Kristeller Hilfe bei Geburt?

    • (1) 16.07.18 - 10:05

      Guten Morgen euch allen. Ich bin jetzt in der 21.SSW, es ist meine 2te Schwangerschaft und ich mache mir Sorgen wegen der Geburt. Die erste war leider nicht so toll und das macht mir Angst. Es fing um 3:30 Uhr an meine Fruchtblase war gesprungen, richtige wehen um 9 uhr da meine Maus etwas falsch mit dem Kopf lag dauerte es alles lange bis sich der Mumu richtig öffnete und um 16 uhr ungefähr ging es dann los es war echt mega anstrengend und trotz PDA schlimme Schmerzen. Gegen 21 Uhr war es fast geschafft ich musste noch paar mal pressen aber ich hatte absolut keine Kraft mehr mein Bauch hat sich angefühlt wie Wackelpudding. Die Ärztin drückte auf meinen Bauch habe dann erst erfahren das man sowas Kristeller- Hilfe nennt und meine Maus war da... aber sie weinte nicht und die Hebamme rieb ihr den Rücken klopfte ein wenig, sie war so blau Lila und mir ist das Herz fast stehen geblieben es waren vielleicht nur einige Sekunden bis sie dann endlich weinte aber es war ein riesen Schreck. Sie wog 3700g, 52cm groß und KU 36 für manche jetzt nicht unbedingt so ein großes Baby aber für mich mit meinen 1.58 und 50kg Startgewicht war es doch schon sehr groß was auch die Hebamme sagte. Nun ja jetzt hab ich natürlich Panik wie diese Geburt verlaufen wird...ich weiß jede ist anders aber ich möchte sowas nicht noch mal durch machen. Muss noch dazu sagen das ich ein Dammschnitt bekommen hab was ich auch absolut schlimm fand,ich hab mich nach der Geburt wie in einem fremden Körper gefühlt.

      • Hallo:)
        Deine Ängste kann ich gut nachvollziehen, meine erste Geburt war auch schrecklich. Eine tagelange Einleitung, Wehentropf, PDA un vor allem gefühlte 1000 Mal die Kreisteller Hilfe. Mein Baby war auch blau, ich habe alles als ziemlich traumatisch empfunden.

        Vor ca einer Woche hatte ich meine 2. Geburt. Mit leichter (!) Unterstützung des Wehentropfs, von der ersten kaum auszuhaltenden Wehe bis zum ersten Schrei ca 1,5h :-) eine komplett andere und richtig gute Geburt! Bin total fit und mein zweites Kind scheint auch viel besser anzukommen auf der Welt, da die Geburt auch für ihn offenbar sehr viel leichter war :-)

        Ich hab's nicht geglaubt, aber es ist wirklich das GANZE GEGENTEIL zur ersten Geburt gewesen! Vielleicht wird es bei dir auch so, ich drück die Daumen!

        Alles Gute für dich!

      Hallo 😊

      Verstehe was du meinst, bei mir war es ähnlich.
      Ich hatte mir damals vor meiner 2. Entbindung den Geburtsverlaufsbericht vom Krh zukommen lassen und bin die Geburt mit meiner Hebamme durchgegangen. Wir haben stundenlang darüber gesprochen... Was ich möchte, was ich auf keinen Fall mehr will, worauf ich achten sollte usw.
      Das hat mir mehr gebracht, als der Geburtsvorbereitungskurs...

      Ich hatte, bis die Wehen einsetzten 😅, keine Angst vor meiner zweiten Entbindung.
      Bei der war übrigens auch kein Kristeller Griff nötig. Im Gegensatz zu der ersten Entbindung habe ich statt auf dem Rücken auf der Seite gelegen. Das ging viel viel besser.

      Ich wünsche dir alles Gute

      • Danke für's Antworten. Es scheint ja wirklich bei der 2ten Geburt leichter zu sein ich hoffe sehr das es bei mir auch diesmal anders abläuft.

        • Vorallem schneller 😂 bin bei 3cm geöffnetem MuMu schlafen gegangen.
          Bin dann wenig später wegen Wehen aufgewacht, 2 Stunden später war der kleine Mann da.

          Aber bei beiden Geburten war ich absolut kraftlos weil ich jeweils beide Nächte zuvor nicht oder nicht viel geschlafen hatte. Mir ging es da ganz wie dir.
          Mehr als liegen ging da echt nicht.

