SILOPO Bin ich so "unnormal"?

    • (1) 16.12.18 - 13:56

      Hallo zusammen und einen schönen dritten Advent ,

      ich frage mich in letzter Zeit ob ich so sonderbar bin. Zu meiner Situation, ich bin 36 Jahre und mein Mann 38 Jahre. Wir haben 6 Jahre versucht schwanger zu werden und es hat letztlich nur mit Hilfe einer ISCI geklappt. Wir sind nun in der 16 Ssw #verliebt#verliebt. Wir freuen uns wahnsinnig und genießen die Zeit. Da genau da beginnt das „Problem“.

      Obwohl es meine erste Ss ist und wir zu Beginn der Ss einen unserer Zwillinge verloren haben (in der 10.Ssw) bin ich total entspannt. Ich hatte zu Beginn Dauerübelkeit und Probleme mit dem Kreislauf. Trotzdem habe ich die Zähne zusammen gebissen und bin zur Arbeit gefahren, auch als ich einem meiner Kollegen fast vor die Füße gek..t habe (zum Glück steht ein Mülleimer neben meinem Schreibtisch), war es für mich kein Drama. Ich bin auch nicht Amok gelaufen, als von einem Tag auf den anderen Tag alle sogenannten typischen Anzeichen weg waren, sondern habe mich gefreut, dass die Übelkeit weg war und ich endlich wieder Lust hatte was anderes zu tun als auf dem Sofa zu liegen. Mich versetzt auch nicht jeden Zwicken und Zwacken im Körper in Panik, sondern ich denke, dass es dazu gehört. Auch leben ich mein Leben weiter wie vor der Ss (außer in Bereich Ernährung), gehe ins Kino und auswärts essen, treffe mich mit Freunden und Familie. Ich mache mir auch keine großen Sorgen darüber ob etwas schiefgehen kann oder was die Zukunft bringt. Im Gegenteil ich freue mich einfach nur und mache entspannt Pläne für die Zukunft. Wann wir beginnen uns nach Möbeln, Kinderwagen, etc. umsehen, wann wir das Büro ins Kinderzimmer umwandeln usw.. Auch als ich in der 13/14. SSw plötzlich Bluthochdruck entwicklet habe, habe ich keine Panik bekommen, sondern bin zum Hausarzt gegangen und habe mic einfach einstellen lassen.
      Ich rede auch nicht nur über meine Ss wenn wir uns mit anderen treffen, sondern nur darüber wenn mein gegenüber nach der Ss fragt bzw. geben wir unseren Familien nach den Untersuchungen ein kurzes Update.

      Wenn ich mich mit Bekannten unterhalte oder hier im Forum lese komme ich mir oft wie ein Außerirdischer vor. Ja wir freuen uns sehr über unseren kleinen Krümel und wie wissen auch, dass sich unser Leben durch die Ss und die Geburt total verändern wird. Doch das ist für uns kein Grund in permanente Sorge oder Panik zu verfallen. Ich bin in der 16. Ssw und wir haben noch nichts gekauft bzw. besorgt. Wir wollen im neuen Jahr beginnen uns umzusehen und zu renovieren.

      Ist es heutzutage echt so ungewöhnlich, dass meine Frau (und auch ein Mann) so entspannt ist in der 1. Ss?

      Ich weiß der Text war sehr lang, aber ich musste meinen Frust mal etwas Luft machen. Ich danke euch fürs zuhören.

