Wem geht es auch so? (Ängste)

    • (1) 09.12.18 - 19:54

      Hallo ihr lieben,
      Meine Gedanken quälen mich ein bisschen. Ich bin morgen in der 15ssw und eigentlich war bisher alles supi in meiner Schwangerschaft. Meinem Kind geht es gut und es ist eigentlich auch gut entwickelt, nackenfaltenmessung und Organe, alles ist so wie es sein soll.
      Ich dachte auch, dass ab der 12 Woche die Ängste weniger werden. Wurden sie auch, aber es passieren so viele schlimme Sachen, da hat man das Gefühl, dass die Chance,ein gesundes und lebendes Kind auf die Welt zu bringen, verschwindend gering ist.
      Erst der Post von melmo, wo ich mir denke, wie ein Mensch so viel ertragen kann und ob mir das alles noch passieren wird.
      Dann bin ich auf Youtube zufällig auf ein Video gestoßen, wo eine Frau (Isabel) von ihren FG berichtet hat. Eine in der 22.ssw aufgrund einer unentdeckten Gerinnungsstörung. Dann denke ich mir, was wenn ich sowas auch hab?
      Dann denke ich darüber nach, ob mein Kind bei 12+4 mit 6,1cm gut entwickelt war. Eigentlich weiß ich: ja es ist alles gut, es ist vital, das Herz schlägt, was will man mehr?
      Aber mein Beschäftigungsverbot ist so ein Fluch. Ich versuche mich abzulenken,stricke grad ein Esel für mein kleines. Aber trotzdem denkt und denkt man.
      Es ist einfach anstrengend. Ich wünsche mir nix mehr als ein gesundes und glückliches Kind, ich würde ihm so gerne jetzt schon zu verstehen geben, wie unendlich ich es liebe.
      Es ist einfach so eine merkwürdige Zeit, bis man die ersten Tritte spürt.

      Kennt jemand diese Gedanken und was tut ihr dagegen?

      • Mir gehts genau gleich. Kenne diese Gedanken - ganz schrecklich... bin heute 16+2. habe nur leider keinen Tipp dagegen, außer eben auch versuchen mich abzulenken... und so wenig wie möglich „Geschichten“ lesen, ansehen. Gelingt mir aber nicht immer. Nur dass ich eigentlich weiß, dass ich es gar nicht vertrage...

        (3) 09.12.18 - 20:15

        Hallo!

        Mir geht's auch so! Mittlerweile bin ich in der 25. Woche, aber es wird einfach nicht besser! Erst dachte ich:" wenn die 12. Woche rum ist, kannst du aufatmen". War nicht so... Dann dachte ich mir:"Ach komm, wenn du das Kleine merkst, wird es besser" Pustekuchen. Dann dachte ich:" Wenn die 24. Woche rum ist und das Kind eine Chance hat, ist endgültig Ruhe. Leider nein 😔.

        Ich weiß auch nicht wieso es in dieser Schwangerschaft so extrem ist! Bei meinem Sohn war das nicht so und ich hatte vor ihm eine FG.
        Aber wie du schon sagst, man liest einfach so viel schlimme Sachen.
        Ich versuche mir immer zu sagen, dass die Menschen natürlich ihre schlimmen Erlebnisse teilen und somit verarbeiten wollen. Über Schwangerschaft die problemlos und nebenbei laufen, schreibt ja auch keiner. Dadurch entsteht diese Verzerrung, dass viel mehr schief läuft, statt gut.
        In Wahrheit ist es aber genau andersrum.
        Obwohl ich das weiß, falle ich immer wieder in diese Angst zurück.
        Ich kann dir nicht sagen, was man dagegen tun kann, aber ich verstehe dich!

        Liebe Grüße 🍀

        Die Gefühle kenne ich sehr gut.
        Jetzt wo ich sie spürte gibt es mir ein gutes Gefühl.
        Wenn ich mir unsicher bin leg ich mich aufs Sofa und halte meine Hand auf dem Bauch , sobald sie tritt gehts mir gut.
        26+2 💘

      • (5) 09.12.18 - 21:18

        Hi mir geht es genau so, bin heute 30+1 und hab auch bis jetzt noch schiss. Wen er mal ruhig ist ( da er eigenlich immer aktiv ist ) lege ich mich ihn wackel bischen um zu schauen ob alles gut ist oder esse was süßes darauf reagiert er auch. Ich glaube erst wen man sein baby /seine Babys im arm hatt ist alles vorbei.

        LG Natalie mit Prinzessin an der Hand (5) & Babyboy inside

        • (6) 09.12.18 - 21:56

          Ich finde nichtmal wenn man sein Kind im Arm hält ist es vorbei...dann kommen die nächsten sorgen.