    Hallo!
    Hast du die Möglichkeit mit einer Beleghebamme zu entbinden?
    Oder eine Hebamme zu finden, die dich schon vor der Geburt begleitet?

    Im Gespräch mit einer (guten) Hebamme, kannst du die letzte Geburt "aufarbeiten" und erkennen, warum es lief, wie es lief.
    Oftmals ist die Geburtsbegleitung in der Klinik alles andere als optimal, was besonders bei Erstgebärenden - die sich natürlich in gute Händen glauben - zu Problemen führt.

    Gerade die Wehenarbeit in der Eröffnungsphase ist enorm wichtig - und genau da wird man im Klinikalltag überwiegend alleingelassen.
    Aber auf diese Phase kannst du dich gut vorbereiten.

    • Ich war 20 bei meiner ersten Geburt leider sehr unerfahren und hatte absolut keine Ahnung wo ich eine Hebamme her kriegen kann wo man ein geburtsvorbereitungskurs macht und das nicht alles was einem die Ärzte auf zwingen auch gemacht werden muss. Leider hat mich auch keiner richtig darüber informiert. Es wurde einfach irgendwas gemacht ohne mich vorher zu fragen oder wenigstens Bescheid zu sagen was jetzt überhaupt gemacht wird und warum :-/ ich fühlte mich echt mies. Jetzt weiß ich zwar viele Dinge aber ich werde wieder in diesem kh entbinden weil wir leider in der Nähe nichts anderes haben und da wird mir echt flau im Magen die Ärzte sind sehr unfreundlich in dem kh zum Glück sind die Hebammen nett. Ach ich weiß auch nicht...

      • Dann schau doch mal, ob du nicht ne nette Hebamme findest, die auch mit dir eine individuelle Geburtsvorbereitung macht.

        Willst du denn für die Nachsorge eine? Dann wär beides in einem Aufwasch.

        Ich kenn dieses "überrumpelt" werden, weil man selbst total naiv im KH einläuft. War 21 bei meinem ersten :)
        Ich dachte echt, ich krieg Tips und Unterstützung in der Eröffnungsphase - war aber im Endeffekt gut 10h "allein".
        Die 2.te Geburt lief dann in dieser Phase besser, weil ich vorbereiteter war.

        Schau doch mal bei den Hebammenblogs zB, da finden sich tolle Tips um in der Eröffnungsphase mit den Wehen umzugehen.
        Und versuch in der Austreibungsphase eine aufrechte Position - Vierfüssler, Hocker, Gebärwanne. Lass dich nicht vom Kreissaalbett ins Liegen locken - und wenn, dann seitlich.

        Das Becken ist kein fester Kanal mit begrenztem Durchmesser. Sondern wie ein beweglicher Gürtel. Wenn du auf Kreuz/Steissbein liegst, dann verringert sich die Beweglichkeit und der Durchmesser bis zur Symphyse.
        Gut Erklärungen finden sich dazu auch bei "geburt-in-eigenregie.de".
        Und NEIN, dass ist kein Aufruf zur Alleingeburt! Aber die Autorin erklärt auf dieser Seite sehr gut, wie ein Kind sich durchs Becken dreht, welche Probleme dabei entstehen können - und was helfen kann.
        Zudem auch die Wehenarten, warum Wehen ins Stocken geraten usw.

        Das ist auch und insbesondere dann nützlich, wenn man im KH sein Kind zur Welt bringt.

Hi, das was du beschriebst passiert sehr häufig! Tut mir sehr leid für dich, aber Hauptsache euch geht es jetzt gut!

Der Kristeller ist sehr sehr umstritten und viele plädieren dafür, dass er ganz verboten wird, da es auch schon vorkam, dass das Kind schwere Schäden durch diese Methode davon trug. Kann schon gut verstehen, dass du das nicht nochmal erleben willst.. schade, dass du’s überhaupt erleben musstest!

Tatsächlich ist es so, dass durch die vielen Interventionen im Krankenhaus es noch selten zu einer „natürlichen Geburt“ kommt. Das liegt aber auch an einem Missverhältnis von Baby und Becken. (wie du beschrieben hast) Je nachdem in welcher Klinik du bist, kannst du aber vorher besprechen was für dich in Frage kommt und was nicht.

