Angst vor Panikattacken

    • (1) 20.07.18 - 09:59

      Hallo ihr Lieben!
      Vielleicht war ja schon jemand in einer ähnlichen Situation und kann berichten...
      Ich hatte vor einigen Jahren eine schwere Krankheit. Soweit alles überstanden und behandelt. Zurückgeblieben sind heftige Panikattacken. Auch die hatte ich besiegt, bis ich schwanger wurde. Durch die Hormone kommen die Panikattacken langsam aber sicher wieder.
      Ich bin diese Woche krankgeschrieben, da ich das Wetter nicht gut verpacke und merke dass es mir auch psychisch deutlich besser geht. Wahrscheinlich weil ich die berufliche Verantwortung "abgegeben" habe.
      Mein Mann ist der Meinung, dass ich mich längerfristig krankschreiben lassen sollte, da er mich gerade auch viel positiver erlebt. Mich quält das schlechte Gewissen, vor allem weil ich unter normalen Umständen meinen Job und die Verantwortung liebe.

      Jetzt die Frage: meint ihr, die Panikattacken könnten noch schlimmer werden, bzw. kann die Krankschreibung echt die Lösung sein? Habe echt Angst Panikattacken zu haben, wenn unser Wurm endlich da ist... bin erst in der 16. SSW.

      • Ich würde mich mal vom Arzt beraten lassen. Warst du mal bei einem Psychiater deswegen?

        • Nein war ich nicht. Hatte das damals mit meinem Neurologen in den Griff bekommen. Da ich weiß woher die Panikattacken kommen und wie ich sie normalerweise in den Griff bekomme, sehe ich da auch keine Notwendigkeit für einen Psychiater. Ich hab ja noch die Hoffnung, dass nach der Schwangerschaft einfach wieder der Normalzustand einkehrt solang sich die Panikattacken bis dahin nicht wieder gefestigt haben...
          Mit meinem Frauenarzt spreche ich nächsten Freitag (nach seinem Urlaub)

      (5) 20.07.18 - 10:51

      Ich glaube hier kann dir keiner eine Antwort geben. Man kennt ja deine ganze Vorgeschichte nicht, und was das jetzt für Panikattacken sind und wie heftig etc. Bei psychischen Fragen, kann dich nur jemand beraten, der bereits mit dir vertraut ist... würde ich jetzt mal sagen.

      Hier wurde von einem Psychiater gesprochen.. ist jetzt aber nicht das Gleiche wie ein Psychotherapeut der Verhaltens- und Gesprächstherapie anbietet. Du sagst du kennst bereits die Ursache und hast bereits Strategien, wie du damit im Alltag umgehen kannst, weil du schon vorher in Behandlung warst..

      Viellecht würde es aber durchaus Sinn machen dich wieder in Behandlung zu begeben, so als Stütze und Begleitung während der Schwangerschaft. Da du ja jetzt mit ganz neuen Situationen konfrontiert werden wirst. Dann kann dein/e Therapeut/in mit dir erarbeiten ob du weiter krankgeschrieben werden solltest oder nicht.

      Es macht ja durchaus Sinn, seine Alltagsstruktur weiterhin aufrechtzuerhalten! Zuhause könntest du eine Depression bekommen.. muss aber natürlich nicht. Viellecht wäre es auch entlastend für dich, ne Weile zuhause zu bleiben. Das kann man aber jetzt so aus der Ferne nicht beurteilen. :)

      Alles Gute und eine schöne Schwangerschaft!🌸🌸

      Hallo :)


      Ich hatte seitdem ich 14 bin Panikattacken. Aber von 14-20 keine einzige. Dann wurde ich schwanger mit meinem Sohn und in der Schwangerschaft hatte ich vereinzelte. Dann, nach der Geburt ging’s richtig los. Panikattacken, Angstzustände, Wochenbettdepression. Wurde sogar mal mit dem RTW geholt obwohls nur ne Attacke war. Nach etwa 9 Monaten war ich wieder komplett frei von den Attacken undso, weil die Hormone wieder normal waren! Jetzt in der 2. Schwangerschaft geht alles wieder von vorne los!
      Mit hat das Beschäftigungsverbot gut getan, weil ich die Attacken auch auf der Arbeit hatte.

      Die Hormone können soviel machen, aber das legt sich wieder sobald sich alles normalisiert. Also durchhalten und denk dran: es sind nur Symptome. Einem passiert nix während einer attacke, auch wenn es sich so anfühlt.

