Praenatest

    • (1) 11.08.18 - 16:05

      Hallo ihr lieben,
      Ich bräuchte eure Meinungen.
      Ich habe letztes Jahr in der 19.ssw ein Spätabort gehabt, weil das Baby Trisomie 21 mit multiplen Fehlbildungen hatte.
      Das war eine sehr schwere Zeit für uns.
      Nun bin ich wieder schwanger 13.ssw. Mein Arzt empfahl mir den Praenatest...ich war zunächst ganz überzeugt davon, weil ich nicht wieder solch eine Situation erleben möchte. Aber wenn man es genau nimmt, ist man doch schon längst wieder in so einer“ Situation“.
      Jetzt bin ich am zweifeln, ob dieser Test wirklich nötig ist.
      Meine Gedanken sind: 1. Ich bin schon in der 13. ssw und mir gehts bestens. 2. Es war letztes Jahr eine „freie“Trisomie 21 3. die Chancen, dass mir das jetzt wieder passiert, sind sehr gering.
      Also warum nicht daran glauben, dass ich diesmal zu den 95% gehöre, bei denen es gut geht.
      Ich weiß, dass der Test nur eine Blutuntersuchung ist und ich gar kein Risiko eingehe, aber irgendwie sind meine Muttergefühle schon so groß, dass ich das nicht mehr so als „medizinische Abklärung“ annehmen kann.
      Ich hoffe ihr versteht meine Gedanken...
      Wer war auch in so einer Situation?

      • Ich bin in einer ähnlichen Situation. Meine Tochter hatte eine BodyStalkAnomalie und ein ShortCord Syndrom, definitiv infaust. Meine Gynäkologin wie auch die KiwuKlinik haben in der frühss super oft geschallt, aber nichts geahnt. Nur mein Bauchgefühl war schlecht und so bestand ich entgegen meiner Prinzipien auf die komplette Diagnostik. Ich wurde also zur Spezialistin überwiesen und dort wurde es direkt festgestellt. Es ist nicht erblich und es besteht ein fast unmögliches Wiederholungsrisiko.... nun bin ich wieder Schwanger (11.Woche) und mein Mann wollte unbedingt die Diagnostik vor der Schwelle zur stillen Geburt. Wir haben den Termin aber nun erst in der 13 Woche.... denn früher macht es laut Klinik keinen Sinn. Und es geht mir genau wie dir. Mein Gefühl ist anders und ich frage mich, will ich das überhaupt? Eigentlich nein, aber andererseits hat es mich in meiner letzten Schwangerschaft vor schlimmerem bewahrt (die Organe meiner Tochter wären irgendwann an meiner Gebärmutter angewachsen). Puh, ich kann dir eigentlich keine Antwort geben, dir nur sagen, das es mir ganz genauso geht.

        • Danke für deine Nachricht. Ja...wenn dieses Gefühl nicht wäre. In meiner ersten ss hatte ich genau wie du das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Mein Bauch war sehr hart, dass es teilweise unangenehm war. Aber da es meine erste ss war, war ich selbst überfordert mit den ganzen Gefühlen usw. Und diesmal bin ich entspannter, merke ich kaum, dass ich schwanger bin. Ab und zu ziehen die Mutterbänder aber ansonsten alles prima.
          Also? Was sollen man tun? Auf sein Bauchgefühl hören?
          Ich denke mir aber auch...“dann nutze ich den Test eben, um mein Gefühl bestätigen zu lassen“
          Aber es beruhigt mich, dass ich mit diesen Gedanken nicht alleine bin.

      Hallo!
      Es tut mir wahnsinnig leid, was ihr beide erlebt habt!
      Ich hatte wahnsinniges Glück und eine fast sorglose Schwangerschaft und nun haben wir eine gesunde Maus.
      Wir haben alle Tests (ausser invasiv) machen lassen und es genau so gesehen, wie du zuletzt gesagt hast: wir holen uns die schriftliche Bestätigung für unser gutes Gefühl.
      Das hat uns dann auch später viel Unsicherheit genommen, wenn zb im US mal was kurz komisch war,...
      Ausserdem kann man mit einigen Tests ja auch Chancen schaffen: für die ruchtige Geburtsklinik, frühe Therapie,... evtl sogar Heilung. (Je nach Test natürlich.)
      Ich würde also alles wieder so machen.

      Ich wünsche euch alles, alles Gute!

    • ***Jetzt bin ich am zweifeln, ob dieser Test wirklich nötig ist. ***

      Nötig ist er sicher nicht, denn er hilft deinem Kind ja nicht, sondern stellt nur fest.

      Dein Kind hat entweder etwas oder es ist gesund. Du weißt ja in welche Situation man kommt, wenn man pränatal davon erfährt. Wenn du wieder entscheiden willst, dann solltest du den Test machen.

      Gruß S.

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