Es gibt viele Optionen um dein Kind auf sanftere Weise zur Welt zu bringen. Der geplante Kaiserschnitt ist eine davon. In manchen Kliniken oder Geburtshäusern kannst du auch verschiedene Geburtspositionen ausprobieren. In der Hocke zb ist es meist leichter als liegend, da die Schwerkraft noch nachhilft.

Lg🌸

  • Ich wusste ehrlich gar nicht das sowas überhaupt gemacht wird ich hab im Internet nur was von saugglocke gelesen 😕 und da wurde mir schon wulmig und dann ohne das mir vorher irgendwas gesagt wurde oder erklärt ( vielleicht auch irgendwo meine schuld weil ich mich vorher nicht erkundigt hab) haben die einfach drauf los gemacht. Es war wirklich alles andere als schön ich bin zwar froh und dankbar das meine Maus dann zum Glück endlich auf der Welt aber es war keine leichte Zeit danach auch nicht weil mein Mann bei der Geburt dabei war und für ihn war es sogar Horror der möchte diesmal nicht wieder mit kommen. Der sagt schon ob ich nicht vielleicht lieber Kaiserschnitt machen will aber davor hab ich noch mehr Angst 😖

    • Schade, dass es so lief.. Versuch dem etwas positives abzugewinnen. Obwohl es alles so schlimm war, hat es mit großer Wahrscheinlichkeit dir und deinem Kind das Leben gerettet! Ist natürlich sehr schade, dass keine richtige Aufklärung stattfand. Bei der Geburt selbst muss halt oft sehr schnell gehandelt werden, und dann wird eben nicht nachgefragt oder angekündigt, sondern einfach gemacht. Deine erste Geburt liegt doch bestimmt einige Zeit zurück.. viellecht hat sich in der Klinik bereits einiges geändert. Du könntest auf jeden Fall im Vorfeld beim Geburtsgespräch vieles ansprechen!

      Falls du dich für einen geplanten Kaiserschnitt entscheidest, musst du keine Angst haben. Hier im Forum gibt es viele Frauen, die einen machen ließen und eine schöne Erfahrung hatten! Mit denen könntest du dich in Verbindung setzen und dich austauschen. Dann bekommst du auch eine ehrliche und aufgeklärte Meinung darüber.

      Egal was du machst, hoffe deine Geburt wird diesmal schöner!!

      Alles Gute🌸

(13) 16.07.18 - 13:47

Ich empfehle dir mal mit einer Hebamme zu sprechen über eine "echte" Geburt. Die meisten Säuglinge sind bläulich bis blau wenn sie zur Welt kommen. Und um einen Dammschnitt zu vermeiden sollte man möglichst aufrecht gebären, nicht im liegen. Und noch einige Dinge mehr, die einem oft gar nicht erzählt werden um die werdende Mama nicht "zu verunsichern". Meiner Meinung nach kommt dann genau sowas, man weiß vieles nicht und es trifft einen wie ein Vorschlaghammer.
Ich habe das meiste vor unserem ersten Kind auch nicht gewusst. Und wenn ich im GVK mal was nicht so schön blumiges wissen wollte, kamen gleich böse blicke.

Das mit dem auf dem Bauch liegen Stelle ich mir auch gruselig vor. Lass dir alles genau erklären und erzählen. Dann gibt es auch keine solchen Schreckmomente.

Alles Gute für dich!

  • (14) 16.07.18 - 14:11

    Hi, ich stimme dir in allem zu was du geschrieben hast, aber dein Zusatz „echte Geburt“ wirkt sehr diskriminierend. Jede Geburt ist eine „echte Geburt“, wenn die Mutter über Monate hinweg ihr Kind in ihrem Bauch getragen hat und es dann zur Welt bringt.

    • (15) 16.07.18 - 15:14

      Ist vielleicht unklar ausgedrückt und bezog sich nicht auf eine bestimmte Art der Geburt. Sondern darauf, was vielen Frauen als normal verkauft wird.

      Ich hatte einen Kaiserschnitt, mit zuvor Einleitung. Mit einer spontanen Geburt hatte das nicht viel zu tun. Trotzdem ist es natürlich eine Geburt gewesen..

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