      Können auch gerne per Nachricht schreiben.

      Liebe Grüße, Anna (ab morgen 39 SSW 😍 und Hannes (2) an der Hand)

    Hallo,
    Bei mir war es wie bei dir.
    Ich hatte eine ziemlich heftige Lungenentzündung, die einfach nicht erkannt wurde.
    Ich lag lange im Krankenhaus und schlussendlich ist doch alles wieder gut und ich bin gesund geworden. Zurück geblieben ist eine heftige Angst und Panikattacken.
    Ich bin dann in einer Klinik gewesen und habe dort gut gelernt, damit zu leben. Es gab immer gute und weniger gute Tage. Tabletten habe ich nie genommen und wollte ich auch nicht.

    Als ich schwanger wurde, ist es wieder total schlimm geworden.
    Ich hab eine super Hebamme gehabt und viel mit ihr darüber geredet. Und mein Mann hat mich auch super unterstützt. Ich konnte irgendwann einfach nicht mehr allein das Haus verlassen.
    Aber ich hab mir immer gesagt, dass es besser wird, wenn das Baby da ist. Und so ist es. Ich bin meist so beschäftigt, dass ich keine Zeit hab über Angst nachzudenken und bekomme ich mal eine Attacke versuche ich damit so wie vorher umzugehen, wie ich es gelernt habe.

    Lange Rede kurzer Sinn,
    Ich würde dir empfehlen, nochmal zum Psychologen zu gehen. Mir hat reden immer geholfen und man lernt einfach damit zu Leben, anstatt es mit Tabletten zu unterdrücken. 😊
    Ich wünsche dir alles gute und ganz viel starke Nerven. ✌🌞

    Ich war übrigens direkt im BV und das war das Beste für mich und mein Baby, alles andere hätte ich nicht geschafft. Und ein schlechtes Gewissen hatte ich wegen meiner Krankheit noch nie, warum auch?!

(10) 20.07.18 - 13:50

Hallo meine liebe,

ich hoffe ich kann dir ein bisschen Mut machen.

Ich leide seit mehr als 16 Jahren unter Depressionen mit denen Ich seit 13 Jahren in Behandlung bin. Vor ca. 4 Jahren kamen dann noch Angstzustände mit Panikattacken hinzu. Nach ungefähr 2 Jahren und Medikamenten hatte ich wieder ein relativ normales Leben führen können. Bis ich im Dezember schwanger geworden bin. Nicht falsch verstehen es ist ein absolutes Wunschkind auf dass wir auch 2 Jahre gewartet haben aber prompt waren die Ängste wieder da.

Ich hatte zwei Tage vor positiven Test gekündigt, nun ging es ran das Rauchen aufzugeben und die Medikamente abzusetzen. Plus Hormone einfach zu viel für meine Nerven.

Auch heute noch fällt mir vieles wieder schwer obwohl ich dachte, das hab ich längst hinter mir. Rausgehen bei der Hitze, einkaufen usw. Alltägliches eben... Viele Tränen hab ich vergossen aus purer Angst, dass nun alles wieder von vorne los geht.

Was mich zum einen sehr beruhigt hat war, dass mein Mann sagte, dass ich es mir schlimmer ausmale, als es eigentlich ist und auf keinen Fall wieder wie am Anfang ist (wenn dem so wäre, hätte er es mir auch knallhart gesagt) zum anderen hab ich noch eine zeitlang unregelmäßig meine Therapie besucht in der mir versichert wurde, dass das die Hormone sind. Mit der Geburt kann es nochmal schlimmer werden, da der Hormonhaushalt nochmal durcheinander kommt aber es wird alles wieder ins Gleichgewicht kommen.

Ich hab auch furchtbar Angst unter der Geburt eine Panikattacke zu bekommen, da kann ich ja nicht einfach abhauen 😋 aber ich versuche mir und meinem Körper zu vertrauen.

Ich hoffe dass es dir ein bisschen besser geht, du bist jedenfalls nicht allein ❤️

Alles Gute

Judy + Bubi inside 30+6

  • (11) 20.07.18 - 15:05

    Danke für deine lieben Worte.
    Angst vor einer Panikattacke während der Geburt habe ich glücklicherweise nicht, muss aus gesundheitlichen Gründen eh einen KS bekommen.
    Noch geht es mir auch relativ gut, doch ich denke es ist besser jetzt die Notbremse zu ziehen.
    Ich wünsche dir alles Gute 🌸

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