          Bei meiner Tochter ist der Nabelschnur Rest erst nach 8 wo abgefallen (Angst, dass Verbindung zwischen Harnblase und Nabel besteht). wurden regelmäßig zum us geschickt.
          dann hat man Zysten im Eierstock festgestellt die nur durch die US festgestellt wurden (Zysten haben ganz viele Kinder, normalerweise kommt man da gar nicht drauf, weil sie einfach nicht so genau untersucht werden und sie bilden sich einfach wieder zurück - war bei ihr auch so)
          aktuell hat sie ne starke verkühlung mit Schnupfen und Husten und sie hält sich das Ohr oft zu (angst, dass eine Mittelohrentzündung übersehen wird obwohl wir eh beim arzt waren und der das genau gecheckt hat und ich ihm vertraue)

          ich glaub so ist einfach das muttersein/Elternsein.
          die sorgen und Ängste werden nie aufhören auch wenn sie längst erwachsen sind. aber muttersein ist auch einfach das schönste auf der Welt😊

          • (7) 09.12.18 - 22:11

            Ja klar danach ist auch net immer alles einfach aber ich meine wen sie auf der Welt sind hast du sie bei dir sieht's sie Bauch ja nicht.
            Ich wünsche dir alles Liebe und deiner Maus gute Besserung :*

            • (8) 09.12.18 - 22:17

              Aber so viel einfacher ist es dann oft auch nicht, find ich.
              aber ab den ersten Kindsbewegungen fand ich es in der ersten schwangerschaft auch einfacher, weil man da wenigstens ein Feedback hat.

              Danke euch auch😊

      Hallo,

      ich finde deine Wahrnehmung ist sehr verzerrt. Du lässt dich nur von den Horrorgeschichten beeinflussen und nicht von der Realität. Fakt ist, dass über 95% aller Schwangerschaften gut ausgehen, wenn man das 1. Trimester abgeschlossen hat. Es schreiben aber auch meistens nur die Frauen/Mäner die Probleme oder Schiksalschläge in der Ss erfahren haben. Es liegt einfach in der Natur des Menschen sein Leid zu teilen, aber nicht seine Freude bzw. seine Problemfreie Erfahrungen. Wenn du so leicht zu beeinflussen bist solltest du dir das surfen und lesen im Netz verbieten, dann es zieht dich nur runter und macht dich überängstlich. Es ist nicht normal, wenn die Angst einen so stark beeinflusst.

      Ich habe in der 8/9 Ssw einen meiner Zwillinge verloren. Die Tage bis zum nächsten US bei 10+2 warnn für uns die Hölle und wir haben in Angst gelebt, ob der zweite es schaffen wird oder nicht. Als wir dann bei 10+2 auf den US gesehen haben, dass es unserem Krümel gut ging (Zeitgerecht entwickelt etc) waren wir sehr glücklich und erleichtert. Seit den sind wir wieder entspannt und positiv. Wir freuen uns und sind davon überzeugt, dass unser Krümel es schaffen wird. Der erste große US bei 12+2 war auch ohne Befund, seit dem bin ich tiefenentspannt, auch wenn ich mit meinen Bluthochdruck etwas zu kämpfen haben (Bin Jetzt Anfang SSW 16). Die Wahrscheinlichkeit, dass alles gut läuft ist sehr viel höher, als das etwas schief geht. Natürlich berühren mich einzelne Schiksale, aber ich habe den Abstand und weiß, dass Einzelschicksale sind und nicht die Norm. In meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis sind in den letzten Jahren viele Kinder auf die Welt gekommen. Zwei schon in der 30./31. Ssw, denen geht es heute blendend. Eine Freundin von mir musste über 20 Wochen nur liegen, Baby gesund und munter. ABER bei den meiste ist alles glatt gelaufen. Und wenn ich ehrlich bin habe ich vor lauter Freude auf unser Wunder und all den Plänen gar keine Zeit richtig Angst zu haben, dafür lebe ich einfach zu gerne und genieße mein Glück und Leben viel zu sehr. Klar mache ich mir auch schon mal Gedanken, was alles passieren kann oder ob wir das alles schaffen oder wie die Zukunft aussehen wird etc. Aber dann schaue ich meinen Mann an und ein Bild von unserem Krümel und erfreue mich einfach an meinen großen Glück. Und wenn ich dann doch mal in meinen was wäre wenn Gedanken abgleite habe ich einen tollen Mann und unglaubliche Familie die mir sagen, dass ich nicht soviel grübeln soll. Meine Mutter meinte vor einigen Tagen, wenn du noch einmal so eine Anwandlung hast lasse ich deinen Mann deinen Laptop und Handy wegschließen, das surfen tut dir nicht gut. Und recht hatte sie, die dauernden negativ Geschichten machen einen nur verrückt. Trotzdem lese ich weiter, aber viel weniger. Ich vertraue auf meinen Körper, unseren Krümel ,auf die Aussagen meiner Ärzte und genieße einfach die spannensten und aufregenste Zeit unseres Lebens.