      LG Morgain#winke

      • :-D find ich super, dass ihr das so macht und könnt. Ich weiß nicht, ob manche sich wirklich wegen jedem zwicken und zwacken Gedanken macht. Ich glaube, wenn man hier liest wie viele Frauen fgs hatten, ist das ein Aspekt, der bestimmt große Rolle spielt. Oder Untersuchungen (egal ob Chromosom oder Infektion), die bei bestimmter vorbelastung natürlich auch sorgen machen. Das dann noch in Kombination mit ausbleiben der Symptome, oder "nicht spüren" des Kindes (hierbei lassen sich bestimmt viele von den posts in den Foren verrückt machen. Ich dachte auch, meine brüste müssen explodieren und ich muss mich übergeben wenn ich schwanger bin. Oh und das Kind muss man in der 15. Ssw spüren und der Bauch ab der 10. Woche zu sehen sein (lach). Zum Glück gehör ich einfach von Anfang an zu denen, die ohne Symptome schwanger sind).

        Ich hoffe du kannst die Schwangerschaft weiterhin genießen und bekommst ein gesundes, kräftiges Kind :-)
        Ich selbst bin auch super gerne schwanger und leide auch garnicht unter diesem Umstand :-)

        LG

        • Hi,

          danke für deine Antwort. Naja vorbelastet bin ich leider auch. 2 Jahre KiWu Behandlung waren auch nicht gerade ein Spaziergang und der Verlust unseres Zwillings war auch hart.

          Vielleicht habe ich mich einfach zu gut über einen normalen Verlauf einer Ss informiert und weiß einfach, dass diese Angaben nur Mittelwerte sind und jede Ss individuell verläuft und ich einfach vertrauen in meinen Körper und meine FÄ habe.

          Ich wünsche dir weiterhin eine schöne Kugelzeit. Genieße die Zeit, bei dir beginnt ja bald der Endspurt.

          LG Morgain

      Hallo!

      Du bist sicherlich nicht die Einzige, die so entspannt ist. Ich kenne viele Mütter, die in der Schwangerschaft ganz gelassen sind, und eigentlich sollte es für jeden eine schöne Erfahrung sein.
      Hier sammeln sich aber einige Frauen, die bereits schlimme Erfahrungen gemacht haben und daher einfach nicht mehr entspannt sind. Die wenigsten steigern sich einfach aus Aufmerksamkeitsproblemen in etwas hinein und viele reden hier über ihre Probleme, weil sie im Alltag auch nicht Hinz und Kunz damit belasten wollen und Hilfe suchen.
      Ich war in meiner Schwangerschaft auch recht entspannt, bis es ab ca. der 20. Woche andauernd um Leben und Tod ging.

      Von daher: Genieß es einfach weiterhin, viele hier würden sich über eine entspannte Schwangerschaft freuen.

      PS: Bei mir hat das Einstellen des Blutdrucks einfach nicht geklappt und es gab leider mehrere Sachen, die sich nicht einfach mit einem Arztbesuch lösen ließen

      • Hi,

        das du ab der 20. Ssw durch die Hölle gegangen bist tut mir sehr Leid für dich. Leider kann es immer zu Komplikationen kommen, aber ich fand es gut, dass du vorher auch entspannt warst.

        Ob die Einstellung meinen Blutdrucks wirklich geklappt hat erfahre ich erst in 2 Wochen, nehem jetzt 2 Wochen TAbletten udn messe nur zu Hause. In 2 Wochen habe ich wieder 24 Stunden Messung, aber die Werte zu Hause sehen schon besser aus. 7

        LG Morgain

    Huhuu, lach ja so fühl ich mich hier auch manchmal im Forum.

    Empfinde auch vieles als "übertrieben" oder allein manche Fragen rolle ich Augen aber scrollt dann weiter ;-)

    Ich bin auch so ein klassisches Beispiel (noch) davon das alles gut läuft. Bin sofort ss geworden, keine Übelkeit, kann gut schlafen und muss nicht ständig pipi in der Nacht und bis auf die paar Wehwechen (um die kommt niemand herum lach) wie zb Sodrennen ist denke alles gut.

    Aber klar hat man eine andere Sichtweise wenn's nicht klappt oder man mit Blutungen zu kämpfen hat. Da spreche ich niemanden seine Angst ab.

