sind komplett abgeflacht. Die Herztöne sind abgerutscht und der Kleine konnte so gerade eben noch mit der Saugglocke, Kristeller Griff und Dammschnitt geholt werden.
      Ein paar Minuten länger und ich wäre wahrscheinlich in den OP gebracht worden.

      Es gibt aber auch andere Möglichkeiten als die Einleitung mit Tabletten. Die werden dich da im Krankenhaus beraten. Da wirst du auch aufgeklärt und musst dafür unterschreiben.

    • (5) 05.07.18 - 19:28

      Hallo also bei mir war es bei meiner ersten Schwangerschaft so das ich am Tag des ET früh ins KH sollte zur Geburtseinleitung, da ich unter Wassereinlagerungen Litt und zwar ganz extrem und diesen Symphysenschmerz hatte, auch extrem.

      Also denke je nachdem wie es dir geht..

      Hallo.
      Ich wurde bei Et+4 wegen Fruchtwassermangel eingeleitet. Mir wurde morgens um 10 Uhr ein Faden eingelegt (keine Ahnung wie das richtig heißt). Um 18 Uhr kamen leichte Wehen. Um 18.50 Uhr fing ein starker Wehensturm an. Und um 19.50 Uhr konnte ich nach drei Presswehen schon meinen Sohn im Arm halten.
      Trotz Wehensturm war es für mich eine gute Geburt und vor allem schnell. Ich würde es wieder machen lassen.
      Alles Gute.

    • (7) 06.07.18 - 07:34

      Eine Einleitung kann ne Menge Nachteile haben.
      Wenn das CTG Unregelmäßigkeiten zeigt, ist eine engere Überwachung gut, aber "vorschnell" sollte dennoch nicht zur Einleitung gegriffen werden.

      Die KH handhaben das teils sehr unterschiedlich, die meisten haben aber ab ET eher eine pro-Einleitung Einstellung.

      Wenn deine Plazenta schon im US sichtbare Reifezeichen hat, dann spricht es für einen baldigen Start.
      Den kann man dann meist auch noch abwarten, die Wehen und der Geburtsverlauf sind besser, wenns von selbst losgeht.

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