      Mein Tipp an dich:
      Entspanne dich, vertraue auf deinen Körper und dein Baby. Vertraue den Aussagen deinen Fa. Freue dich auf die spannende Zukunft die vor dir liegt. Lebe dein Leben, gehe aus, mache Sachen die dir/ euch Spass machen, schmiedet Zukunftspläne, denn die Ss geht schneller vorbei als man glaubt.

      LG Morgain

      • (10) 09.12.18 - 21:56

        Vielen Dank, dein Kommentar tut sehr gut! Schön, dass du so positiv bist, das steckt schon sehr an 😊
        Und du hast vollkommen recht, die Ängste sind völlig überzogen. Rational gesehen weiß ich das auch. Aber da hat man dann plötzlich unfreiwillig durch ein bv viel Zeit und gerät ins grübeln.

        Ich danke dir auf jeden Fall für deine Nachricht! Sie hat mir geholfen.

        • Warum bist du denn plötzlich in BV gelandet?

          Hast du denn kein Hobby was du jetzt ausbauen könnest? Oder vielleicht Familienmitglieder oder Freunde mit denen du dich treffen könntest, so in Wechsel? Was sagt den dein Partner zu deinen Gedanken? Ist es vielleicht eine Option mit ihn über deine Ängste zu sprechen?

          LG Morgain

          • Ich bin Erzieherin und nicht immun gegen ringelröteln, da ich sie leider noch nie hatte. Deswegen bin ich jetzt im zwangsurlaub bis zur 21.ssw 🤷🏼‍♀️
            Doch ich treffe mich täglich mit Freunden und Familie, gehe shoppen, stricke, dekoriere,etc. Aber ist halt doch nicht das selbe wie arbeiten, wo man mind. 8h Stress hat und gut abgelenkt ist.
            Mit ihm spreche ich darüber, aber er versteht mich nicht so ganz. Er ist sich sicher, dass alles gut geht, ich mir ja eigentlich im Unterbewusstsein auch 😅

            • Ok, das beruhigt mich jetzt. Als ich deinen ersten Post gelesen habe, dachte ich du sitzt einsam auf den Sofa. Aber wenn du Ablenkung durch Freunde /Familie hast ist das gut.

              Das einem die Arbeit feht kann ich verstehen. Ich gehe auch gerne arbeiten, habe aber eine halbe Stelle, also bin ich nur 3 Tage die Woche in Büro.

              Ich finde es sehr schön, dass dein Partner so positiv ist und dir zuhört auch wenn der deine Ängste und Sorgen nicht vollständig verstehen kann.

              Leider kann ich dir einen weitern Tipps geben um dich abzulenken, aber ich wünsche dir, dass es für dich besser wird. Vielelicht hilft es dir, wenn du dir vorstellst wie dein Leben heute in einem Jahr sein wird. Wir ihr drei zusammen auf den Sofa kuschelt und euch die Winterlandschaft aus den Wohnzimmerfenster anseht oder soetwas ähnliches.

              Ich kann dir nur positive Gedanken schicken.;-)

              LG Morgain#winke

    (15) 09.12.18 - 22:40

    Kenne ich gut. Ich wurde von Schwangerschaft zu Schwangerschaft immer ängstlicher, obwohl bei mir immer alles komplikationslos lief.
    Du hast es selber schon erkannt: es liegt dran , dass die ganzen schlimmen Geschichten viel präsenter sind, als die "normalen". Wenn alles gut läuft, redet ja kaum einer drüber....
    Mir hat folgendes geholfen: ich hab mir dann immer gesagt, die Wahrscheinlichkeit dass einem beim Autofahren was passiert ist viel höher, als dass mit dem Baby was ist. Und trotzdem denkt man ja nicht bei jeder Fahrt drüber nach, ob man diesmal heil am Ziel ankommt.
    Und ich hab mir bei jeder Menschenmenge (z. B im Konzert, im Fußballstadion etc ) immer klar gemacht, dass DAS alles lauter erfolfreich beendete Schwangerschaften sind. Klingt vielleicht komisch, aber das hat immer gewirkt 😂
    Ich wünsche dir alles Gute!!!

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