    Denke ihr macht das schon super so und bleibt weiterhin so locker :-)

    Glg
    Trulla (36+5)

    • Hallo,

      schön, dass es auch andere das Gefühl haben, dass manche Übertreiben.

      Wenn es zu Komplikationen kommt, dann ist Angst normal. Als der eine gestorben war hatte ich auch 10 Tage Angst und Sorge um den zweiten. Doch als bei der Untersuchen herauskam, dass es unserem Krümel gut geht, habe ich den Urteil meiner FÄ vertraut und mich wieder entspannt.

      Ich wünsche dir eine schöne Rest-Kugelzeit.

      LG Morgain

Hallo du.

Nein, du bist nicht unnormal, im echten Leben kenne ich viele entspannte schwangere, gerade bei der ersten Schwangerschaft.

War ich beim ersten Kind auch, jetzt in der dritten Schwangerschaft (bzw in der fünften) nach zwei fg hintereinander bin ich nicht mehr ganz so gechillt, wobei das jetzt langsam wieder kommt.

Generell ist es aber schon auch so, dass solche Foren wie urbia eben der Treffpunkt für alle mehr oder weniger besorgten bis hysterischen Menschen sind, die einfach mehr Austausch und Beruhigung brauchen als jemand, der mit sich im reinen und im Falle der Schwangerschaft einfach guter Hoffnung ist. Dadurch entsteht glaube ich ein etwas verzerrte Eindruck der Realität.

Lg waldfee

  • Hi,

    was mich leider eher etwas geschockt hat, ist das auch in meinem Bekannten- und Freundeskreis (bei denen alles gut gelaufen ist) Panik machen. Wie du machst Test xy nicht? Wie ihr habt noch nichts gekauft? Wie du gehst schwanger Arbeiten, du hast doch soviel Kontakt zu Menschen. etc. Das hat mich in den letzten paar Wochen etwas an meiner Einstellung zweifeln lassen. Und heute morgen schlug meine Schwiegermutter auch noch in die gleiche Kerbe (Mann ist auf Schicht), da musste ich meinen Frust einfach mal Luft machen.

    Es ist schon ein gutes Gefühl, dass es auch Menschen gibt, die ähnlich wie ich frühlen und denken.

    Ich wünsche dir eine schöne und unbeschwerte Kugelzeit.

    LG Morgain

    • Ah, ok, das ist echt lästig.

      Ich habe eigentlich nur eine Bekannte, die so ein hysterischer sicherheitstyp ist und eigentlich ohne Grund sämtliche zusatzuntersuchungen hat machen lassen.

      Außer der genannten bekannten hat mich auf sowas noch nie jemand angesprochen. Und in der Schwangerschaft arbeiten zu gehen ist unter meinen Freunden und Bekannten eigentlich auch völlig normal, wenn nicht wirklich gravierende Probleme vorliegen.

      Über so Sachen wie Vorbereitungen etc plaudert man halt mal kurz, wenn das Gespräch auf die schwangerschaft kommt, aber beim dritten Kind gibt es eh nicht allzu viel vorzubereiten, Kleidung und sonstiges Zubehör habe ich von den großen Schwestern noch zu genüge und neue Klamotten in größeren Größen sind schnell besorgt, sollte der bauch zwerg ein Junge sein (wir lassen uns überraschen mit dem Geschlecht).

      Ein eigenes Zimmer wird das Baby vorerst auch nicht haben, mindestens das erste Jahr schläft es eh bei uns im Zimmer, eher länger.

      Und es ist auch nicht so, dass von mir oder meinem Umfeld aus die Schwangerschaft einziges Thema ist, klar werde ich bei Treffen erstmal gefragt, wie es mir geht und ob alles gut ist, dann werden ein paar Sätze drüber gewechselt und dann ist es auch gut.

      Ich kann total verstehen, dass es dich nervt, wenn dein Umfeld da so mimimi mäßig drauf ist.

      Lg waldfee

Was ich jetzt doch nochmal fragen muss: Warum bist du denn trotz der positiven Einstellung so gefrustet? Also, warum frustet es dich, als Einzige so entspannt so sein? Es gibt doch sicherlich niemanden, der von dir erwartet in Panik auszubrechen...

  • Hallo,

    was mich glaube ich heute über die Klippe gestoßen hat war meine Schwiegermutter. Wir mussten uns in unserem Bekannten- und Freundeskreis in den letzten Tagen oft anhören Wie ihr habt noch nicht besorgt? Wie du gehst noch Arbeiten, aber du hast doch viel Komtakt mit anderen Menschen, das ist doch gefährlich für das Baby. etc. Und als meine Schwiegermutter auch noch in die Kerbe schlug, wurde ich einfach gefrustet und auch etwas wütend, weil ich das Gefühl habe mich für meine entspannte Einstellung rechtfertigen zu müssen. Da hat es mich einfach interessiert ob es so ungewönlich ist.

    LG Moragin

    • Gut, das kenne ich aus meinem Umfeld nicht. Hier gehen alle so lange arbeiten wie sie können und die Vorbereitung wird auch so Stück für Stück getroffen.
      Mich hat im Möbelhaus auch entsetzt eine Dame gefragt, wie ich denn in 8 Wochen noch an ein Bettchen kommen will (Internet macht's möglich...). Aber solche Leute sind hier eher die Minderheit, da wird sich eher gewundert, wenn man nicht entspannt ist...

Ich hab nicht die Erfahrung mit künstlicher Befruchtung. Aber ich war in keiner Schwangerschaft besonders in Sorge bzgl meines ungeborenen. Und bekomm jetzt im Januar das 2. Kind. Ich weiß vom Kopf her, das eine Fehlgeburt oder auch Totgeburt, nichts mit dem verhalten der schwangeren zu tun hat. Man wünscht es niemanden und hofft natürlich immer das man diese Erfahrung selbst nie machen muss. Aber wenn könnte nix diese Begebenheit verändern. Auch hab ich nie eine NFM machen lassen oder diverse Tests. Nur eine Feindiagnostik. Aber auch nicht weil ich Angst hab das mein Kind was haben könnte. Sondern wenn... das man nach der Geburt behandeln kann und keine Zeit verloren geht. Ich bin anfangs nur wegen der kotzerei daheim geblieben weil ich mich krank fühle bei kotzerei oder auch Fieber. Bin aber jetzt zum Ende mit höllischen Schmerzen zur Arbeit... Und nicht zum Arzt. Bin zwar eine Woche früher in den Mutterschutz deswegen aber ansonsten tu ich mich schwer zu akzeptieren mich selbst zurück zu nehmen wenn es machbar ist. Und selbst wenn nicht will ich ich trotzdem rumschafteln.

Jetzt in der 2. Schwangerschaft ess ich sogar Salami. Obwohl ich toxo negativ bin. Ich hab bis heute keine und das trotz durchgehender katzenhaltung. Eher gewinn ich im Lotto als genau jetzt toxoplasmose zu bekommen. Und diejenigen die mit listeriose kommen. Davon ist Salami weniger betroffen als geschnittene Brühwurst. Die Kirche sollte im Dorf bleiben. Vor einem Monat. Bevor ich Schmerzen bekam. Waren wir mit unserem 2 jährigen in einem indoorspielplatz. Ich bin mit auf die hüpfburgen... bin so aufgespannten Wänden hochgeklettert wie ein Affe auf allen Vieren. Und das im 8. Monat. Meine Oma die dabei war... hat gedacht sie bekommt nen Herzinfarkt mich so rumturnen zu sehen mit dem dicken Bauch.

Und ich war jedes mal erleichtert als diverse Schwangerschaftsbeschwerden weggegangen sind.

Hä? Wo liegt das Problem?
Es ist supermegatoll, dass du so eine coole entspannte Schwangere bist. Ich hoffe ich konnte dir helfen.

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